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Die fünf häufigsten Zwangsstörungen

Zwangsstörungen gehören zu den psychiatrischen Störungen, die in den meisten Fällen während der Pubertät zum ersten Mal auftreten. Die Betroffenen leiden an einem inneren Zwang bzw. einem unwiderstehlichen Drang, der mit panischer Angst, Unbehagen oder Ekel verbunden ist. Zwangsgedanken bzw. Zwangshandlungen äussern sich meist in Form von Ritualen und können über mehrere Stunden anhalten. Nachfolgend haben wir die geläufigsten Zwangsstörungen kurz beschrieben: 

REINIGUNGS- UND WASCHZWÄNGE
Menschen, die an dieser Zwangsstörung leiden, haben übermässige Angst oder empfinden Ekel vor Körperflüssigkeiten oder -ausscheidungen aller Art sowie vor Bakterien, Viren, Umweltschadstoffen, Abfall, Insekten, Keimen usw. Allein der Anblick bzw. ein äusserer Reiz kann genügen, um eine Krise auszulösen. Der physische Kontakt mit einer Verunreinigung veranlasst die betroffene Person aus Angst, sich anzustecken oder schmutzig zu werden, zu übertriebenen Waschritualen: Sie hat das unwiderstehliche Bedürfnis, mehrmals täglich ausgiebig zu duschen und sich ständig die Hände zu waschen. Solche Menschen neigen ebenfalls dazu, ihr Zuhause unentwegt zu putzen.

KRANKHAFTER ZWEIFEL UND ZWANGSBEFÜRCHTUNGEN
Die betroffenen Personen haben permanent Angst, etwas vergessen und/oder einen Fehler gemacht zu haben. Diese Form der Zwangsstörung äussert sich darin, dass die Betroffenen alles systematisch und übertrieben oft kontrollieren. Krankhafter Zweifel geht häufig mit mehr oder weniger zwingenden Kontrollritualen einher, die gemäss einer genauen Abfolge ausgeführt werden. Die Patienten überprüfen beispielsweise fünfmal hintereinander, ob sie die Tür richtig abgeschlossen haben, und können dieses Ritual bei grosser Angst auch mehrmals wiederholen. Andere lesen einen Text zehnmal durch, weil sie befürchten, einen Fehler übersehen zu haben.

MAGISCHE GEDANKEN UND ABERGLAUBE
Menschen, die an dieser Zwangsstörung leiden, sind von der Angst besessen, dass sie ihren Mitmenschen Unglück bringen oder gar ein schreckliches Ereignis auslösen könnten. Sie sind fest davon überzeugt, dass eine bestimmte Zahl, eine Farbe oder ein Zeichen eine Katastrophe herbeiführen kann. Diese zwanghaften Gedanken haben oft einen religiösen bzw. spirituellen Hintergrund: Angst vor Blasphemie, Angst, ein Sakrileg zu begehen, ständige Unterteilung in „Gut“ und „Böse“ … Die zwanghafte Angst vor Unglück sowie Aberglaube werden häufig von beschwörerischen Ritualen begleitet, die in Form von Wiederholungen einer Handlung (beispielsweise muss ein bestimmter Gegenstand dreimal hintereinander berührt werden), eines Wortes oder eines Zählzwangs (Arithmomanie) erfolgen können.

ZWANGHAFTES BEDÜRFNIS NACH SYMMETRIE UND GENAUIGKEIT
Menschen, die an dieser Form der Zwangsstörung leiden, haben ein starkes Bedürfnis nach der geometrischen Anordnung von Gegenständen, sind extrem ordnungsbewusst und räumen ständig auf. Dieser Ordnungswahn geht mit Anordnungs- und Prüfritualen einher: Jedem Gegenstand wird ein ganz bestimmter Platz zugeordnet, alles muss symmetrisch sein. Manche Betroffene verbringen darüber hinaus viel Zeit damit, jedem Gegenstand den richtigen Platz zuzuweisen. Ein Objekt, das nicht an seinem Platz ist, kann bei solchen Menschen panische Angst hervorrufen und mitunter unsinnige Gedanken auslösen, wie zum Beispiel: «Wenn dieser Gegenstand nicht an seinem Platz ist, wird sich ein Unfall ereignen». Das zwanghafte Bedürfnis nach Symmetrie und Genauigkeit kann auch dazu führen, dass die Betroffenen sich selbst verbieten, bestimmte Gegenstände zu berühren bzw. zu verwenden.

HORT- UND SAMMELZWÄNGE
Vom Hort- und Sammelzwang betroffene Menschen haben Angst davor, versehentlich etwas Wertvolles oder Wichtiges wegzuwerfen, wobei es ihnen schwer fällt, zwischen wichtigen und wertlosen Sachen zu unterscheiden. Sie horten unnütze Gegenstände und mitunter sogar Müll, sammeln stapelweise Prospekte, alte Zeitschriften oder andere Dinge. Manche Patienten fokussieren sich auf eine bestimmte Art von Gegenständen, andere sammeln wahllos alles, was ihnen zwischen die Finger kommt. Allein der Gedanke, sich von Gegenständen trennen zu müssen, ruft bei ihnen grosse Angst hervor.

Quelle: www.passeportsante.org / Abbildung: Freepik, Rawpixel.com

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Sonne: Kennen Sie Ihren Hauttyp?

