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Artikel

Hüten Sie sich vor Sonnenbrand!

Die Sonne sendet zwei Arten von Strahlung aus: UVA- und UVB-Strahlen. Während UVB-Strahlen überwiegend in der Oberhaut aufgehalten werden, dringen UVA-Strahlen tief in die unteren Hautschichten (Lederhaut) ein, was Veränderungen der Hautzellen zur Folge hat. Für Sonnenbrand sind hauptsächlich die Hautreaktionen auslösenden UVB-Strahlen verantwortlich. Die Sonnenempfindlichkeit hängt ebenfalls von der Hautfarbe ab: Die Haut besitzt farbgebende Stoffe (Pigmente, auch Melaninkörner genannt), die die Haut vor ultravioletten Strahlen schützen. Bei Personen mit dunkler Haut und dunkler Haarfarbe ist die Melaninkonzentration sehr viel höher als bei hellhäutigen Menschen mit heller Haarfarbe, wodurch sie besser vor Sonnenbrand geschützt sind.

LICHTSCHUTZFAKTOREN
Hautärzte empfehlen im Allgemeinen, unbedeckte Hautflächen mit einer Sonnencreme zu schützen, deren Lichtschutzfaktor (LSF) 30 bis 50 beträgt. Allerdings sagt der LSF nur etwas über den Schutz vor UVB-Strahlen aus: Für eine optimale Schutzwirkung sind jedoch Sonnencremen, die ebenfalls gegen UVA-Strahlen wirksam sind, besser geeignet. Solche Sonnenschutzmittel tragen die Aufschrift «schützt vor UVA- und UVB-Strahlen» oder «mit breitem UVA-UVB-Spektrum». Es wird empfohlen, das Sonnenschutzmittel 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbad auf die Haut aufzutragen, denn diese Zeitspanne benötigt die Haut, um die darin enthaltenen chemischen Substanzen aufnehmen zu können. Manche Sonnenschutzmittel enthalten jedoch einen physikalischen Sonnenschutz (Titaniumdioxid oder Zinkoxid), der die Haut unmittelbar nach dem Auftragen schützt.

Sonnencremen bieten eine bessere Schutzwirkung als Sonnengele oder Zerstäuberlotionen. Sonnengele haften nicht gut auf der Haut und sind deshalb weniger schweiss- und wasserresistent. Mit Zerstäubern aufgetragene Sonnenschutzlotionen haben den Nachteil, dass sie sich nicht gleichmässig auf der Haut verteilen lassen.

Sonnenschutzmittel müssen in ausreichender Menge und in regelmässigen Zeitabständen aufgetragen werden. Eine Person mittlerer Grössesollte ihren Körper mit mindestens 30 ml Creme schützen und eine Crememenge von etwa 5 ml über Gesicht und Hals verteilen.

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Sport in jedem Alter

Eine wachsende Zahl von Rentnerinnen und Rentnern betätigen sich körperlich, was eine Reihe von Vorzügen für die Gesundheit mit sich bringt. Allerdings empfiehlt sich vor der Wiederaufnahmedes Trainings ein Besuch beim Arzt.

Der Eintritt in den Ruhestand ist oft ein günstiger Zeitpunkt, um wieder mit dem Sport zu beginnen. Rentnerinnen und Rentner haben Zeit und möchten fit bleiben. Aber kann man sich mit 65 Jahren auf die gleiche Weise sportlich betätigen wie mit 20? Für all diejenigen, die ihren Körper ihr ganzes Leben lang regelmässig trainiert haben, lautet die Antwort «Ja». Jedoch wird Personen, die erst im Rentenalter mit einer körperlichen Betätigung beginnen, oder jenen, die ihre Trainingsintensität erhöhen möchten, empfohlen, sich zunächst ärztlich untersuchen zu lassen.

