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Das Fläschchen-Syndrom

Karies greift keinesfalls nur die bleibenden Zähne an. Bereits kleine Kinder, die regelmässig ein Fläschchen mit zuckerhaltigen Getränken bekommen, steuern auf das so genannte Fläschchen-Syndrom zu, das sich durch Karies an mehreren Milchzähnen äussert. Nur durch Vorbeugung und eine rechtzeitige Behandlung können schwere Folgen für die Mundgesundheit vermieden werden.

WAS VERSTEHT MAN UNTER DEM FLÄSCHCHEN-SYNDROM?

Das Fläschchen-Syndrom oder die Fläschchen-Karies ist eine schwere Form von frühkindlicher Karies, bei der sich innerhalb kürzester Zeit an mehreren Milchzähnen Karies bildet.

Das Syndrom entsteht bereits im frühen Alter, wenn Kinder über längere Zeiträume wiederholt zuckerhaltige Getränke wie Fruchtsäfte, Softdrinks oder Milchgetränke zu sich nehmen – übrigens auch dann, wenn diese verdünnt werden. Sehr häufig sind Kinder betroffen, die mit ihrem Fläschchen einschlafen – daher der Name.

Raffinierter Zucker beschleunigt die Säureproduktion durch die Bakterien im Mund. Auch Muttermilch enthält Zucker. Ein Stillkind, bei dem die Zahnung bereits eingesetzt hat, kann daher ebenfalls Karies entwickeln.

Milchzähne reagieren empfindlicher auf den Säureangriff der Bakterien als die bleibenden Zähne, da ihre Schmelzschicht dünner ist. Darüber hinaus sind die ersten Zähne schwieriger zu reinigen. Hinzu kommt, dass kleinere Kinder mehr schlafen und die Produktion des schützenden Speichels während des Schlafs deutlich abnimmt. Die Kombination aus all diesen Faktoren führt deshalb zu einer schnellen Ausbreitung der Zahnschädigung.

WER IST BETROFFEN? 

Frühkindliche Karies an den Milchzähnen ist ein verbreitetes Phänomen. Schätzungen zufolge weisen 20 bis 30 % der Kinder zwischen vier und fünf Jahren mindestens einmal eine nicht behandelte Karies auf. Von der Fläschchen-Karies, einer besonders ernsten und vorzeitigen Form der frühkindlichen Karies, sind etwa 10 % aller Kinder zwischen zwei und vier Jahren betroffen. Wie Studien belegen, ist das Fläschchen-Syndrom in benachteiligten Bevölkerungsschichten besonders verbreitet.

Eine falsche Nutzung des Fläschchens (zu lange oder zum Schlafengehen), schlechte Mundhygiene und Fluormangel fördern die frühkindliche Karies.

Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle: Manche Kinder haben anfälligere Zähne und einen schlechteren Schmelz als andere.

DAS TUT WEH!

Als erstes sind in der Regel die Vorderzähne von Karies betroffen. Meist entsteht sie zwischen den oberen Schneidezähnen. Als erstes wird der kariöse Zahn fleckig. Dann höhlt die Karies den Zahn aus und kann dabei bis zum Zahnhals vordringen. Die Zähne werden zuerst bräunlich, dann schwarz. Die Demineralisierung des Zahnschmelzes und anschliessend des Dentins (Zahnbeins) macht die Zähne sehr empfindlich, so dass sie leicht Schaden nehmen. Ohne Behandlung bleiben von den karieszerfressenen Zähnen nur noch Stummel übrig. Schlimmstenfalls entstehen darüber hinaus Abszesse und Zahnfleischentzündungen. Auch die späteren bleibenden Zähne können gefährdet sein.

Anfangs treten noch keine Schmerzen auf. Doch das ändert sich schnell, sobald die Karies das Zahnmark (Dentin) erreicht und den Zahn aushöhlt. Das Kind klagt beim Essen und beim Kontakt mit heissen oder kalten Speisen oder Getränken. Ist der Nerv betroffen, kann Karies auch zu chronischen Schmerzen oder Zahnweh führen.

Das Fläschchen-Syndrom kann sich auch nachteilig auf die Entwicklung von Mund und Gesicht auswirken, zum Beispiel in Form von Fehlstellung der Zähne bei geschlossenem Mund oder sogar einer verzögerten Sprachentwicklung. Später können Probleme beim Kauen und der Ernährung auftreten, im schlimmsten Fall bis hin zu Mangelernährung und Wachstumseinschränkungen. Aufgrund der Schmerzen ist auch der Schlaf des Kindes gestört. Kopfschmerzen und eine generelle Verschlechterung des Zustands sind die Folgen.

ZAHNPFLEGE

Um die Ausbreitung der Karies zu stoppen, sollte schnellstmöglich eine ärztliche Zahnbehandlung eingeleitet werden. In den meisten Fällen ist das Ziehen der kariösen Zähne unumgänglich. Eventuell kann eine kindergeeignete Krone oder eine sonstige kleine Vorrichtung eingesetzt werden.

Vielleicht werden auch Fluortabletten verordnet, um die Entwicklung des Syndroms einzudämmen. Doch die eigentliche Ursache lässt sich nur mit gründlicher Zahnpflege und -hygiene, einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und in erster Linie dem Erlernen des richtigen Zähneputzens bekämpfen.

Kinder sollten von Anfang an daran gewöhnt werden, Wasser zu trinken. Von zuckerhaltigen Getränken zur Beruhigung oder gar einem Fläschchen zum Einschlafen ist dringend abzuraten.

Ausserdem sollte rechtzeitig der Übergang zur festen Nahrung erfolgen. Entwöhnen Sie Ihr Kind am besten mit etwa einem Jahr vom Fläschchen. Damit verringern Sie das Risiko des Fläschchen-Syndroms erheblich. Überhaupt ist es ratsam, auf raffinierten Zucker zu verzichten und ihn zum Beispiel durch Brot zu ersetzen. Auch wichtig zu wissen: Kariesbakterien werden häufig von den Eltern übertragen. Lecken Sie deshalb lieber nicht den Löffel Ihres Kindes ab.

Schon ab dem frühen Kindesalter ist eine gründliche Mundhygiene unabdingbar. Bereits bei Ihrem Baby können Sie Zähnchen und Zahnfleisch nach der Mahlzeit mit einer feuchten Kompresse abwischen. Ab einem Alter von ca. zwei Jahren kann Ihr Kind unter Anleitung der Eltern eine für sein Alter geeignete Zahnbürste benutzen. Zu einer umfassenden Zahnpflege gehören ab dem Alter von drei Jahren auch regelmässige Kontrolltermine beim Zahnarzt.