Sowohl die Dauer des Sonnenbades als auch die Wahl des Sonnenschutzes hängen vom jeweiligen Hauttyp ab. Bei rothaarigen Menschen mit hellen Augen ist besondere Vorsicht geboten, denn ihre Haut ist längst nicht so gut gegen UV-Strahlen gewappnet wie die von dunkelhaarigen und braunäugigen Personen. Sobald die warme Jahreszeit beginnt, muss dieser Tatsache ernsthaft Rechnung getragen werden.

In der Dermatologie wird zwischen sechs verschiedenen Haut- bzw. sogenannten «Phototypen» unterschieden. Diese Klassifizierung ist angesichts der zahlreichen ethnischen Mischtypen äusserst theoretisch, gibt jedoch dennoch Auskunft über die Sensibilität der Haut gegenüber UV-Strahlung. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass jede Haut, unabhängig vom Phototyp, sonnenbrandgefährdet ist.

Während es bei den Phototypen 2 bis 6 ausreicht, die Haut langsam an die Sonneneinstrahlung zu gewöhnen, um sie besser vor den UV-Strahlen schützen zu können, ist dies bei lichtempfindlichen Menschen, die dem Phototyp 1 angehören (Rothaarige mit grünen Augen) nicht der Fall, weil ihre Haut als Reaktion auf die UV-Strahlen kein Melanin produziert und sich ihre Haut sofort und übergangslos rot färbt. Übrigens ist Melanin ein Molekül, das insbesondere in den Haaren und in der Haut vorhanden ist, und sie vor den aggressiven UV-Strahlen schützt. Wer dem Phototyp 2 (nordischer Typ) angehört, hat eine gewisse Chance, sich im Laufe des Sommers über eine goldbraune Hautfarbe freuen zu können, während Menschen der Phototypen 3 und 4 (Mischtyp und mediterraner Typ) sich lediglich zu Beginn der warmen Jahreszeit vor der Sonne schützen und im Hochsommer die Sonnenbestrahlung der heissen Mittagsstunden meiden sollten.

Inder und Afrikaner können getrost auf Sonnencreme verzichten, denn das Risiko, nach einem Sommer am Genfer See ein Melanom (Hautkrebs) zu entwickeln, ist bei ihnen äusserst gering. Bei den hellen Phototypen ist diese Gefahr jedoch dreimal höher. Allgemein wird geraten, sich vor allem in den Bergen nicht ohne Kopfbedeckung der Sonne auszusetzen und sich vor Sonnenstichen in Acht zu nehmen.

HAUTPATCHES UND APPS, UM SICH VOR DEN UV-STRAHLEN ZU SCHÜTZEN
Die verschiedenen Kosmetikmarken lassen sich ständig neue Mittel und Wege einfallen, um die Haut wirksam vor der Sonne zu schützen. Es gibt sogar selbstklebende Hautpatches, die direkt auf der Haut angebracht werden und bis zu fünf Tage dort verbleiben sollen, um die individuelle UV-Belastung genau mitzuverfolgen. Anschliessend wird das Patch mit einem Smartphone fotografiert und der Grad der UV-Einstrahlung mit Hilfe einer App ermittelt. Je nach Ergebnis wird der Benutzer gegebenenfalls aufgefordert, seine Haut mit einem Sonnenschutzmittel zu schützen. Vernetzte Objekte, Patches und andere Anwendungen sind tatsächlich recht praktisch, um sich bewusst zu machen, wie lange wir uns der Sonne aussetzen sollten und welche Risiken damit verbunden sind. Ohne diese elektronischen Hilfsmittel dürfte jedoch auch der gesunde Menschenverstand genügen, um ein vernünftiges Verhalten an den Tag zu legen.

Mehrere Apps bieten die Möglichkeit, den UV-Index nach geografischen Regionen zu berechnen, da die Intensität der Sonneneinstrahlung von Ort zu Ort verschieden ist. Eine Faustregel gilt jedoch in jedem Fall für die Phototypen 2, 3 und 4: Während der Mittagsstunden möglichst im Schatten bleiben, regelmässig Sonnencreme mit einem Schutzfaktor von mindestens 25 auftragen, Kindern ausserdem ein UV-dichtes T-Shirt anziehen und einen Sonnenhut und eine Sonnenbrille tragen. Hier sei daran erinnert, dass selbst die sogenannten Sunblocker bzw. Sonnencremes mit sehr hohem Lichtschutzfaktor zur Mittagszeit gegen Tropensonne nicht viel ausrichten können!

Quelle: www.planetesante.ch / Abbildung: Freepik, Macrovector

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Allergische Reaktionen: Erkennen von örtlich begrenzten Symptomen

In den meisten Fällen beschränken sich die Symptome der Allergie auf die Körperstelle, an der der Kontakt mit dem Allergen stattgefunden hat (Nase, Augen, Lunge, Haut), und sie sind nicht lebensbedrohlich. In seltenen Fällen kannjedoch eine Behandlung erforderlich sein.

Das Spektrum der Symptome ist bei Allergien sehr breit gefächert und oft verwirrend, denn es können so gut wie alle Organe betroffen sein. Allergene gelangen über drei Wege in den Körper: Haut, Atemwege oder Verdauungstrakt. Die Reaktionen sind meist lokal. Allgemeine Symptome im Rahmen einer allergischen Reaktion können den gesamten Organismus in Mitleidenschaft ziehen und müssen sofort behandelt werden.