Mit fortschreitendem Alter sind Muskel-, Knochen- und Herz-Kreislauf-System weniger leistungsfähig. Bestimmte Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose oder gar Herzprobleme können sich bemerkbar machen. Deshalb wird Senioren empfohlen, vor jeder körperlichen Betätigung Tests zur Risikoeinschätzung durchzuführen und insbesondere das Herz, den Kreislauf und die Gelenke testen zu lassen. Solche Untersuchungen können von einem praktischen Arzt durchgeführt werden. Sollten spezifischere Fragen bezüglich der angemessenen Ausübung eines Sports oder der Trainingsgestaltung auftreten, ist es allerdings sinnvoll, einen Sportmediziner aufzusuchen. Solche Fachärzte können den Ratsuchenden helfen, sich langfristig realistische Ziele zu stecken.

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Leben mit einer Allergie

Die Diagnose ist eindeutig: Sie leiden an einer Allergie und müssen Ihr Leben dementsprechend anpassen. Allergen-Vermeidungsmassnahmen sind zwar meist erfolgreich, oft erweist es sich jedoch trotz aller Vorsicht als unmöglich, jeden Kontakt mit dem Allergieauslöser hundertprozentig zu vermeiden.

Die Kontrolle des Umfelds und die damit einhergehenden Vorkehrungen sind nichtsdestoweniger unerlässlich bei der Behandlung einer allergischen Erkrankung. Die genaue Bestimmung und anschliessende Vermeidung der allergieauslösenden Faktoren gehören ebenso zum Behandlungsplan wie die verschriebenen Arzneimittel.

Abgesehen von Pollen, die zu flüchtig sind, um unter Kontrolle gebracht werden zu können, ist es im Allgemeinen sinnvoll, alle Reize (wie zum Beispiel Zigarettenrauch) sowie allergene Substanzen wie Milben, Schaben, Schimmelpilze oder Haustierhaare usw. zu meiden bzw. zu bekämpfen. Bei Katzenhaaren sind solche Massnahmen allerdings selten sofort wirksam, weil diese als ausgesprochen hartnäckig gelten.

In einem Grossteil der Fälle reicht es auch nicht aus, weniger Kontakt mit den allergieauslösenden Substanzen (Allergene und Reizstoffe) zu haben, um sich von den Allergiesymptomen zu befreien, dennoch sind die vorbeugenden Massnahmen keineswegs vergeblich: Meistens kann dadurch die Einnahme von Medikamenten reduziert werden, was kein geringer Vorteil ist.

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Sex hat ungeahnte Vorteile

Gemäss der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist sexuelle Gesundheit ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität. Sexuelle Gesundheit setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen voraus sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen, und zwar frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt.

Die Vermutung, dass die körperliche Liebe positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat, ist Ihnen bestimmt nicht fremd. Sex tut uns in vieler Hinsicht gut: Er hebt die Stimmung, fördert die Gesundheit und trägt ausserdem dazu bei, körperlich fit zu bleiben. Nachstehend erfahren Sie, wie sich ein erfülltes Sexualleben auf unsere Gesundheit auswirkt.

Ein erfülltes Sexualleben trägt zu unserem Wohlbefinden bei. Sex hat zweifellos einen vorteilhaften Einfluss auf die Gemütsverfassung und das psychologische Gleichgewicht. Das durch das Liebesspiel und insbesondere beim Orgasmus hervorgerufene Wonnegefühl wirkt zugleich anti-depressiv und beruhigend. Dies ist insbesondere auf die Wirkung der verschiedenen Hormone zurückzuführen, die beim Geschlechtsverkehr produziert werden. Ebenso tragen der körperliche Kontakt und das Lustempfinden zu einem allgemeinen Wohlbefinden bei. Darüber hinaus stärkt ein erfülltes Sexualleben unser Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Sex macht uns zuversichtlich, und zwar auch, weil wir uns unseres Sexappeals bewusst werden. Und nicht zuletzt tun wir uns selbst etwas Gutes, wenn wir unseren Partner oder unsere Partnerin mit Sinnesfreuden verwöhnen.