Quelle: www.passeportsante.net / Illustration: Freepik, Macrovector

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Transpiration – wann ist es zu viel?

Im Sommer schwitzen wir alle. Doch im restlichen Jahresverlauf produzieren wir durchaus unterschiedliche Mengen an Schweiss. Übermässiges Schwitzen lässt sich jedoch gut behandeln. Vier Fragen und Antworten über Transpiration schaffen Klarheit.

WANN SPRICHT MAN VON ÜBERMÄSSIGER TRANSPIRATION?

Schätzungen zufolge leiden etwa 15 % aller Menschen an übermässigem Schwitzen. Der Gang zum Arzt ist dann nötig, wenn es für den Betroffenen oder sein Umfeld zu belastend wird. Ebenso wie bei schlechtem Atem, leiden auch hier vor allem die Arbeitskollegen. Wenn Sie den Schweissgeruch eines Mitmenschen unangenehm finden, sagen Sie es ihm – Sie tun ihm damit einen Gefallen. In besonders schweren Fällen sind Betroffene sogar chancenlos bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, solange sie sich nicht behandeln lassen. Aufgrund des erhöhten Stresslevels schwitzen sie schon beim Vorstellungsgespräch so übermässig, dass sie es gar nicht erst in die nächste Runde schaffen.

Bei dem besonders extremen Krankheitsbild Hyperhidrose ist der Patient praktisch ständig in Schweiss gebadet. In diesem Stadium ist man kaum noch in der Lage, einen Gegenstand in der Hand zu halten. 

WOHER KOMMT EIGENTLICH DER UNANGENEHME GERUCH VON SCHWEISS?

Schweiss wird von zwei verschiedenen Drüsenarten ausgeschieden. Ekkrine Schweissdrüsen, deren Schweiss kaum riecht, haben wir überall am Körper. Die apokrinen Drüsen hingegen, die unter den Achseln und in der Nähe des Anus liegen, sind indirekt für schlechten Geruch verantwortlich. Der von diesen Drüsen ausgeschiedene Schweiss enthält nämlich Fette und Eiweisse. Diese werden von Bakterien zersetzt, was zu einem unangenehmen Geruch führt.

Um dem entgegenzuwirken, enthalten die meisten Deodorants ausser Duftstoffen zusätzlich antibakterielle Substanzen. Auch Aluminiumsalze kommen häufig zum Einsatz. Sie senken den Feuchtigkeitsgrad in dem Bereich, in dem sie angewendet werden.

HEUTE VIEL, MORGEN WENIG. ÄNDERT SICH DIE TRANSPIRATION?

Ja, und zwar vor allem in Abhängigkeit vom Wetter; schliesslich schwitzen wir in erster Linie, um die Körpertemperatur zu regulieren. Doch nicht nur das Wetter spielt eine Rolle, auch Stress ist eine bekannte Ursache für Transpiration. Wird unser Sympathikus von Angst, Aggressivität oder Fluchtinstinkt aktiviert, steigt der Puls, der Mund wird trocken und auf der Stirn bildet sich Schweiss. Wer also regelmässig unter Stress steht, der schwitzt auch mehr.

Die Schweissproduktion variiert auch je nach Hormonspiegel, vor allem im Verlauf des Menstruationszyklus oder während Schwangerschaft und Menopause. Bestimmte Medikamente, vor allem für das Herz, und Drogen wie Kokain und Amphetamine können ebenfalls die Menge des Schweissausstosses erhöhen.

Darüber hinaus führen verschiedene Krankheiten wie Grippe, Malaria, AIDS, Diabetes oder Funktionsstörungen der Schilddrüse zu stärkerer Transpiration. Mit Sicherheit spielen auch genetische Faktoren eine Rolle.

WAS HILFT GEGEN ÜBERMÄSSIGES SCHWITZEN?

Zwei Behandlungsmethoden werden den betroffenen Patienten besonders empfohlen. Zum einen gibt es die Möglichkeit, Botox in die Achseln zu injizieren. Da es die Schweissdrüsen „lähmt“, wird so die Transpiration für sechs Monate unterbunden.

Bei starkem Handschweiss dagegen wird die Ionophorese als Behandlung angeraten. Dabei werden die Hände in eine Schale gelegt, durch die elektrischer Strom läuft, der die ekkrinen Schweissdrüsen lähmt.

Quelle: www.planetesante.ch / Illustration: Freepik, Gstudioimagen

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Hilfe bei Harninkontinenz

Harninkontinenz führt – tagsüber oder nachts – zu einer unwillkürlichen Abgabe von Urin. Dabei handelt es sich weniger um eine Krankheit, als um eine körperliche Störung, die mit zunehmendem Alter vermehrt auftritt. Schätzungen zufolge ist weltweit jede vierte Frau betroffen (im Alter über 60 mindestens jede dritte). Bei Männern tritt Inkontinenz aus anatomischen Gründen nur halb so oft auf.

Noch immer überwinden sich nur wenige Betroffene, mit ihrem Arzt über ihre Beschwerden zu sprechen. Dabei lässt sich das Problem häufig in den Griff bekommen, selbst wenn es bereits seit Monaten oder sogar Jahren besteht.

VORBEUGUNG GEGEN HARNINKONTINENZ

Wenn Sie bei sich selbst bereits Symptome von Harninkontinenz beobachten, können die folgenden Massnahmen Linderung verschaffen: Ein gesundes Gewicht halten oder wiedererlangen. Das verringert den konstanten Druck von zu vielen Kilos auf Blase und umliegende Muskeln.

Die Beckenmuskeln stärken. Insbesondere Schwangere sollten ihren Beckenboden fit halten. Besonders wer nach der Entbindung Probleme mit Harnverlust hat, sollte den Beckenboden trainieren und eventuell bei einem darauf spezialisierten Physiotherapeuten eine gezielte Rückbildung durchführen.

Prostatabeschwerden vorbeugen und behandeln. Denn auch Prostatitis (Entzündung der Prostata), gutartige Prostatavergrösserungen oder Prostatakrebs können Inkontinenz auslösen. Die beste Vorbeugung besteht deshalb darin, dass Sie jede Art von Harnwegs- oder Genitalinfektion so schnell wie möglich behandeln lassen und die Ursache gemeinsam mit Ihrem Arzt abklären.

Sobald Sie Probleme beim Urinieren feststellen (z. B. Startschwierigkeiten beim Wasserlassen oder schwacher Harnstrahl) oder sehr dringenden und häufigen Harndrang verspüren (und nachts deswegen aufstehen müssen), sollten Sie sich untersuchen lassen, um zu überprüfen, ob Sie an einer gutartigen Prostatavergrösserung leiden. Hierfür stehen verschiedene (medikamentöse und pflanzliche) Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Bei Prostatakrebspatienten kann die Inkontinenz zwar auch direkt durch die Krankheit verursacht sein. Meist handelt es sich jedoch um eine Nebenwirkung des chirurgischen Eingriffs oder der Bestrahlung.