Lokale Reaktionen dagegen fallen sehr unterschiedlich aus und sind von Person zu Person verschieden stark ausgeprägt. Auch können sich die Symptome im Laufe der Zeit verändern: In manchen Fällen tritt eine Besserung ein, in anderen eine Verschlechterung.

LAUFENDE NASE

Einige wenige Pollenkörner in der Luft genügen, um anfallartige Niesattacken auszulösen, die bei entsprechend veranlagten Menschen ebenso unkontrollierbar wie heftig sein können. In schweren Fällen müssen die betroffenen Personen 10 bis 30 Mal hintereinander niesen und werden zudem wiederholt von Niessalven heimgesucht. Es ist also nicht verwunderlich, dass sie sich danach müde und erschöpft fühlen.

Die Attacken treten häufig in den frühen Morgenstunden auf und sind von Juckreiz im Nasen-Rachenraum und einer laufenden Nase begleitet. Das Nasensekret ist dünnflüssig und wasserähnlich und kann somit nicht mit einem virusbedingten Schnupfen verwechselt werden.

Ebenso charakteristisch für einen allergischen Schnupfen ist die verstopfte und/oder juckende Nase. Meist ist sie beidseitig verstopft, was auf eine Schwellung der Nasenschleimhäute und auf eine Sekretbildung zurückzuführen ist. Zudem kann sich eine ständig verstopfte Nase nachts als besonders unangenehm erweisen, da die Schlafqualität beeinträchtigt wird.

TRÄNENDE AUGEN

Heuschnupfen geht oft mit einer allergischen Bindehautentzündung (Konjunktivitis) einher. Die Augen sind gereizt, als hätte man Sand unter den Augenlidern, intensives Kribbeln und Brennen lösen einen unerträglichen Juckreiz aus, und wer darauf mit Kratzen reagiert oder sich die Augen reibt, wird mit einer Schwellung der Lider und einer Rötung des Augapfels bestraft. Zusätzlich zum fiebrigen Blick scheinen die Augen ständig den Tränen nahe zu sein und vertragen kein Licht mehr.

Bei Personen, die ständig Allergenen ausgesetzt sind (Tierhaaren, Hausstaubmilben, Schimmelpilzen), sind die Symptome weniger stark ausgeprägt, aber nicht minder beschwerlich: tränende rote Augen, verklebte Augenlider am Morgen, durch Reiben und Kratzen ausgerissene Wimpern.

JUCKREIZ IM MUND UND AUF DER HAUT

Schale und Fruchtfleisch bestimmterObst- oder Gemüsesorten (Äpfel, Birnen, Kirschen, Pfirsiche, Tomaten, Karotten …) sowie bestimmte Gewürze (Paprika, Curry …) können sofort nach dem Verzehr Juckreiz in Mund und Rachen auslösen.

Von Ekzem betroffene Hautstellen jucken schrecklich und fühlen sich rau und schuppig an. Es bilden sich Papeln, d. h. winzig kleine, mit einer farblosen Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die durch Kratzen aufplatzen und nässen. Später trocknen sie aus und bilden Krusten. Oft tritt vor den ekzematischen Schüben ein starker Juckreiz auf. In der akuten Phase verblasst die zuvor gerötete Hautstelle, die Schwellung geht zurück, und die Haut wird trocken und schuppt.

Bei einem chronischen Ekzem ist die Haut mehr oder weniger permanent trocken und schuppig. Im späteren Stadium kann sich eine sogenannte Lichenifikation (Flechtenbildung), d. h. eine grossflächige, lederartige Verdickung der Haut entwickeln. Manchmal kommt es infolge von Kratzen zu Hautabschürfungen oder tieferen Läsionen. Sind Handinnenflächen oder Fusssohlen von einem Ekzem betroffen, ist die Haut rissig und spröde. Diese Risse sind besonders unangenehm und verursachen mitunter starke Schmerzen.

Bei Kindern, insbesondere im Vorschulalter, nehmen Ekzeme unterschiedliche Formen an. Auf den roten Plaques können sich kleine Bläschen oder Schorf bilden; sie können aber auch extrem trocken sein oder nässen. In jedem Fall jucken die Stellen stark, allerdings wird angenommen, dass Babys unter sechs Monaten diesen Juckreiz nicht verspüren. Bei Säuglingen sind vor allem Gesicht, Wangen, Stirn und Kinn von den ekzematösen Hautveränderungen betroffen. Ab dem zweiten Lebensjahr und manchmal auch schon früher treten die Hautveränderungen oft an den Ellenbeugen, in den Kniekehlen und an den Füssen, oder auch am Hals, rund um den Mund oder an den Händen auf. Genau wie bei Erwachsenen führt intensives Kratzen zu Hautverdickungen.