SEX IST GESUND
Abgesehen von den Vorteilen für das psychische Gleichgewicht wirkt sich Sex positiv auf unsere Gesundheit aus. Regelmässiger Sex entspricht einer vollwertigen körperlichen Aktivität und hält uns fit. Ein aktives Liebesleben hilft auch beim Abnehmen bzw. dabei, die Kalorienbilanz im Griff zu haben. Zehn Minuten Sex sind ausreichend, um bis zu 50 Kalorien zu verbrennen – so lässt sich das Angenehme hervorragend mit dem Nützlichen verbinden! Genau wie Sport hat Sex eine befreiende Wirkung, vor allem, wenn der Rhythmus unseren körperlichen Kapazitäten entspricht. Sex ist ein ausgezeichnetes Mittel, um Stress abzubauen und trägt zur Ausscheidung von Giftstoffen bei. Die während des Geschlechtsaktes freigesetzten Endorphine vermitteln ein Gefühl körperlicher Entspannung, das uns auch auf geistiger Ebene loslassen lässt.

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Kunsttherapie zur Entfaltung schöpferischer Ressourcen

Wir leben in einer Welt, in der Konkurrenz, persönlicher Erfolg und Leistung hoch im Kurs stehen. Die Suche nach dem Sinn des Lebens und die komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Gesellschaft sorgen oft für erheblichen Stress, der zur Entstehung neuer Krankheiten oder zur Verschlechterung der Lebensqualität beiträgt. Der Druck, der auf jedem Einzelnen lastet, wird immer höher und wirkt sich nicht nur auf die Gefühle, sondern auch auf die körperlichen Empfindungen und die Kreativität des Individuums negativ aus.

Bei kranken oder behinderten Menschen sind die kreativen Fähigkeiten beeinträchtigt. Es handelt sich jedoch genau um jene Fähigkeiten, die den Menschen helfen können, ihre Probleme zu überwinden bzw. sie zumindest aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, ihre Lebenseinstellung und die Erwartungen an ihre persönliche Zukunft zu hinterfragen sowie neue Bewältigungs- und Behandlungsstrategien zu entwickeln.

Der in die Therapie eingegliederte kreative Prozess ist wahrscheinlich das beste Mittel, um die körpereigenen Selbstheilungskräfte und das individuelle Entwicklungsvermögen zu entfalten. Diese Behandlungsmethode nennen wir «Kunsttherapie».

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Trockener Reizhusten oder Husten mit Schleimbildung?

Mit Einzug des Winters wächst die Gefahr, an Husten zu erkranken. Meist genügt ein Schnupfen, eine Grippe, eine Bronchitis oder einfach kalte Witterung, um die lästigen, mitunter kräftezehrenden und schmerzhaften Beschwerden auszulösen.

Husten ist im Grunde genommen nichts anderes als ein Schutzreflex des Körpers, mit dem unerwünschte Stoffe, die in unsere Atemwege gelangt sind, wieder ausgestossen werden sollen. Deshalb leiden wir auch so oft an Husten, denn sobald die Lunge oder die Bronchien wahrnehmen, dass Fremdkörper – Staubpartikel oder Krankheitserreger – die Atemwege verstopfen, senden sie ein entsprechendes Signal an das Gehirn. Dieses schliesst daraufhin die Glottis, welche eine Ventilfunktion ausübt, wodurch sich der Druck im Brustkorb erhöht. Sobald sich dieses «Ventil» dann wieder öffnet, entweicht die Luft schlagartig und mehr oder weniger geräuschvoll: Genau das bezeichnen wir als Husten.

Wird beim Husten ein zähflüssiges Sekret (auch «Auswurf» oder «Bronchialschleim» genannt) abgesondert, spricht man von einem «produktiven Husten» bzw. von «Husten mit Schleimbildung»; im gegenteiligen Fall handelt es sich um einen «trockenen» bzw. «Reizhusten».

Ein produktiver Husten ermöglicht das Abhusten unerwünschter Fremdkörper aus der Lunge. Aber auch ein Reizhusten ist nützlich, selbst wenn dabei kein Sekret abgehustet wird. Unser Körper will mit dem Husten auf einen Entzündungsherd im Lungenbereich aufmerksam machen und erinnert daran, dass wir uns keinen Reizstoffen aussetzen sollten.