Nicht rauchen. Chronischer Husten kann zu gelegentlicher Inkontinenz führen oder eine bereits vorhandene Inkontinenz verschlimmern.

Verstopfung vermeiden. Bei Männern wie bei Frauen kann Verstopfung zu Inkontinenz führen. Das Rektum befindet sich hinter der Blase. Verbleiben Stuhlreste im Enddarm, üben sie Druck auf die Blase aus – die Folge ist Urinverlust.

Auf genaue Medikamenteneinnahme achten. Präparate der folgenden Kategorien können Inkontinenz verursachen oder verschlimmern: Medikamente gegen Bluthochdruck, Antidepressiva, Herz- und Schnupfenmittel, Muskelrelaxanzien, Schlafmittel. Besprechen Sie deshalb etwaige Beschwerden mit Ihrem Arzt und nehmen Sie Medikamente exakt nach Vorschrift ein.

Ausreichend trinken. Inkontinenz lässt sich nicht durch eine Verringerung der Flüssigkeitsaufnahme beheben – im Gegenteil: Ausreichend zu trinken, ist besonders wichtig, da der Urin sonst stark konzentriert ist, was wiederum zu Reizungen der Blase führt und eine Dranginkontinenz auslösen kann. Ein paar Tipps:

–  Vermeiden Sie es, grosse Mengen innerhalb kurzer Zeit zu trinken.

–  Bei nächtlicher Inkontinenz verringern Sie die Trinkmenge am Abend.

–  Trinken Sie wenig in schwierigen Situationen (ausserhalb Ihrer vier Wände, ohne WC in Reichweite, etc.).

Vorsicht bei harntreibenden Nahrungsmitteln! Wichtig für alle, die von Überlaufinkontinenz betroffen sind: Idealerweise sollten Sie den Verzehr von Zitrusfrüchten und deren Saft, Schokolade, so genannten Light-Getränken mit Zuckerersatzstoffen, Tomaten und stark gewürzten Gerichten einschränken, da diese die Blase reizen können und ihre Kontraktion anregen. Reduzieren Sie auch den Konsum von Alkohol, Kaffee und anderen koffeinhaltigen Getränken (Tee, Cola) oder vermeiden Sie ihn ganz, da er die Blase reizt.

Harnwegsinfekten vorbeugen. Bei Personen, die bereits unter Überlaufinkontinenz leiden oder davon bedroht sind, kann eine Harnwegsinfektion unwillkürlichen Urinverlust nach sich ziehen. Es ist daher besonders wichtig, Harnwegsinfektionen zu vermeiden oder sie umgehend zu behandeln.

Quelle: www.passeportsante.net / Illustration: Freepik, Macrovector

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Tabak schadet der Mund- und Zahngesundheit

Rauchen ist ausgesprochen schädlich für die Mund- und Zahngesundheit, insbesondere für Mundschleimhaut, Zahnfleisch und Zähne. Die meisten Probleme lassen sich jedoch durch regelmässige sorgfältige Mundhygiene und Kontrolltermine beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker vermeiden.

Die Gesundheit von Mund und Zähnen ist eng mit unserer Lebensqualität und unserem Wohlbefinden verbunden. Mangelhafte Mundhygiene wirkt sich nicht nur auf unser eigenes Wohlbefinden negativ aus, sondern belastet auch unser Umfeld.

ERKRANKUNGEN IM MUND- / ZAHNBEREICH: 

Wenn Sie unter einem der folgenden Symptome leiden, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen:

– Schlechter Atem (Halitosis)

– Durch die Inhaltsstoffe von Zigaretten verursachte gelbe, fleckige Zähne 

– Geschmacks- und Geruchsbeeinträchtigungen

– Mundtrockenheit, Speichelmangel

– Verlust der Mundschleimhaut-Elastizität: Die weichen Gewebe werden faserig

– Lockerung des Halts im Zahnbett, Beweglichkeit der Zähne (oder Parodontitis)

– Zahnkaries

ERKRANKUNGEN DES MUNDRAUMS UND DER ZÄHNE

Tabak beeinflusst die Physiologie der Mundhöhle und führt zu erheblichen Veränderungen des Mund-
ökosystems. Mundhöhlenkrebs steht in engem Zusammenhang mit dem Konsum von Tabak, Zigaretten, Pfeife oder Kautabak. Schweizweit werden jährlich einige 1.000 Neuerkrankungen von Mundhöhlen- oder Rachenkrebs (oropharyngeales Karzinom) verzeichnet. Davon sterben etwa 400 Personen innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose – vor allem, weil die im Bereich der Zunge, des Gaumens und des Kiefers auftretenden Tumoren meist erst spät diagnostiziert werden.

PARODONTALE ERKRANKUNGEN

Gingivitis ist eine durch Zahnbelag (Biofilme) verursachte, lokale Entzündung des Zahnfleischs. Wird sie rechtzeitig festgestellt, lässt sie sich mit gründlicher Zahnhygiene meist vollständig beseitigen. Bei Rauchern kann sie sich zu einer akuten, schmerzvollen Form entwickeln, der ulzero-nekrotischen Gingivitis.

Bei Paradontitis ist die Entzündung bereits weiter fortgeschritten. Sie äussert sich durch die Zerstörung des sich nach und nach vom Zahn lösenden Stützgewebes um einen oder mehrere Zähne. Der Abstand zwischen Zahn und Zahnfleisch wird grösser, was zu einer Lockerung des Zahns und zu Zahnausfall führen kann. Die Zähne selbst erscheinen länger. Die Parodontitis hängt oft mit dem Zahnstein und dem Zahnbelag zusammen, der sich unter dem Zahnfleischrand befindet. Wie Untersuchungen belegen, ist das Risiko einer Paradontitis bei Rauchern viermal höher als bei Nichtrauchern.

Zahnkaries entsteht durch Bakterien, die aus den in der Nahrung enthaltenen Kohlehydraten Säuren bilden. Normalerweise werden diese Säuren zwar durch den Speichel neutralisiert. Bei geringem Speichelfluss, einer reduzierten Neutralisierungsleistung oder einer zu grossen Bakterienmenge kann es jedoch zu erhöhter Kariesaktivität kommen.

TIPPS FÜR DIE ZAHNHYGIENE

Neben der eigenen regelmässigen Kontrolle des Mundinnenraums sind Kontrolltermine beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker (mindestens einmal pro Jahr) entscheidend. Denken Sie daran: Je früher eine Schädigung festgestellt wird, desto besser lässt sie sich behandeln. 