QUADDELN AUF DER HAUT

Die Symptome der Nesselsucht (Urticaria) sind unverwechselbar: Hautausschläge mit reliefartigen Erhebungen, ähnlich wie sie durch die Berührung von Brennnesseln hervorgerufen werden. In bestimmten Fällen kann es auch zu Schwellungen tieferer Hautschichten – sogenannten «Angioödemen» – kommen. Nesselsucht zeichnet sich ebenfalls durch winzig kleine weissliche bis blassrosafarbene Bläschen aus, die sich auf der Haut bilden und Quaddeln genannt werden. Diese Quaddeln sind flüchtige Erscheinungen und «wandern»: Es handelt sich um sehr plötzlich und schubweise auftretende Hautveränderungen, die ebenso rasch wieder verschwinden und mit heftigem bis unerträglichem Juckreiz einhergehen. Sie können die Grösse eines Stecknadelkopfes haben oder grössere Hautflächen bedecken, die einer Landkarte ähneln. In einigen Fällen kann die Nesselsucht jedoch schwerwiegende Reaktionen auslösen. 

VERDAUUNGSSTÖRUNGEN

Der Magen kann auf bestimmte Nahrungsmittel mit Brennen, Übelkeit und Erbrechen reagieren. Es handelt sich um unspezifische Symptome, die ebenso gut Anzeichen einer Magenverstimmung bzw. einer Lebensmittelvergiftung oder einer Nahrungsmittelintoleranz sein können. Deshalb ist es wichtig, einen Facharzt aufzusuchen, um der Sache auf den Grund zu gehen und eine genaueDiagnose zu stellen.

KEUCHENDE ATMUNG

Allergene, die in der Luft schweben, wie zum Beispiel Pollen oder Katzenhaare, können sehr tief in den menschlichen Organismus eindringen. Gelangen sie über die Atemwege in die Bronchien einer überempfindlichen Person, verengen sich diese krampfartig und man spricht von einem Bronchialkrampf oder Asthma bronchiale. Die Luft kann nicht mehr aus der Lunge ausströmen, und das Ausatmen muss forciert werden. Bei der insgesamt verlängerten Ausatmung kommtes aufgrund der Verengung der unteren Atemwege zu Kurzatmigkeit und zur Verstärkung der Strömungsgeräusche, d. h. zu pfeifender Atmung,der Arzt nennt das «Giemen». Gut zu wissen: Ein Asthmaanfall kündigt sich manchmal bereits durch trockenen Husten an, bevor die pfeifende Atmung eintritt.

ALARMSIGNALE FÜR EINEN ASTHMAANFALL

Es gibt Anzeichen für einen schweren Asthmaanfall, der eine Notfallbehandlung erfordert. Die liegende Position ist für die betroffene Person unerträglich, sie hat das Gefühl zu ersticken, das Ein- und vor allem das Ausatmen wird immer schwieriger und löst Schweissausbrüche, eine Beschleunigung der Herzfrequenz und grosse Angst aus. Finger und Lippen können sich bläulich-violett verfärben, was eindeutig auf die Abnahme der Sauerstoffmenge im Blut hinweist. Asthma kann ebenfalls in Form ständiger Kurzatmigkeit auftreten, zu der sich zusätzlich Asthmaanfälle gesellen.

Quelle: www.planetesante.ch / Abbildung: Freepik, macrovector

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Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper: Fit bleiben im Alter

Dass wir mit jedem Atemzug älter werden, lässt sich nicht vermeiden, dennoch können wir dafür sorgen, dass Körper und Gehirn fit bleiben. Viel Bewegung, eine geeignete Ernährung und gute zwischenmenschliche Beziehungen sind das Erfolgsrezept für einen angenehmen Lebensabend.

Der Zahn der Zeit geht an niemandem spurlos vorbei. Ab dem 65. Lebensjahr lassen unsere Vitalfunktionen nach. Das Risiko, dass die Funktionstüchtigkeit unserer Organe und Gewebe von verschiedenen Krankheiten beeinträchtigt wird, steigt. Aber auch ohne Langlebigkeitspille können wir aktiv dazu beitragen, möglichst lange topfit zu bleiben.

REGELMÄSSIGE BEWEGUNG UND AUSREICHENDE ERNÄHRUNG

Es ist allseits bekannt, dass körperliche Betätigung die Gesundheit fördert. Natürlich ist es am besten, wenn man sich bereits in jungen Jahren ausreichend bewegt, aber es ist nie zu spät, um damit zu beginnen. Körperliche Fitness bringt viele Vorteile: geringeres Risiko, an Arthrose oder Osteoporose zu erkranken, straffere Muskeln, besseres Gleichgewicht (und somit geringere Sturzgefahr), darüber hinaus weniger Herz-Kreislauf Erkrankungen und ein stärkeres Immunsystem.

Zweitens ist es wichtig, gut und in ausreichenden Mengen zu essen, um altersbedingten Gesundheitsproblemen entgegenzuwirken: Bei Senioren und insbesondere bei sehr betagten Personen ist Unterernährung ein häufig auftretendes Problem. Eine ausreichende Kalorienzufuhr mit hochwertigen Fettstoffen muss unbedingt gewährleistet sein, um eine Schwächung des Körpers zu vermeiden. Deshalb ist es ratsam, die Speisen mit Öl oder Butter anzureichern bzw. Käse und Eier zu verzehren. Bei Appetitmangel empfiehlt es sich, mehrmals täglich kleine Portionen zu essen.