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Lassen Sie sich nicht von der Grippe überraschen!

Die Grippe erreicht uns in den seltensten Fällen vor Dezember. Somit bleibt noch ein wenig Zeit, um sich über die Krankheit zu informieren und sich eventuell impfen zu lassen. Wir haben die Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, Dr. Claire-Anne Sigriest, gebeten, einige Fragen zu diesem Thema zu beantworten.

WAS IST EINE GRIPPE EIGENTLICH GENAU?
Grippe ist eine durch das Influenza-Virus verursachte Infektion. Das Atemwegsvirus verursacht in den meisten Fällen eine laufende Nase, Fieber, Muskelschmerzen, Schnupfen und Husten.

WIE WIRD EINE GRIPPE IDEALERWEISE BEHANDELT?
Bei gesunden Personen ist nicht viel zu tun, es sei denn, durch Eingrenzen der Entzündungsreaktion bzw. durch fiebersenkende Massnahmen maximales Wohlbefinden anzustreben. Tatsächlich ist es sehr wichtig, hohes Fieber mit allen verfügbaren Mitteln zu senken: viel trinken, sich ausruhen und geduldig abwarten, bis die Infektion abklingt. Das Problem der Grippe ist nicht die Erkrankung selbst, sondern vielmehr die Komplikationen, die sie bei sehr jungen, sehr alten oder stark gefährdeten Menschen verursacht, z. B. Schwangeren oder Personen, die an einer anderen Krankheit leiden und dadurch anfällig sind. Bei diesen Personengruppen kann die Grippe verschiedene Krankheiten wie Lungenentzündung oder neurologische Komplikationen hervorrufen. In diesen Fällen ist besondere Vorsicht geboten.

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Was ist eigentlich Cholesterin?

Cholesterin ist ein Fett (Lipid), das zur Gruppe der lebenswichtigen Sterole gehört. Selbst wenn es in den letzten Jahren schlechte Presse hatte, ist Cholesterin tatsächlich ein für die einwandfreie Aufrechterhaltung der Körperfunktionen unverzichtbarer Nährstoff. Es wird hauptsächlich in der Leber synthetisiert, kann jedoch ebenfalls durch die Nahrung zugeführt werden. Im menschlichen Körper wird Cholesterin – darunter das HDL-Cholesterin (High Density Lipoprotein) und das LDL-Cholesterin (Low Density Lipoprotein) – von zwei speziellen Proteinen (den sogenannten Lipoproteinen) transportiert, welche das Cholesterin zu binden vermögen. Der Gesamtcholesterinspiegel umfasst beide Transportproteine des Körpers. Er wird üblicherweise gemessen, um eine Hypercholesterinämie (zu viel Cholesterin) zu diagnostizieren oder ihr vorzubeugen, da sie einen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen darstellt. Deshalb sollte man auf die zugeführte Cholesterinmenge und den Gesamtcholesterinspiegel achten.

DIE AUFGABEN DES CHOLESTERINS IM KÖRPER
Cholesterin ist ein wichtiger Strukturbestandteil der Zellmembran und trägt zu ihrer Stabilität und Festigkeit bei. Darüber hinaus dient Cholesterin als Vorstufe für viele lebenswichtige Moleküle. So ist es beispielsweise an der Synthese der Steroidhormone (Aldosteron und Cortisol), an der Produktion von steroidalen Geschlechtshormonen (Östrogen, Progesteron und Testosteron) sowie an der Vitamin-D-Synthese beteiligt. Und schliesslich trägt Cholesterin auch zur Produktion von Gallensalzen bei, die sich in der für die Verdauung von Fett unerlässlichen Gallensäure befinden.

