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Zika-Virus: Welche Gefahren drohen uns in der Schweiz?

Das von Stechmücken übertragene Zika-Virus wurde erstmals 1947 bei Rhesusaffen in Uganda isoliert. In weiterer Folge wurde es 1952 bei Menschen in Uganda und Tansania identifiziert. In jüngster Zeit verursachte das Zika-Virus Krankheitsausbrüche in Afrika, Amerika, Asien und im Pazifik.

Das Zika-Virus wird durch in Tropenregionen lebende Stechmücken auf den Menschen übertragen. Dieselben Stechmücken sind ebenfalls für die Verbreitung von Dengue-, Chikungunya- und Gelbfieber verantwortlich.

Anzeichen und Symptome

Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Krankheitsanzeichen) ist nicht genau bekannt, beträgt aber wahrscheinlich wenige Tage. Zu den Symptomen gehören Fieber, Hautausschläge, Bindehautentzündung, Muskel- und Gelenkschmerzen, Unwohlsein und Kopfschmerzen. Diese Symptome sind im Allgemeinen harmlos und verschwinden nach zwei bis sieben Tagen. Angesteckten Personen wird empfohlen, sich häufig auszuruhen, ausreichend zu trinken und geläufige schmerzstillende sowie fiebersenkende Medikamente einzunehmen. Bei Verschlimmerung der Beschwerden muss ein Arzt aufgesucht werden. Zurzeit gibt es noch keine Impfung, mehrere pharmazeutische Unternehmen haben jedoch Forschungsarbeiten eingeleitet, um einen Impfstoff zu entwickeln.

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Vorbereitung auf die Prüfungen

In wenigen Tagen beginnt für viele SchülerInnen und Studierende die besonders stressige Zeit der Prüfungen. Auch wenn nicht alle auf eine Prüfungssituation gleich reagieren, ist es selbst für jene, die alles ganz locker angehen, nützlich, einige Empfehlungen zu befolgen, damit sich der gewünschte Erfolg einstellt. Diese Empfehlungen lassen sich unter den folgenden fünf Kategorien zusammenfassen:

Planung

Zunächst ist es sinnvoll, einen möglichst genauen Lernplan zu erstellen. Das hat gleich mehrere Vorteile: Einerseits dient ein solcher Plan der Motivation, da man jederzeit genau weiss, wo man beim Lernen steht. Andererseits lassen sich so die Zeiten für sportliche Aktivitäten und die (regelmässigen!) Mahlzeiten sowie die gemeinsame Zeit mit der Familie oder Freunden planen. Eine solche Planung ist im Übrigen vor allem dann unverzichtbar, wenn man sich entscheidet, zu zweit oder in grösseren Gruppen zu lernen.

Konzentration

Eine solche Planung setzt voraus, dass die jeweils vorgesehene Zeit auch tatsächlich der Vorbereitung und dem Lernen gewidmet wird. Also gilt es, Facebook, Twitter, SMS und Co zu verbannen, und hierfür gibt es nur eine Lösung: das Smartphone ausschalten! Gut geplante Pausen bieten die Möglichkeit, auf die dringlichsten Mitteilungen zu reagieren.

Ernährung

Die Ernährung ist ein äusserst wichtiger Faktor, da intensive geistige Arbeit mit einem grossen Energieverbrauch einhergeht. Das Frühstück darf nicht ausfallen. Die drei Mahlzeiten müssen bei  Tisch eingenommen werden, und zwar zu regelmässigen Zeiten, um Heisshungerattacken zu vermeiden. Vorzugsweise sollte Folgendes auf dem Speiseplan stehen: Lebensmittel, die von Natur aus reich an Vitamin B sind (Eigelb, Spinat, dicke Bohnen, Getreide usw.), Lebensmittel, die Eisen und Omega-3-Fettsäuren enthalten (rotes Fleisch, fetthaltiger Fisch usw.) für das Gedächtnis und  magnesiumhaltige Lebensmittel (Bananen, dunkle Schokolade und Trockenfrüchte) für die Konzentration. Vitaminreiches Obst hat zudem den Vorteil, dass es Ballaststoffe enthält und die Darmpassage  begünstigt, die bei grossem Stress zuweilen beeinträchtigt wird. Vitaminpräparate können sich als nützlich erweisen, wobei eine übermässige Einnahme zu vermeiden ist, da nur eine relativ geringe Menge dieser Vitamine tatsächlich vom Organismus verwertet werden kann. Fragen Sie Ihren Apotheker: Einige Vitamine können einen Schub verleihen, Stimulanzien sind allerdings zu vermeiden. Schliesslich ist es wichtig, regelmässig und ausreichend zu trinken – vorzugsweise Wasser. Getränke mit aufputschender Wirkung (Energy Drinks, Kaffee, Schwarztee usw.) sollten nur mit Mass und Ziel konsumiert werden, was auch für Alkohol und andere psychoaktive Substanzen gilt.