DIE ZWEI GRUNDREGELN FÜR EINE GUTE ZAHNHYGIENE:

– Die Zähne dreimal putzen – morgens, mittags und abends, jeweils nach den Mahlzeiten.

– Einmal täglich die Zahnzwischenräume mit einem geeigneten Hilfsmittel säubern. Verwenden Sie hierfür z. B. Zahnfaden, kleine Bürstchen für die Zahnzwischenräume oder Zahnstocher – entscheidend ist, dass sich die Speisereste aus den Zahnzwischenräumen restlos beseitigen lassen.

Das Rauchen erhöht nicht nur die Kosten der Zahnhygiene, sondern führt auch bei Zahnbehandlungen zu unangenehmen Begleiterscheinungen. So heilen zum Beispiel die Wunden nach einer Zahnextraktion bei Rauchern deutlich langsamer ab. Werden Implantate gesetzt, treten insbesondere im Oberkiefer wesentlich häufiger Komplikationen auf. Dazu gehören Entzündungen des umliegenden Gewebes (die so genannte Periimplantatis) oder sogar der Verlust des Implantats. Darüber hinaus misslingen bei Rauchern Implantationen deutlich häufiger als bei Nichtrauchern. Dennoch kann mit dem Rauchstopp eine günstigere Entwicklung erwartet werden.

Quelle: www.stop-tabac.ch / Illustration: Freepik

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Was Schwangere essen, wirkt sich auf die spätere Immunabwehr des Kindes aus

Das Mikrobiom macht erneut Schlagzeilen. Wie aktuelle Forschungen amerikanischer Mediziner zeigen, beeinträchtigt eine stark fetthaltige Ernährung Schwangerer die Darmflora des Ungeborenen, was sich später auf die Immunabwehr des Kindes auswirkt.

Jeden Tag verstehen wir die Rolle des Mikrobioms besser, jener Kolonie von 90.000 Milliarden Bakterien, die vor allem unseren Darm, aber auch Haut, Zahnfleisch, Nasenschleimhäute und Nasennebenhöhlen besiedeln. In unserem Organismus erfüllt das Mikrobiom vielfältige Aufgaben, vom Schutz gegen bestimmte schwere Erkrankungen wie Diabetes bis hin zur Steuerung unserer Immunabwehr und sogar verschiedener zerebraler Mechanismen.

Angesichts der wichtigen Rolle des Mikrobioms bei der Entwicklung des Organismus untersuchte ein Team amerikanischer Wissenschaftler nun den möglichen Einfluss der Ernährung von Schwangeren auf das Mikrobiom des Ungeborenen. Ging man früher davon aus, die Umgebung des Fötus in der Gebärmutter sei steril, weiss man inzwischen, dass dem nicht so ist. Ein Teil des Mikrobioms ist in der Plazenta bereits vorhanden, ebenso wie im Fruchtwasser.

DETAILLIERTE AUFZEICHNUNGEN

Für ihre Untersuchung stellten die Forscher zunächst eine Gruppe aus 81 Schwangeren zusammen, die einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellten. Ab dem 3. Schwangerschaftsdrittel bis einige Wochen nach der Geburt zeichnete man ihre Ernährung auf. Parallel dazu bildeten 82 andere Mutter-Kind-Paare mit identischen Eigenschaften eine Referenzgruppe. 

Die Schwangeren mussten einen sehr umfangreichen Fragebogen mit etwa 30 verschiedenen Kapiteln bezüglich der Zusammensetzung ihrer Ernährung und der Häufigkeit, in der sie bestimmte Lebensmittel zu sich nahmen, ausfüllen. Dabei reichten die Themen von einer eventuell einzuhaltenden besonderen Diät bis hin zum Umfang des täglichen Konsums von Milch oder Milchprodukten über Kaffee, Fruchtsäfte, Limonaden und Cerealien bis hin zu verschiedenen Kartoffelgerichten. Auch der Umfang der Obst- und Gemüseportionen wurde erfasst, ebenso wie der Anteil an Teigwaren, Reis, Fleisch oder Käse am Speiseplan.

WICHTIGE BAKTERIEN

Um Genaueres über das Mikrobiom der Neugeborenen zu erfahren, entnahmen die Forscher mehrmals Proben vom Kindspech (Mekonium) der Säuglinge. Fundierte Analysen dieser Proben ermöglichte ein DNA-Profil, mit dem die verschiedenen darin enthaltenen Bakterienarten und damit ihre Qualität ermittelt werden konnten.

Bei der Untersuchung der Proben stellten die Forscher überrascht fest, dass die relative Häufigkeit bestimmter Bakterienarten direkt davon abzuhängen schien, ob sich die Mutter in der Schwangerschaft mehr oder weniger fettreich ernährt hatte. Genauer gesagt, wirkte sich eine sehr fetthaltige Ernährung der Mutter unmittelbar auf das Mikrobiom des Säuglings aus – und zwar in Form einer höheren Konzentration an Enterokokken und einem bemerkenswerten Mangel an Bacteroides.

GUT ZU WISSEN FÜR WERDENDE MÜTTER

Die wichtigste Erkenntnis aus dieser Studie: Angesichts der zentralen Rolle von Bacteroides kann eine spürbare Verringerung ihrer Konzentration die Entwicklung des Immunsystems bei Neugeborenen nachhaltig beeinträchtigen. Denn die von diesen Bakterien produzierten Polysaccharide regen die Produktion entzündungshemmender Zytokine an und tragen dadurch zu einer guten Immunabwehr im Bereich der Magenschleimhaut bei. Da Bacteroides darüber hinaus unmittelbar an der Energieaufnahme im Darm beteiligt sind, kann ein Mangel zudem die Entwicklung des Kindes verlangsamen.

Frauen mit Kinderwunsch sollten sich daher auch bereits vor der Schwangerschaft gesund ernähren, wenn Sie Ihrem Nachwuchs langfristig Gutes tun möchten.

Quelle: www.planetesante.ch / Illustration: Istock

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8 Tipps zur Vorbeugung von Muskelverletzungen

Zu jedem Sport gehören Regeln. Unsere lautet: Beachten Sie die folgenden acht Tipps zur Vorbeugung gegen Muskelverletzungen!

1. VIEL TRINKEN

Körperliche Anstrengung führt zuweilen zu erheblichem Flüssigkeitsverlust. Dies geschieht zum einen durch das Schwitzen zur Regulierung der Körpertemperatur und zum anderen durch die Nutzung von Glykogenreserven bei der erforderlichen Energieproduktion.