Darüber hinaus neigen ältere Menschen dazu, zu wenig zu trinken; die tägliche Aufnahme von mindestens 1,5 Liter Wasser ist unbedingt erforderlich, um eine Dehydratation zu vermeiden. Von übermässigem Alkoholgenuss wird abgeraten, aber gegen ein Gläschen Rotwein pro Tag ist nichts einzuwenden, zumal aus zahlreichen Studien hervorgeht, dass die darin enthaltenen Antioxidantien und die appetitanregende Wirkung die Lebenserwartung verbessern.

GEHIRNTRAINING STIMULIERT DIE NEURONEN

Mit zunehmendem Alter nimmt auch die kognitive Leistungsfähigkeit ab. Die Geschwindigkeit, mit der Informationen verarbeitet werden, lässt nach, die Konzentrationsfähigkeit und das Erinnerungsvermögen nehmen ab. Geistige Aktivitäten tragendazu bei, den kognitiven Abbau zu verlangsamen, wobei es keine Rolle spielt, für welche Art von geistiger Betätigung Sie sich entscheiden: Lesen, Kreuzworträtsel lösen, Scrabble oder Schachspielen, Kinobesuche oder die Teilnahme an Konferenzen ermöglichen älteren Menschen, geistig rege zu bleiben. Intensive intellektuelle Aktivitäten geben dem Leben einen Sinn und tragen dazu bei, der als «Neuronenkiller» geltenden Alltagsroutine ein Schnippchen zu schlagen. Ausserdemwurde nachgewiesen, dass dadurch die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit verzögert wird.

Es ist also auf jeden Fall von Vorteil, sich ständig neue Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen. Entgegen der landläufigen Meinung hängt unsere Lernfähigkeit keineswegs vom Alter ab. Somit steht fest, dass das Auffassungsvermögen der Senioren durch den kognitiven Abbau nicht beeinträchtigt wird. So zum Beispiel ist die Aufnahme eines Studiums eine Herausforderung, die betagte Menschen wieder aufblühen lässt. Aus diesem Grund wurden «Universitäten des dritten Lebensalters» geschaffen, damit Rentner ein Studium in einem geeigneten Rahmen aufnehmen können.

DIE BEDEUTUNG DES SOZIALEN UMFELDS

Soziale Beziehungen spielen eine entscheidende Rolle, um die körperliche, geistige und psychische Gesundheit aufrechtzuerhalten. Zahlreiche Studien haben die negativen Auswirkungen der Einsamkeit auf das allgemeine Wohlbefinden aufgezeigt und kommen allesamt zur Schlussfolgerung, dass soziale Isolation die Krankheitsanfälligkeit erhöht. Zwischenmenschliche Beziehungen regen uns hingegen an, regelmässig auszugehen, gut zu essen, uns zu bewegen, weiterhin unseren Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen und uns mit anderen auszutauschen.

Die Anwesenheit von nahestehenden Personen – ob Freunde oder Familienmitglieder – tut uns auf jeden Fall gut. So ist zum Beispiel die Betreuung der Enkelkinder eine ausgezeichnete Möglichkeit, «am Ball zu bleiben» und seine Lebenserfahrung mit den jüngeren Generationen zu teilen. Wer keine Familie in der Nähe hat, kann Clubs oder Vereinen beitreten, um Gleichgesinnte kennenzulernen. Menschen sind soziale Wesen, die ihr ganzes Leben lang ein starkes Kommunikationsbedürfnis haben. Für ältere Menschen ist es besonders wichtig, gesellschaftliche Beziehungen zu pflegen, um das Selbstvertrauen zu stärken und ihren Platz in der Gesellschaft zu behaupten.

Quelle:www.planetesante.ch / Abbildung: Freepik, Macrovector

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Ist es möglich, Phobien mithilfe von Hypnose zu bewältigen?

Phobien treten in sehr vielfältigen Formen auf – Angst vor Spinnen oder Schlangen, Klaustrophobie (Raumangst), Panik bei dem Gedanken, mit einem Flugzeug zu fliegen oder einen Fahrstuhl zu benutzen, panische Angst vor Wasser, Schulphobie, Agoraphobie (Platzangst), um nur einige zu nennen – und könnenden Alltag der Betroffenen stark einschränken. Hypnose kann dazu beitragen, die Patienten in nur wenigen Sitzungen von ihren Phobien zu befreien.

Eine Phobie ist eine übermässige und irrationale Angst vor bestimmten Objekten/Tieren oder Situationen. Sie kann auch mit Traumata und traumatischen Ereignissen verbunden sein: Angst, zu ersticken, Angst, verlassen zu werden, Angst vor weiten, offenen Flächen usw.

Solche Phobien können mithilfe von Hypnose geheilt werden. Der Patient wird in einen veränderten Bewusstseinszustand versetzt – er befindet sich nicht in einem schlafähnlichen Zustand, sondern ist völlig wach, aktiv und wirkt mit. Jenseits des normalen Alltagsbewusstseins und dem Unterbewusstsein gibt es eine Bewusstseinsebene, die alle Informationen über uns selbst enthält. Und genau von dieser Bewusstseinsebene wird unser Unterbewusstsein gesteuert.

In dem veränderten Bewusstseinszustand der Hypnose hat der Patient Zugang zu allen Informationen über sich selbst, einschliesslich jener, die unangemessene Verhaltensweisen auslösen können. Somit ist die hypnotisierte Person unter Anleitung des Therapeuten und mithilfe von Symbolen und Visualisierungen in der Lage, die Ursprünge ihres Unbehagens zu ermitteln und zu beeinflussen, ihre Phobien zu heilen oder andere Verhaltensweisen anzunehmen (Rauchstopp, Einstellung von Nahrungszwängen usw.).