Sport

Um Druck abzubauen, besser einschlafen zu können und die Konzentration sowie den allgemeinen Zustand des Organismus zu verbessern, gibt es kein besseres Mittel, als regelmässig seine Lieblingssportart zu betreiben. Wenn Sport nicht zu Ihren gewohnten Aktivitäten gehört, kann ein Spaziergang in flottem Tempo den gleichen Zweck erfüllen.

Schlaf

Einige Studien besagen, dass schätzungsweise 20% der Studierenden mit Schlafstörungen zu kämpfen haben. Schlafmangel ist auf jeden Fall verhängnisvoll. Daher muss durch eine gute Planung  sichergestellt werden, dass man nicht bis tief in die Nacht lernen muss. Ebenfalls wichtig ist der Schlafrhythmus. Daher sollten allzu unterschiedliche Einschlaf- und Aufwachzeiten vermieden  werden. Schliesslich gilt es zu bedenken, dass die Qualität des Schlafs darunter leiden kann, wenn vor dem Schlafengehen aufregenden Tätigkeiten nachgegangen wird (z.B. Fernsehen und  Videospiele). Um das Einschlafen zu erleichtern, können Atemübungen hilfreich sein. Die Einnahme von Schlafmitteln sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Atem- und Entspannungsübungen können im Übrigen auch unmittelbar vor der Prüfung hilfreich sein, um allzu grossen Stress abzubauen.

Zehn Fitness-Tipps und -Tricks für ein leistungsfähiges Gedächtnis

– Die zu lernenden Inhalte lesen, erneut lesen und regelmässig wiederholen, um sie besser im Gedächtnis zu verankern.
– Die gleichen Übungen mehrmals wiederholen, um sich die Verfahrensschritte zur Problemlösung besser einzuprägen.
– Anwendung von Strategien zur Steigerung der Lernfähigkeit: visuelle, auditive (die Stimme auf einen Tonträger aufnehmen) und kinästhetische (während des Lernens gehen) Strategien.
– Arbeitszeiten festlegen und das Programm genau einhalten.
– Eine Woche vor den Klausuren die Zeit der Konzentration allmählich ohne übermässige Belastung steigern, bis die tatsächliche Dauer der Klausur erreicht ist.
– Arbeits- und Erholungssequenzen abwechseln.
– Regelmässig eine Outdoor-Sportart betreiben (Jogging oder Wandern, Velo …).
– Auf guten Schlaf achten: regelmässig dieselbe Schlafdauer, stets zur gleichen Zeit zu Bett gehen und aufstehen.
– Auf Alkohol und Drogen verzichten.
– Das zwanghafte Zurückgreifen auf anregende Produkte (Kaffee, bestimmte Medikamente) vermeiden.

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Berechtigte Hoffnung für Alzheimer-Patienten?

Derzeit werden weltweit etwa 45 Millionen Alzheimer-Patienten gezählt, und einigen Prognosen zufolge könnte sich diese Zahl bis 2050 verdreifachen. Trotz beträchtlicher Anstrengungen und Investitionen, die seit Jahrzehnten eingesetzt werden, um eine Behandlung zur Eindämmung der Progression dieser Krankheit zu finden, wurden bislang nur wenige überzeugende Ergebnisse erzielt, während die Forschung in den Bereichen Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebs während des gleichen Zeitraums beachtliche Fortschritte gemacht hat.