Es wird daher empfohlen, regelmässig zu trinken, und zwar ein bis zwei Stunden vor Beginn der körperlichen Aktivität, während des Sports und auch in der anschliessenden Erholungsphase. Durstgefühl ist bereits ein Symptom fortgeschrittener Dehydrierung. Warten Sie deshalb nicht erst auf ein Durstsignal, bevor Sie etwas trinken. Alkalisches, mineralreiches Wasser dient als Puffer für Säurebildung in den Muskeln und verringert so das Risiko von Krämpfen.

Falls diese dennoch auftreten und von schneller Ermüdung, Reizbarkeit und Symptomen wie Augenlidzucken begleitet werden, können Sie auch den Anteil an magnesiumreichen Nahrungsmitteln erhöhen oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

2.  SICH GESUND ERNÄHREN

Die richtige Ernährung ist für Sporttreibende unerlässlich. So kann zum Beispiel eine zu starke Reduzierung von Zucker bei körperlicher Anstrengung Energiemangel auslösen. Denn ohne Treibstoff zapft der Körper die Muskeln an, um dort Eiweissvorräte abzugreifen – eine schlechte Alternative, die die Muskelmasse verringert und den Organismus schwächt.

Jede sportliche Betätigung sollte daher mit einem Grundwissen über Ernährung gekoppelt sein. In der Vorbereitung auf das Training bevorzugen Sie am besten langsame Zucker. Dazu gehören Teigwaren, Brot, Cerealien und Reis. Für alle diese Produkte gilt: Greifen Sie bevorzugt zu Vollkorn! Es folgen schnelle Zucker direkt vor und während des Sports: Obst, Müsliriegel oder trockener Kuchen.

Halten Sie eine angemessene Pause von ca. zwei bis drei Stunden (je nachdem, was Sie essen) zwischen einer Mahlzeit und dem Training ein. Stillen Sie Ihren Tagesbedarf an Eiweiss und ergänzen Sie Ihre Lieblingsgerichte durch Obst und Gemüse.

3.  AUSREICHEND SCHLAFEN

Bei sportlicher Betätigung ist Schlaf ein Schlüsselfaktor – das gilt für Profis ebenso wie für Amateure. Er schenkt Ruhe und tiefe Entspannung und reguliert Emotionen ebenso wie das Sättigungsgefühl. Achten Sie daher auf die verschiedenen Schlafphasen. Angestaute Müdigkeit schwächt den Organismus und macht ihn anfälliger für Verletzungen. Halten Sie in sportlichen Phasen also unbedingt Ihre Schlafenszeiten ein, und zwar sowohl quantitativ als auch qualitativ – egal, ob Sie nur gelegentlich – z. B. im Urlaub – oder regelmässig Sport treiben.

4.  DAS TRAINING DEM LEISTUNGSSTAND ANPASSEN

Muskelverletzungen sind ein Zeichen dafür, dass der Körper nicht unter optimalen Bedingungen arbeitet. Denken Sie daran, sich konsequent vor dem Training aufzuwärmen – dadurch bereiten Sie Ihre Muskeln auf die Anstrengung vor, anstatt von Null auf Hundert zu starten.

Die Trainingsintensität sollte ausserdem Ihrer Lebensweise angepasst sein. Bei einem geschwächten Organismus kann sportliche Betätigung Ermüdungserscheinungen verstärken und Verletzungen zur Folge haben. Eine kurze Pause zum richtigen Zeitpunkt kann längeren Ausfällen vorbeugen.

5. DIE BELASTUNG SCHRITTWEISE STEIGERN

Wenn Sie gerne im Urlaub Sport treiben und zum Beispiel Skifahren, Wandern oder Mountainbiken, ist die Belastung für Ihren Körper zunächst ungewohnt. Bereiten Sie sich daher am besten bereits vor der Abreise durch leichte, aber regelmässige Kräftigungs- und Lockerungsübungen auf die geplanten Aktivitäten vor. So können Sie die sportlichen Tage voll auskosten und verringern das Verletzungsrisiko erheblich.

6. AUF DEN KÖRPER HÖREN

Nicht selten gehen schweren Verletzungen von Muskeln und Bändern (Risse, Zerrungen) leichtere, nicht behandelte Verletzungen voraus. Schmerzende Muskeln sind nicht etwa ein Handicap, sondern ein Warnsignal Ihres Körpers, das zur Ruhe mahnt. Schmerzen zu unterdrücken und einfach weiterzumachen wie bisher, ist hier der falsche Weg. Muskeln heilen am besten, wenn Sie auf die Signale Ihres Körpers hören und dessen Warnungen befolgen.

7. DIE RICHTIGE AUSRÜSTUNG WÄHLEN

Ganz gleich, ob Sie regelmässig oder nur hin und wieder Sport treiben: Sparen Sie nicht an der Qualität Ihrer Ausrüstung. Wenn Sie zum Beispiel beim Lauftraining mehrmals Schuhe ohne Dämpfung tragen, belasten Sie Ihren ohnehin schon durch die Anstrengung geforderten Organismus zusätzlich und erhöhen so das Risiko von Muskelverletzungen. Individuelle Fragen zu Ihren persönlichen Bedürfnissen beantworten Ihnen Spezialisten wie Osteopathen, Rheumatologen oder Sportmediziner.

8. REGELMÄSSIGES STRETCHING

Über die positive Wirkung von Dehnungsübungen sind sich die Fachleute nicht einig. Manche halten Stretching für unerlässlich, andere vertreten die Auffassung, dass es den Muskelfasern bei bereits warmer Muskulatur eher schadet. Für maximalen Benefit sollte das Stretching sorgfältig und nicht in einen schmerzenden Muskel hinein ausgeführt werden. Durch die Dehnung wird die Muskelfunktion vollumfänglich wiederhergestellt, das Verletzungsrisiko sinkt und Sie haben mehr Kraft. Darüber hinaus kann sich der Muskel durch die Auflösung der angestauten Spannung erholen. Das ist umso wichtiger, als muskuläre Verspannungen häufig die Ursache von Verletzungen bei zu hoher Belastung sind. Auch hierzu können Fachleute Sie und Ihren Körper beratend unterstützen.