Bei einer Hypnosesitzung wird auch versucht, den sekundären Nutzen der Phobie zu identifizieren, nämlich die «Vorteile», welche die Person veranlassen, ihre Phobie beizubehalten. Ziel ist, diesen unnötigen Programmen oder Angstquellen auf die Spur zu kommen und sie positiv umzuprogrammieren.

Zweck der Hypnose ist, Zugang zum Unterbewusstsein des Patienten zu erhalten, um Blockaden zu beseitigen und das Wohlbefinden wiederherzustellen. In der Regel genügt bereits eine Sitzung, um einfache Phobien loszuwerden. Bei Phobien in Zusammenhang mit traumatischen Ereignissen sind zwei bis drei Sitzungen erforderlich, um ein positives Ergebnis zu erzielen. Nach der erfolgreichen Behandlung kann der Patient Flugzeuge, Schulen, Spinnen, Schlangen, Fahrstühle, Meeresbäder und sogar Tauben problemlos in sein Leben einbeziehen, ohne in Stress zu geraten.

Quelle: www.passeportsante.net

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Detox-Kuren: unsere Tipps für den Einstieg

Sie haben sich für eine Detox-Kur entschieden? Nachfolgend haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, damit Sie Ihr Ziel entspannt erreichen und Ihre Kur zu einem Vergnügen wird.

Seit einiger Zeit stehen Entgiftungs- bzw. Entschlackungskuren hoch im Kurs. Immer mehr Menschen streben eine natürliche Reinigung ihres Körpers an und machen sich diese aus Nordamerika stammende Gepflogenheit zu eigen. Die Kuren werden in der Regel vor einem Jahreszeitenwechsel durchgeführt, um den Körper auf die Ernährungsumstellung vorzubereiten, welche zwangsläufig im Winter oder Sommer erfolgt.

ABER WAS IST EINE DETOX-KUR ÜBERHAUPT?
Detox-Kuren sollen ihren Ursprung in der Naturheilkunde haben, die, wie ihr Name schon sagt, den Anspruch hat, natürliche Heilmittel einzusetzen. Um Abgespanntheit vorzubeugen und die Anfälligkeit für Viruserkrankungen herabzusetzen, sollte zunächst auf alle Nahrungs- und Genussmittel verzichtet werden, die unserer Gesundheit abträglich sind. Daher werden gesättigte Fettsäuren, Alkohol, raffinierter Zucker, Koffein und Konservierungsmittel für die Dauer der Kur aus dem Speiseplan gestrichen, und der Tabakkonsum muss eingestellt werden. Ziel ist, die Kontrolle über seine Ernährung zurückzugewinnen und dabei Obst und Gemüse den Löwenanteil einzuräumen. So gibt es eine Reihe von Detox-Kuren, bei denen lediglich Rohkost und Obst erlaubt sind, wie z. B. das Saftfasten (ein- bis fünftägige Kur, bei der nur Säfte, Suppen und Smoothies verzehrt werden), die Monodiät (bei der drei Tage lang nur ein einziges Nahrungsmittel gegessen wird) oder eine Obst- und Gemüsekur, die mit pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln vervollständigt wird. Die Dauer dieser Kuren ist sehr unterschiedlich ausgelegt. Sie reicht von einem bis zu dreissig Tagen und hängt von den angestrebten Ergebnissen bzw. den verspürten Wirkungen ab. Dabei sollte ebenfalls zwischen Kur und Diät unterschieden werden, denn die Detox-Kur hat zum Ziel, den Körper zu entlasten und ist nicht zur Gewichtsabnahme gedacht, selbst wenn dies bei einer Umstellung der Ernährung oft als Nebenwirkung von allein eintritt.

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Richtige Verhaltensweisen im Umgang mit Grippe

DAS HÄNDEWASCHEN IST EINE DER WICHTIGSTEN MASSNAHMEN,UM DIE ÜBERTRAGUNG VON GRIPPEVIREN UND ANSTECKUNG ZU VERMEIDEN.
Auf unseren Händen tummeln sich Millionen von Bakterien, darunter auch einige Krankheitserreger. Häufiges Händewaschen rettet jedes Jahr zwischen 5 und 8 Millionen Menschenleben in Spitälern auf der ganzen Welt.

Unsere Hände sind ganz wesentlich an der Verbreitung von Krankheiten beteiligt. Sie übertragen die Krankheitskeime auf verschiedene Weise: entweder durch direkten (Händeschütteln) oder indirekten Kontakt beim Anfassen eines kontaminierten Gegenstandes (Glas, Türklinke, Geldschein, Handtuch usw.). Wenn Augen, Nase oder Mund mit keimverschmutzten Händen berührt werden, ist eine Selbstkontamination nicht auszuschliessen. Auch bei nahem Kontakt zu einer anderen Person, z. B. bei dem in Frankreich beliebten Begrüssungsritual mit Küsschen links und rechts auf die Wange, oder bei einem Kuss auf den Mund kann es zu einer direkten Übertragung der pathogenen (krankmachenden) Keime kommen. Eine weitere Übertragungsweise ist die sogenannte Tröpfcheninfektion, bei der die Krankheitserreger durch Husten, Niesen oder Sprechen der erkrankten Person durch die Luft und kleine Sekret-Tröpfchen weitergegeben werden. Tausende solch kleiner Tröpfchen verbleiben in der Raumluft, werden von Personen des näheren Umfelds eingeatmet und übertragen auf diese Weise Bakterien und Viren.