Diesen Sommer wurden jedoch ermutigende Ergebnisse veröffentlicht, was Anlass zu neuer Hoffnung für die Alzheimer-Behandlung gibt. Eine neue, unter der Bezeichnung „monoklonale Antikörper“ bekannte Molekülkategorie ist Gegenstand von drei gross angelegten klinischen Forschungsprogrammen, die von bedeutenden Pharmaunternehmen durchgeführt werden, darunter das Schweizer Unternehmen Roche, das mit dem in Lausanne niedergelassenen Forschungslabor AC Immune zusammenarbeitet. Eines der Hauptmerkmale der Alzheimer-Krankheit ist die Anhäufung eines unter der Bezeichnung Beta-Amyloid bekannten Proteins im Gehirn. Diese Plaques im Gehirn wurden bereits 1906 von Dr. Alois Alzheimer entdeckt, der anlässlich einer Autopsie verdächtige Flecken im Gehirn einer verstorbenen Patientin entdeckte. Diese Anhäufungen bzw. Plaques können die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen blockieren und zum Absterben der Zellen führen. Das Immunsystem ist nicht in der Lage, diese Zellen auszuscheiden, da es sie nicht erkennt. Die derzeit getesteten Medikamente sind dazu bestimmt, diese Plaques anzugreifen. Sobald die Antikörper sich an die Plaques heften, sollen sie vom Immunsystem identifiziert und in weiterer Folge eliminiert werden können. Die klinischen Forschungsarbeiten sind nun in der dritten Phase angelangt (Versuche mit kranken Patienten), und es ist anzunehmen, dass in den nächsten fünf Jahren ein Medikament auf den Markt gebracht wird. Forschungsarbeiten mit Molekülen vom selben Typ gelangen ebenfalls in die klinische Phase, um das für Alzheimer typische Symptom des Gedächtnisverlustes zu bekämpfen. Der ultimative Traum wäre natürlich eine Impfung, um das Entstehen der Krankheit zu verhindern, aber so weit ist die Forschung noch nicht.

Die 7 Stadien der Alzheimer-Krankheit

Die Alzheimer-Krankheit verschlimmert sich im Laufe der Zeit. Die Experten haben „Stufen“ definiert, um zu beschreiben, wie sich die Fähigkeiten einer Person

Stufe 1: Keine Beeinträchtigung (normale Funktion) Bei der Person werden keinerlei Gedächtnisstörungen beobachtet. Beim Gespräch mit einer Gesundheitsfachperson werden keine Demenz-Symptome festgestellt.

Stufe 2: Sehr leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen (möglicherweise normale, altersbedingte Veränderungen oder frühzeitige Anzeichen der Alzheimer-Krankheit)

Die betroffene Person hat manchmal den Eindruck, Gedächtnislücken zu haben, geläufige Wörter zu vergessen oder Alltagsgegenstände zu verlegen. Demenz-Symptome werden weder bei den medizinischen Untersuchungen noch von Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen wahrgenommen.

Stufe 3: Leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen (anhand dieser Symptome kann bei manchen, aber nicht bei allen Personen ein frühzeitiges Stadium der Alzheimer-Krankheit diagnostiziert werden) Freunde, Familienmitglieder und Arbeitskollegen bemerken erste Schwierigkeiten. Bei einer gründlichen medizinischen Untersuchung sind Ärzte in der Lage, Gedächtnis- bzw. Konzentrationsstörungen festzustellen. Zu den geläufigen Schwierigkeiten im 3. Stadium gehören: offensichtliche Probleme bei der Wahl des richtigen Wortes bzw. des richtigen Namens; Schwierigkeiten, sich an den Namen von kürzlich begegneten Personen zu erinnern; erkennbare grössere Schwierigkeiten bei der Ausführung von Aufgaben im sozialen oder beruflichen Umfeld; das Vergessen von Inhalten, die gerade gelesen wurden; Verlust oder Verlegen von wertvollen Gegenständen; zunehmende Schwierigkeiten bei Planung oder Organisation.