Quelle: www.passeportsante.net / Illustration: Freepik, Macrovector

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Ernährung bei Schlaflosigkeit und Schlafstörungen

DIE WICHTIGSTEN ERNÄHRUNGSFAKTOREN BEI SCHLAFLOSIGKEIT UND ANDEREN SCHLAFSTÖRUNGEN

• Lebensmittel mit hohem Tryptophan-Gehalt

• Abends am besten Nudeln oder andere Lebensmittel mit hohem glykämischem Index

• Keine zu üppigen oder fetten Mahlzeiten am Abend

• Keinen Kaffee oder Alkohol am Abend

• Omega-3-haltige Lebensmittel

DIE VORTEILE DER RICHTIGEN LEBENSMITTEL ZUM ABENDESSEN

Eine Umstellung der Abendmahlzeit hat viele positive Wirkungen:

• Leichteres Einschlafen

• Erholsamer Schlaf

• Kein nächtliches Aufwachen

• Mehr Energie im Alltag

• Verbesserung der aufgrund von Müdigkeit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten

• Höhere Aufmerksamkeit und weniger Unsicherheit und Reizbarkeit im Alltag

LEBENSMITTEL MIT HOHEM TRYPTOPHAN-GEHALT

Greifen Sie bei Schlafstörungen zu Molke und Kürbiskernen. Beide enthalten viel schlafförderndes Tryptophan, dabei aber kaum andere Aminosäuren, was den Tryptophanspiegel im Blut besonders effizient erhöht. Laut einer wissenschaftlichen Studie fördert der Verzehr von Molkeproteinen mit ihrem hohen Gehalt an Alpha-Lactalbumin die Wachheit und Aufmerksamkeit am nächsten Tag – beides Anzeichen eines erholsameren Schlafes. Um die Wirkung von Tryptophan und Kürbissamen zusätzlich zu erhöhen, sollte man sie zusammen mit Kohlenhydraten zu sich nehmen, zum Beispiel mit Obst oder Cerealien.

Auch zahlreiche andere Lebensmittel enthalten viel Tryptophan, wie zum Beispiel Fleisch, insbesondere Geflügel, und Fisch. Allerdings sind sie auch reich an anderen Aminosäuren, die mit dem Tryptophan konkurrieren und es ihm so erschweren, ins Gehirn zu gelangen.

ABENDS AM BESTEN NUDELN ODER ANDERE LEBENSMITTEL MIT HOHEM GLYKÄMISCHEM INDEX

Gegen Schlaflosigkeit hilft ein Abendessen, das zum Grossteil aus Kohlenhydraten mit hohem glykämischem Index besteht, denn diese Kohlenhydrate bewirken einen besonders starken Insulinanstieg. Gleichzeitig sollten dazu Eiweisse und Fette verzehrt werden. Eine solche Mahlzeit sollten Sie etwa vier Stunden vor dem Schlafengehen zu sich nehmen. Diese Empfehlung widerspricht zwar der landläufigen Philosophie, Kohlenhydraten mit niedrigem glykämischem Index den Vorzug zu geben. Sie gilt allerdings auch lediglich für das Abendessen und nur für Menschen, die unter Schlafstörungen leiden. Nehmen Sie die oben genannten Lebensmittel in moderaten Mengen zu sich, um keine nachteiligen Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-System, Blutzucker oder Gewicht zu riskieren. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Abendessen auch Eiweiss enthält. Greifen Sie hier bevorzugt zu Hülsenfrüchten, Tofu sowie, in geringer Menge, Milchprodukten.

DIESE LEBENSMITTEL HABEN EINEN HOHEN GLYKÄMISCHEN INDEX:

• Backwaren aus Weissmehl wie Baguette, Weissbrot, Zwieback etc.

• Gekochte Nudeln (nicht al dente)

• Couscous

• Weisser Reis, Reisnudeln, Risotto etc.

• Gnocchi

• Gemüsesaft

• Kartoffeln

• Tapioka

• Honig

• Müsliriegel

• Brauner Zucker

OBST AM ABEND

Abends Früchte zu essen, hat viele Vorteile. Zum Beispiel haben fast alle Obstsorten einen mittleren bis hohen glykämischen Index, was das Einschlafen fördert. Mit ihrem hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen beugen sie darüber hinaus Mangelerscheinungen vor, die ebenfalls Schlafstörungen verursachen können. Ausserdem sind Früchte am Ende des Tages eine gute Wahl zum Abschluss einer leichten Abendmahlzeit.

DIESE FRÜCHTE EIGENEN SICH BESONDERS, UM GEGEN SCHLAFLOSIGKEIT ANZUGEHEN:

• Trockenfrüchte

• Datteln

• Feigen

• Melone

• Bananen

• Dosenobst

• Fruchtkompott

• Fruchtsäfte

OMEGA-3-FETTSÄUREN

Auch der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren erhöht den Serotoninspiegel. Wer jedoch zu viele Omega-3-Fettsäuren zu sich nimmt, beschleunigt die Alterung der Neuronen und behindert die Übertragung der chemischen Botenstoffe im Gehirn, was wiederum zu Schlafstörungen führt. Gut zu wissen: Um die maximale Wirkung von Omega-3-Fettsäuren zu erzielen, sollte man nicht gleichzeitig Omega-6-, gesättigte oder Transfettsäuren zu sich nehmen.

• Die besten Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren: Fetthaltiger Fisch (Lachs, Forelle, Makrele, Heilbutt, Sardine), Leinöl und -samen, Hanföl und -samen, Rapsöl, Nüsse.

• Diese Lebensmittel enthalten Omega-6-Fettsäuren und sollten nur moderat verzehrt werden: Mais-, Sonnenblumen-, Distel- und Sojaöl, fertige Salatsossen und Mayonnaise.

• Gesättigte Fettsäuren für den 
moderaten Verzehr: fetthaltiges Fleisch, Geflügelhaut, Käse, Sahne, Butter etc.

•   Meiden Sie diese Transfettsäuren: streichfeste Margarine, Biskuit, Krapfen, Kuchen, Panade, Kuchenteig, Blätterteig, Croissants, Fertiggerichte etc.Quelle: www.passeportsante.net / Illustration: Freepik

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Diese Medikamente helfen Ihnen, mit dem Rauchen aufzuhören

Wer sich das Rauchen abgewöhnen will, kann unter unangenehmen Entzugserscheinungen leiden: starker Drang zu rauchen, Gewichtszunahme, Reizbarkeit, Depression, Angstzustände, Konzentrationsstörungen oder Schlaflosigkeit. Medikamente können diese Beschwerden lindern oder sogar komplett aufheben und dadurch Ihre Erfolgschancen verdoppeln.