VIREN- UND BAKTERIEN-NESTER
Wenn eine kranke Person sich schnäuzt oder niest, sind ihre Hände anschliessend mit zehntausend bis einer Million Viren infiziert. Diese Zahlen sind deshalb so weit gefasst, weil sie von der Art des Virus, dem Krankheitsstadium und dem Alter der betroffenen Person abhängen. Bei Rhinoviren (Erkältungsviren) steigt die Viruslast in den ersten Tagen der Infektion steil an und erreicht zwischen dem zweiten und vierten Tag nach Auftreten der ersten Symptome ihren Höhepunkt. Aber Vorsicht: Ansteckungsgefahr besteht bereits ein bis zwei Tage vor dem Ausbruch der Krankheit und den ersten Symptomen, fünf Tage danach ist sie jedoch schon wieder gebannt. Bei der Grippe ist es ähnlich. Die Viruslast ist zu Beginn der Erkrankung besonders hoch, weil die Produktion von Antikörpern erst anläuft und unsere Immunabwehr noch nicht all ihre Kräfte mobilisiert hat. Menschen, die nie geimpft wurden oder wenig Kontakt mit dieser Art von Viren hatten, sind wesentlich ansteckender. Dies gilt für sehr kleine Kinder, die aufgrund der geringen Vorbelastung durch diese Viren und ihres weniger ausgereiften Immunsystems eine höhere Viruslast tragen. Deshalb ist die Virenkonzentration im Sekret niesender Kinder wesentlich höher.

Darüber hinaus vergessen die Kleinen oft, beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, und sie waschen sich weniger häufig die Hände. Eine warme und feuchte Umgebung bietet den Viren und Bakterien hervorragende Lebensbedingungen, wodurch sie noch länger überleben können. Überhaupt fühlen sich Viren auf lebenden Oberflächen wie unserer Haut oder in Hautfalten wohler als auf unbelebten Flächen, auf denen sie schnell vertrocknen und absterben.

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Die wohltuende Wirkung der Thalassotherapie

Bei der Thalassotherapie wird die Heilwirkung von Meerwasser und ganz allgemein der Meeresumwelt (Algen, Schlick, Sand, Seeluft und -klima usw.) für therapeutische Zwecke genutzt. Eine Thalassotherapie erfolgt stets unter ärztlicher Aufsicht und wird in spezialisierten Einrichtungen am Meer angeboten.

Solche Kuren bieten viele Vorteile, wie zum Beispiel die Regeneration des Körpers und die Stärkung des Immunsystems. Sie werden darüber hinaus zur Vorbeugung und Behandlung von schmerzhaften Lumbalgien (Rückenschmerzen), Fibromyalgien, degenerativen Rheumaerkrankungen wie Arthritis (Gelenkentzündung) oder Arthrose (Gelenkabnutzung), Durchblutungsstörungen, chronischer Herzinsuffizienz, Angstzuständen und Depression und sogar von bestimmten dermatologischen Erkrankungen wie Psoriasis empfohlen.

THALASSOTHERAPIE: EIN WENIG GESCHICHTE …
Der therapeutische Nutzen der Thalassotherapie ist seit der Antike bekannt: Bereits die Ägypter, Griechen und Römer verwendeten Meerwasser in Form von Bädern (ganzer Körper) oder Güssen (bestimmte Körperteile) und Schlick (Meeresschlamm für heisse Umschläge) zur Behandlung ihrer Beschwerden. Jahrhunderte später, im Jahre 1865, wurde der Begriff «Thalassotherapie» in Frankreich von Dr. Joseph La Bonnardière offiziell geprägt: Er kombinierte zwei griechische Wörter – thalassa (Meer) und therapeia (Behandlung) –, um die wohltuende Wirkung von Meerwasserbädern anzupreisen.

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Eine saisonal abhängige Depression heilen

Regelmässig gegen Herbstende leiden manche Menschen an Depressionssymptomen – dieses Übel kann jedoch geheilt werden Bald sind die letzten Blätter von den Bäumen gefallen, der Himmel ist hoffnungslos grau, und das Licht schwindet mit derselben Geschwindigkeit dahin wie Ihre Schokoladevorräte … Leiden Sie vielleicht an einer saisonal abhängigen Depression? Dabei handelt es sich keineswegs um ein Ammenmärchen; diese Form der Depression kommt sogar recht häufig vor, da zwei bis drei Prozent der Bevölkerung darunter leiden. Etwa zehn Prozent der Betroffenen haben die gleichen Symptome, aber in abgeschwächter Form. Frauen sind stärker davon betroffen als Männer, wofür es keine Erklärung gibt.