 

Stufe 4: Mässig gemindertes Wahrnehmungsvermögen (leichtes oder frühes Stadium der Alzheimer-Krankheit) In diesem Stadium sollten bei einer gründlichen ärztlichen Untersuchung eindeutige Symptome in mehreren Bereichen feststellbar sein: Vergessen von kurz zurückliegenden Ereignissen, beeinträchtigte Fähigkeit, anspruchsvolle Rechenaufgaben im Kopf durchzuführen, z. B. rückwärts zählen von 100 in 7er Schritten; zunehmende Schwierigkeiten bei der Ausführung komplexer Aufgaben, wie Planung eines Essens für Gäste, Bezahlen von Rechnungen oder Verwalten der Finanzen; Vergesslichkeit bei der eigenen, persönlichen Vergangenheit; launisches Verhalten oder Zurückgezogenheit in gesellschaftlich oder intellektuell anspruchsvollen Situationen.

Stufe 5: Mittelschwer gemindertes Wahrnehmungsvermögen (mässige oder mittlere Alzheimer-Krankheit) Es zeigen sich auffällige Gedächtnis-und Denklücken, und manche Betroffene benötigen nun Hilfestellung bei alltäglichen Tätigkeiten. In diesem Stadium können Personen mit Alzheimer: nicht in der Lage sein, sich an die eigene Adresse oder Telefonnummer zu erinnern oder an die Schule, die sie besucht haben; nicht wissen, an welchem Ort sie sich befinden oder welcher Tag heute ist; Schwierigkeiten haben mit weniger anspruchsvollem Kopfrechnen, wie z. B. rückwärts zählen von 40 in 4er-Schritten oder von 20 in 2er-Schritten; Hilfe bei der Auswahl von Kleidung benötigen, die der jeweiligen Jahreszeit oder dem Anlass entspricht; sich immer noch an wichtige Détails über sich selbst und die Familie erinnern; noch keine Unterstützung beim Essen oder beim Gang zur Toilette benötigen.

6. Stadium: Schwerwiegend gemindertes Wahrnehmungsvermögen (mittelschwere oder mittlere Stufe der Alzheimer-Krankheit) Das Gedächtnis verschlechtert sich weiterhin, Persönlichkeitsveränderungen können auftreten und die betroffenen Personen benötigen umfangreiche Hilfe bei täglichen Handlungen.

 

In diesem Stadium können die Betroffenen: Schwierigkeiten haben, kurz zurückliegende Ereignisse und ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen; sich an den eigenen Namen erinnern, aber Schwierigkeiten haben, sich an ihre persönliche Vergangenheit zu erinnern; vertraute von nicht vertrauten Gesichtern unterscheiden, aber Schwierigkeiten haben, sich an den Namen des Ehepartners oder Betreuers zu erinnern; Hilfe beim Ankleiden benötigen und ohne Betreuung möglicherweise Fehler machen; erhebliche Veränderungen beim Schlafverhalten entwickeln; Hilfe für bestimmte Schritte der Körperpflege benötigen; zunehmend häufige Inkontinenzprobleme haben; wesentliche Veränderung des Charakters und des Benehmens erfahren, einschliesslich Misstrauen und Wahnvorstellungen oder zwanghafte, wiederholte Verhaltensweisen wie Hände ringen oder Stoff zerreissen; Tendenz zum Umherirren und Verirren an den Tag legen.

Stufe 7: Sehr schwerwiegend gemindertes Wahrnehmungsvermögen (fortgeschrittenes oder Spätstadium der Alzheimer-Krankheit) Im Endstadium dieser Krankheit verliert eine Person die Fähigkeit, sich ihrer Umgebung mitzuteilen, eine Unterhaltung zu führen und schliesslich Bewegungen zu kontrollieren. Worte oder Sätze können immer noch hervorgebracht werden. In diesem Stadium wird umfangreiche Hilfe und tägliche Betreuung benötigt, einschliesslich beim Essen oder dem Gang zur Toilette. Die Fähigkeit zu lächeln, ohne Unterstützung zu sitzen und den Kopf aufrecht zu halten kann verloren gehen. Reflexe werden abnormal. Muskeln werden starr. Das Schlucken wird beeinträchtigt.