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Musiktherapie: ein sanfter Behandlungsansatz

MUSIK HILFT, DIE PFLEGE AUF EINER INTENSIVSTATION BESSER ZU ERTRAGEN
Patienten auf der Intensivstation benötigen weniger Beruhigungsmittel, wenn sie entspannende Musik hören. Stellen Sie sich vor, dass Sie auf der Intensivstation liegen und künstlich beatmet werden. Vorher litten Sie unter Atembeschwerden, beispielsweise aufgrund einer Lungenentzündung oder einer Herzinsuffizienz. Ihre Lunge war deshalb nicht in der Lage, Ihren Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Die Ärzte haben aus diesem Grund einen Schlauch durch den Mund in Ihre Luftröhre eingeführt (Intubation), um Abhilfe zu schaffen. Ein Beatmungsgerät versorgt nunmehr Ihre Lunge über diesen Schlauch mit Sauerstoff, wodurch eine körperliche Erschöpfung vermieden wird. Natürlich ist eine solche Situation mehr als unangenehm. Ausserdem befinden Sie sich in einem kritischen Gesundheitszustand und das von Pieptönen, Alarmsignalen, dem Lärm der Beatmungsgeräte und den Geräuschen der anderen Patienten geprägte Umfeld der Intensivstation ist alles andere als beruhigend. Solche Situationen verursachen starke Angst. Diese wiederum aktiviert das sympathische Nervensystem welches die Herzfrequenz steigert, wodurch das Herz noch mehr Sauerstoff benötigt, obwohl der Körper bereits die grösste Mühe hat, alle Zellen mit Sauerstoff zu versorgen. In solchen Fällen werden den Patienten im Allgemeinen hochdosierte Beruhigungsmittel verabreicht, um ihnen das Atmen zu erleichtern.

MUSIK AUF WUNSCH
In den Vereinigten Staaten wandte die leitende Oberärztin Linda Chlan die Musiktherapie an, um bei einer Gruppe von 373 intubierten und künstlich beatmeten Patienten auf der Intensivstation die Angst zu lindern. Die Patienten mussten ausreichend bei Bewusstsein sein, um dem Versuch zustimmen zu können, demzufolge war die ihnen verabreichte Beruhigungsmitteldosis relativ gering. Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt (randomisiert): Den Patienten der ersten Gruppe wurde Musik angeboten, die Patienten der zweiten Gruppe erhielten einen Gehörschutz, und die Patienten der Kontrollgruppe wurden wie üblich ohne Musik behandelt. Die Patienten der «Musikgruppe» wurden von einer Musiktherapeutin betreut: Sie stellte ihnen ein CD-Lesegerät, einen Kopfhörer und eine Auswahl von sechs CDs mit entspannender Musik zur Verfügung. Die Musik wurde eingesetzt, sobald der Patient den Wunsch danach äusserte. Anschliessend nahm das Team von Dr. Chlan Messungen vor, die sich auf drei Kriterien stützten: den täglichen Angstlevel des Patienten auf einer Skala von 1 bis 100, die Dosis sowie die Verabreichungshäufigkeit der von den Ärzten verschriebenen Beruhigungsmittel.

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Die Lichttherapie – eine bewährte Behandlungsmethode

Die Lichttherapie besteht darin, sich täglich von einer speziellen Lampe mit sehr hellem Licht bestrahlen zu lassen, die mit Ausnahme des UV-Bereichs das gesamte Spektrum des Sonnenlichts beinhaltet. Das Ziel besteht in erster Linie darin, Störungen in Zusammenhang mit der inneren biologischen Uhr, wie zum Beispiel die Winterdepression, zu behandeln.

Die Lichttherapie wird auch bei anderen Symptomen eingesetzt, die mit einer Störung der inneren Uhr zusammenhängen können, zum Beispiel bei Schlafstörungen, prämenstruellem Syndrom oder bei Problemen infolge einer Zeitverschiebung (Jetlag) oder von Nachtarbeit. Die Lichttherapie kann auch bei bestimmten Depressionserkrankungen (zum Beispiel im Falle einer Wochenbettdepression oder einer nichtsaisonalen Depression bei älteren Menschen) Abhilfe schaffen.

Sie könnte bei diesen Krankheitsbildern auch vorbeugend wirken und eignet sich insbesondere für Menschen, die Jahr für Jahr an einer leichten «Winterdepression» leiden oder die an ihrem Arbeitsplatz, sei es in einem Büro oder in einer Fabrik, kein Tageslicht haben.

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