DAS PRINZIP DER LICHTTHERAPIE
Unsere Augen sind mit besonderen Zellen ausgestattet, die auf die Erkennung von Licht spezialisiert sind. Diese Ganglienzellen befinden sich unter der Netzhaut. Nachts erkennen sie einen Rückgang der Helligkeit und leiten diese Information an die Zirbeldrüse im Gehirn weiter. Diese Drüse löst daraufhin die Ausschüttung des Müdigkeit auslösenden Hormons Melatonin aus und bereitet unseren Körper auf den Schlaf vor. Während der Herbst- und Wintermonate nimmt die Aussenhelligkeit ab, und so kommt es vor, dass die Zellen den Tagesanbruch nicht wahrnehmen. Der Melatoninspiegel im Blut bleibt dadurch abnorm hoch, was das ungewöhnliche Müdigkeitsgefühl erklärt, das uns tagsüber zu schaffen macht. Um dieser Wintermüdigkeit entgegenzuwirken, werden die Augen bei der Lichttherapie sonnenähnlichem Licht ohne Infrarot- und Ultraviolettstrahlen ausgesetzt, wodurch der Lichtmangel kompensiert und die Melatoninproduktion blockiert wird. Durch die direkte Stimulation der Augenzellen ermöglicht die Lichttherapie gewissermassen, die Störung unserer inneren Uhr auszugleichen und die Symptome einer saisonalen Depression «im Keim zu ersticken». In der medizinischen Fachzeitschrift Revue médicale suisse ist nachzulesen, dass Melatonin in der Tat die Stimmung sowie die serotonergen Kreisläufe beeinflussen kann, die ebenfalls an der Entstehung von Depressionen beteiligt sind.

Saisonal abhängige Depressionen äussern sich durch eine depressive Stimmung, Traurigkeit, Energielosigkeit, mangelnde Freude an den gewohnten Aktivitäten, Konzentrationsschwierigkeiten und ausgeprägte Angstgefühle. Die Winterdepression zeichnet sich im Übrigen durch zwei typische Symptome aus, durch die sie sich von gängigen Depressionsformen unterscheidet. Die Betroffenen neigen zur Esssucht mit einem unbändigen Verlangen nach süssen Speisen, was in 70 bis 80 Prozent der Fälle zu einer Gewichtszunahme führt. Auch der Schlafbedarf ist während dieser Jahreszeit höher.

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Fünf einfache und effiziente Meditationsübungen

Es gibt viele verschiedene Meditationstechniken, sie alle haben jedoch das Ziel, sich selbst besser kennenzulernen und den eigenen Geist zu beruhigen: einfach dazusitzen, im gegenwärtigen Augenblick zu verweilen und allen aufsteigenden Gedanken, Empfindungen und Emotionen gegenüber offen zu sein, ohne zu urteilen. Nachfolgend haben wir fünf Meditationsübungen für Sie zusammengestellt, die Sie ausprobieren können, um herauszufinden, welche am besten zu Ihnen passen.

1. ÜBUNG: ATEMMEDITATION
Setzen oder legen Sie sich bequem hin und schliessen Sie die Augen. Atmen Sie ruhig und tief, und konzentrieren Sie sich ausschliesslich auf Ihre Atmung. Spüren Sie, wie Sie ein- und ausatmen, wie die Atemluft durch Ihre Nase in die Lungen strömt, wie sich Ihr Bauch hebt und senkt … Wenn störende Gedanken auftauchen, jagen Sie diese nicht weg, halten aber auch nicht daran fest, sondern lassen sie einfach vorbeiziehen wie Wolken, und konzentrieren sich so schnell wie möglich wieder auf Ihre Atmung. Diese scheinbar sehr einfache Übung kann zu Anfang schwieriger als angenommen sein, weil Ihre Gedanken unaufhörlich umherschweifen. Halten Sie durch, und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit geduldig immer wieder auf Ihre Atmung zurück. Je öfter Sie üben, desto eher wird sich der Erfolg einstellen. Als Hilfestellung können Sie auch zählen, und zwar folgendermassen: 1 einatmen, 1 ausatmen, 2 einatmen, 2 ausatmen … usw. bis 10. Wenn Ihre Gedanken mit Ihnen durchgegangen sind, beginnen Sie wieder bei 1. Üben Sie zu Anfang nur wenige Minuten und steigern Sie die Zeit, sobald es Ihnen leichter fällt, sich zu konzentrieren.

2.ÜBUNG: MEDITATION MIT BEWUSSTER KÖRPERWAHRNEHMUNG
Diese Übung besteht darin, Ihre Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Teile Ihres Körpers zu lenken.

Setzen oder legen Sie sich dazu bequem hin und schliessen Sie die Augen. Atmen Sie ruhig durch die Nase ein und langsam durch den Mund wieder aus. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Körperteile: zunächst auf den Kopf, Ihren Schädel, die Ohren, Nase, Augen und Lippen. Konzentrieren Sie sich nun auf Ihren Hals und die Innenseite Ihrer Kehle, leiten Sie Ihre Aufmerksamkeit zu den Schultern weiter, dann den Rücken hinab über die Beine bis hinunter zu den Zehen. Kurz gesagt, «scannen» Sie Ihren Körper von oben bis unten und achten Sie dabei auf Ihre Empfindungen: Verspüren Sie Schmerzen im Rücken, nehmen Sie die Atemluft wahr, die in Ihre Lungen strömt, spüren Sie, wie Ihre inneren Organe arbeiten, empfinden Sie ein Unbehagen … Üben Sie zu Anfang nur 5 bis 10 Minuten und steigern Sie die Übungsdauer nach und nach.

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