Ergebnisse aus über 100 wissenschaftlichen Studien mit mehr als 40.000 Rauchern haben gezeigt, dass die folgenden Medikamente nach einem Jahr die Erfolgschancen der Raucherentwöhnung in etwa verdoppeln:

– Nikotinersatztherapie

– Vareniclin

– Bupropion

– Cytisin

Diese Medikamente können Nebenwirkungen haben. Lassen Sie sich daher von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, bevor Sie mit der Behandlung beginnen. Obwohl die Medikamente bei der Raucherentwöhnung äusserst hilfreich sind, meinen viele Raucher, dass die Einnahme eines Nikotinersatzmittels einfach nur eine Abhängigkeit durch eine andere ersetzt. Das spricht dagegen:

a) Der Suchtfaktor hängt davon ab, wie schnell das Nikotin in das Blut und das Gehirn gelangt. Er ist bei Zigaretten wesentlich höher als bei Nikotinkaugummis, -tabletten, -inhalatoren oder -pflastern. Tatsächlich gelangt das mit dem Rauch inhalierte Nikotin über die Lungen sehr rasch ins Blut; dieser Nikotinpeak löst im Gehirn dann eine sofortige Ausschüttung von Dopamin aus. Diese schnelle Stimulierung des Belohnungssystems ist für das Wohlgefühl beim Rauchen und damit auch für den hohen Suchtfaktor von Zigaretten verantwortlich. Das Nikotin aus Kaugummis und Pflastern verteilt sich dagegen wesentlich langsamer im Körper, weshalb die Suchtwirkung bedeutend geringer ist. Es ist keine Abhängigkeit von Nikotinpflastern bekannt, und auch eine Sucht nach Nikotinkaugummis entwickelt sich nur in seltenen Fällen (> 1 % der Anwender). Auch die gängigsten aktuellen E-Zigaretten verteilen das Nikotin langsamer im Körper als gewöhnliche Zigaretten und haben daher ebenfalls eine geringere Suchtwirkung.

b) Mit Abstand am meisten Toxine werden durch Verbrennung freigesetzt. Mit dem Zigarettenrauch werden also gleichzeitig Hunderte giftiger Substanzen inhaliert. Führt man dem Körper das Nikotin auf anderem Wege zu, bleibt der Organismus von diesen Giften verschont.

Ein anderer Einwand kommt häufig von den Rauchern selbst: „Ich brauche kein Medikament, um aufzuhören.“ Dennoch: Medikamente erhöhen die Erfolgschancen um rund 100 % und lindern die Begleiterscheinungen des Raucherentzugs. Warum unnötig leiden und auch noch einen Rückfall riskieren? Denken Sie an Schmerzmittel: Auch sie werden eingesetzt, um die Lebensqualität für eine bestimmte Zeit zu erhöhen.  

Zu guter Letzt fürchten manche Raucher die Nebenwirkungen einer Nikotinersatztherapie. Diese sind jedoch so gering, dass sie vernachlässigt werden können.

Die Nebenwirkungen von Bupropion und Vareniclin etwa treten im Vergleich zu den bedeutend höheren Risiken des Rauchens (Krebs, Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen, Auswirkungen auf Kinder etc.) völlig in den Hintergrund.

Quelle: www.stop-tabac.ch / Illustration: Freepik

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An diesen drei Kriterien erkennen Sie ein hyperaktives Kind

Hyperaktivität ist ein brandaktuelles Thema. Wilde, lebhafte oder zuweilen auch einfach nicht besonders gut erzogene Kinder werden heute schnell als hyperaktiv abgestempelt. Dabei verbirgt sich hinter dem Krankheitsbild weit mehr. Wir bringen Sie auf den neuesten Stand.

WAS IST HYPERAKTIVITÄT?

Hyperaktivität oder ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung) erfordert eine sehr komplexe Diagnostik. Weil bei einer einfachen Untersuchung keine klaren biologischen Marker zu finden sind, ist die Krankheit schwer festzustellen.

Inzwischen weiss man, dass etwa 5 % der Bevölkerung (ein Mädchen auf drei oder vier Jungen) von der Erkrankung betroffen sind. Erwachsene, die das Syndrom haben, aber nichts davon wissen, wurden nicht berücksichtigt. Denn nicht selten wird einem Elternteil im Verlauf der Diagnostik seines Kindes bewusst, dass er oder sie selbst hyperaktiv ist. Vererbung kann also eine Rolle spielen, allerdings sicher nicht die einzige. Umfeld, Umweltverschmutzung, Ernährung und Bedingungen im Mutterleib sind ebenfalls Parameter. Auch Dopaminmangel spielt eine Rolle. Was sind die wichtigsten Symptome?

UNRUHE

Nicht selten wird Unruhe als einziges Symptom für Hyperaktivität herangezogen. Dabei sind längst nicht alle hyperaktiven Menschen unruhig, was eine Diagnose umso schwieriger macht. So sind hyperaktive Mädchen eher flatterhaft, meist eher verträumt als unruhig.

Unruhige hyperaktive Kinder bewegen sich unablässig, können nicht stillsitzen, stehen ständig vom Stuhl auf oder klettern auf den Tisch. Sie sind nicht in der Lage, ihre Aufmerksamkeit auf eine einzige Sache zu lenken. Bei ganz kleinen Kindern sagt man, sie hätten besonders viel Energie. Kurzum: für das hyperaktive Kind und seine unmittelbare Umgebung ist der Schulalltag sehr schwierig. 

Diese Symptome können aber genauso gut ganz normale Charaktereigenschaften des Kindes oder Reaktionen sein, zum Beispiel auf einen Entwicklungsschub. Nur wenn die Symptome das Kind beeinträchtigen – in der Schule, seinen sozialen Beziehungen oder im Alltag – und zu einer dauerhaften Belastung werden, kann es sich um ADHS handeln und sollte eine Behandlung ins Auge gefasst werden.

UNAUFMERKSAMKEIT

Die Unruhe wird zum permanenten Begleiter: Das Kind windet sich, trommelt mit den Füssen, klettert überall hoch … Die Schlafphasen sind häufig unterbrochen oder das Kind findet überhaupt schwer in den Schlaf. Hyperaktive Kinder können sich nicht konzentrieren und führen selten eine angefangene Aufgabe zu Ende. Sie wechseln ihre Aktivitäten unablässig, kommen vom Hundertsten ins Tausendste.

Spezialisten sind sich einig, dass die Krankheit oft erst durch den Eintritt in die Grundschule ans Tageslicht kommt – wenn das Kind, das man bis dahin für lebhaft und klug gehalten hat, Probleme beim Lesen- und Schreibenlernen hat. Beide Tätigkeiten setzen Ruhe und Konzentration voraus und die Hausaufgaben am Abend werden zu einer echten Prüfung.

IMPULSIVITÄT

Für die Eltern ist es eine Herausforderung, ihr hyperaktives Kind zu verstehen und zu kontrollieren. Impulsivität ist ein weiteres Symptom, das auf die Störung hindeutet. Hyperaktive Kinder wollen alles auf der Stelle und brauchen stets sofort eine Antwort. Sie hören weder auf Ratschläge noch auf die Person, die versucht, sie in eine bestimmte Richtung zu lenken. Sie müssen stets an erster Stelle und vor allen anderen kommen und haben vor nichts Angst.

Hyperaktive Kinder schrecken auch nicht davor zurück, Erwachsene zu unterbrechen, Lehrer eingeschlossen. Jeder soll sich sofort ihren Fragen stellen. Nicht selten bringen diese Kinder sich selbst in Gefahr, um das Gewünschte zu bekommen und ihr Ziel zu erreichen. Sie machen die meisten Dinge schneller, als es gut für sie ist, fallen oft hin und bringen Gegenstände zu Bruch. Bewusst eingesetzt, kann dieses Symptom zu einem starken Antrieb werden. Inzwischen weiss man, dass zahlreiche Unternehmenschefs und Hochleistungssportler hyperaktiv sind.

Quelle: www.passeportsante.net / Illustration: Freepik, Macrovector

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Achtsamkeitsmeditation zur Linderung von Krankheitsbeschwerden

Sich urteilsfrei ganz auf das Hier und Jetzt fokussieren – das ist das Prinzip der Achtsamkeitsmeditation. Diese Praxis hilft vielen Patienten, mit ihrer körperlichen oder psychischen Krankheit besser umzugehen.

Als Horaz sein berühmtes Carpe diem verfasste, war dem Dichter sicher nicht bewusst, dass er damit das Prinzip der Achtsamkeitsmeditation postulierte. Sie wurde 1959 vom Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn begründet und orientiert sich an der buddhistischen Meditation und am Yoga. Gleichzeitig bricht sie jedoch auch mit beiden Praxen, da ihr die spirituelle Zielsetzung fehlt. Ziel der Achtsamkeitsmeditation ist es, Patienten mit speziellen Programmen zu helfen.

Das Prinzip der Achtsamkeitsmeditation liegt darin, die Aufmerksamkeit ganz auf das Hier und Jetzt zu richten, ohne es zu beurteilen. Sie ist praktisch das Gegenteil des als „Autopilot“ bezeichneten Zustands, bei dem unsere Aufmerksamkeit ständig unbewusst zwischen verschiedenen Gedanken hin- und herspringt. Durch Achtsamkeitsmeditation können wir den Alltag hinter uns lassen und zu innerer Freiheit finden, indem wir uns von unseren Reaktionen und Emotionen distanzieren.

DIE LEBENSQUALITÄT DES PATIENTEN ERHÖHEN

Viele Universitätskrankenhäuser bieten ihren Patienten Kurse in Achtsamkeitsmeditation (oder Mindfulness) an. Die Praxis ist nicht auf Heilung ausgerichtet, sondern auf die Reduzierung von Stress, Ängsten oder den depressiven Symptomen, die mit einer Krankheit einhergehen können. Sie wird als Begleitung körperlicher Krankheiten wie Krebs oder chronischen Erkrankungen, aber auch bei psychischen Störungen empfohlen, da sie den Praktizierenden in die Lage versetzt, Zeuge seiner eigenen Gedanken, Gefühle und Reaktionen zu sein. Zahlreiche Studien belegen, dass sich der mentale Zustand von Teilnehmern an Achtsamkeitsprogrammen verbessert. Die Wirksamkeit konnte unter anderem bei Suchterkrankungen sowie bei Ess- und Schlafstörungen und dem Borderline-Syndrom nachgewiesen werden. Je nach Krankheit gibt es spezifische Achtsamkeitsprogramme.

DEPRESSIVE SCHÜBE VERMEIDEN

Als besonders wirksames Mittel gegen Rückfälle bei Depressionen hat sich die auf Achtsamkeit basierende kognitive Therapie bewährt. Nach zwei oder drei solcher Rückfälle kann eine Depression auch ohne grossen Stressfaktor ausgelöst werden, einfach nur infolge einer leichten und vorübergehenden Verschlechterung der Laune. Die meisten Betroffenen versuchen dann, die Ursache ihres Zustands zu verstehen und das Problem zu lösen. Doch dadurch kommt das Gedankenkarussell erst recht in Fahrt. In der Folge treten Rückfälle in die Depression immer häufiger auf. Die Achtsamkeitsmeditation ist ein probates Mittel, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, da sie den Patienten das Gedankenkarussell erkennen lässt. Die Teilnehmer werden aufgefordert, ihre Gedanken mit sachlichem Interesse zu beobachten, ohne auf sie zu reagieren und ohne darauf zu warten, dass sie weiterziehen. Mehrere voneinander unabhängige Studien haben die Wirksamkeit dieser Technik bestätigt. Schätzungen zufolge führt sie zu einem um 50 % reduzierten Rückfallrisiko – das entspricht der Wirksamkeit von Antidepressiva.

Achtsamkeitsmeditation ist sicher kein Wundermittel, aber sie erleichtert den Umgang mit einer Krankheit. Forschungen kommen zu dem Ergebnis, dass sogar Funktion und Grösse des Gehirns beeinflusst werden. Neurowissenschaftliche Studien zum Thema stecken zwar noch in den Kinderschuhen, haben jedoch längst das Interesse am Prinzip Mindfulnessgeschärft.

ACHTSAMKEITSMEDITATION: SO GEHT’S

Achtsamkeitsmeditation können Sie sich ganz einfach selbst aneignen. Wie bei jeder anderen neu erlernten Technik sind auch hier Zeit und Übung entscheidend. Menschen mit klinischen Beschwerden, die sich Linderung durch Meditation erhoffen, raten wir unbedingt zur Teilnahme an einem von einem Trainer geleiteten Programm. Auf den Webseiten des MBSR-Verbands der Schweiz (mbsr-verband.ch) und des Vereins zur Entwicklung der Mindfulness (association-mindfulness.org) finden Sie eine Übersicht von Trainern mit entsprechender Fachausbildung. Die Kosten für einen achtwöchigen Kurs belaufen sich auf etwa 600 Franken.

Sie möchten die Meditation lieber selbst erlernen? Wählen Sie dafür einen ruhigen Ort und setzen sie sich bequem und aufrecht hin. Atmen Sie gleichmässig und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Atmung, ohne diese zu verändern. Beobachten Sie dabei Ihre Gefühle. Vermutlich wird ihre Aufmerksamkeit durch einen Gedanken oder ein Gefühl von der Atmung abgelenkt. Das ist ganz normal. Nehmen Sie diese Ablenkung einfach zur Kenntnis, ohne Schuldgefühle und ohne Interpretationsversuche. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit erneut auf Ihre Atmung. Beginnen Sie mit 10 Minuten am Tag. Erhöhen Sie die Dauer zunächst auf 15, dann auf 20 Minuten. Beobachten Sie Ihre Erfahrungen und seien Sie geduldig.

Quelle: www.planetesante.ch / Illustration: Freepik

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