 

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Apotheken als Portal zum Gesundheitssystem

Der Tätigkeitsbereich der ApothekerInnen ist derzeit im Wandel begriffen. Eine kürzlich auf Initiative des Dachverbands der Schweizerischen ApothekerInnen (PharmaSuisse) vom Meinungsforschungsinstitut gfs. bern durchgeführte Studie, bei der 1’200 BürgerInnen befragt wurden, zieht Bilanz darüber, wie die Apotheken von der Bevölkerung wahrgenommen werden. Dabei lag der Hauptschwerpunkt auf der Rolle der ApothekerInnen und das Vertrauen in ihre Arbeit und die angebotenen Dienste.

 

Apotheken als erster Zugang zum Gesundheitssystem

Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer halten Apotheken für eine erste, sehr geschätzte Kontaktstelle, insbesondere aufgrund ihrer vorteilhaften Angebote und ihrer einfachen und schnellen Lösungen. Apotheken werden besonders für geringfügige Gesundheitsprobleme und Krankheiten ohne Komplikationen in Anspruch genommen.

Die BewohnerInnen unseres Landes bringen den ApothekerInnen viel Vertrauen entgegen, ebenso wie hochqualifizierte Gesundheitsfachleute wie ÄrztInnen und Spitäler

Auf Fragen bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Rolle des Apothekers wurden besonders interessante Antworten gegeben.

So würden 48% der befragten Personen ein Krankenversicherungsmodell befürworten, in dem eine erste Abklärung der gesundheitlichen Probleme in der Apotheke vorgenommen würde (gegen 44%, die sich dagegen aussprechen).

Darüber hinaus sind 58% der befragten Personen völlig oder eher damit einverstanden, dass verschreibungspflichtige Medikamente ohne vorherigen Arztbesuch vom Apotheker ausgeliefert werden, im Gegensatz zu 35% der Befragten, die nicht oder eher nicht damit einverstanden sind.

Diese Angaben bestätigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Apotheken als Motor für die Kostensenkung im Gesundheitswesen wahrnehmen. Von den befragten Personen werden ganz konkrete Leistungen, wie zum Beispiel Blutdruckmessung, Kontrolle des Cholesterinspiegels oder Impfungen erwünscht. Im Allgemeinen wird das Preis-Leistungsverhältnis in der Apotheke von 80% der Bevölkerung als gut bis sehr gut bewertet.

Die Kostendämpfung in unserem Gesundheitssystem steht im Mittelpunkt der politischen Debatten. Es wäre infolgedessen wünschenswert, dass die Ergebnisse dieser Studie berücksichtigt und die jeweiligen Eigeninteressen der verschiedenen Leistungserbringer des Gesundheitswesens (Apotheker, Ärzte, Spitäler usw.) zugunsten des allgemeinen Interesses zurückgestellt und die Rolle der Apotheker in der Zukunft verstärkt werden.

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Es lebe der Urlaub!

Diesen Sommer werden viele von Ihnen in den Urlaub fahren. Ganz gleich, welches Reiseziel Sie gewählt haben, die nachfolgenden Tipps werden Ihnen bei den Reisevorbereitungen bestimmt nützlich sein und dazu beitragen, dass Ihr Urlaub tatsächlich die schönste Zeit des Jahres bleibt.

 

Familienferien gut vorbereiten

Beim Familienurlaub ist die oberste Priorität aller Eltern, die Gesundheit ihrer Kinder nicht zu gefährden und sie vor bösen Überraschungen zu schützen. Professor Blaise Genton, Chefarzt der Abteilung Infektionskrankheiten des Universitätsspitals und der Medizinischen Universitäts-Poliklinik in Lausanne (PMU) beantwortet die Fragen, die sich Eltern vor der Urlaubsreise immer wieder stellen.

Kann man mit Kindern die ganze Welt bereisen?

Man kann in alle Länder reisen, der Ferienaufenthalt muss jedoch auf die Bedürfnisse des Kindes, seine Hitze- und Höhentoleranz sowie seine Widerstandskraft Belastungen gegenüber abgestimmt sein. Allerdings sollte man mit einem weniger als sechs Wochen alten Baby keine Flugreisen unternehmen. Generell muss in ausreichender Weise für den Komfort des Kindes gesorgt sein: So sollten Kinder zwischen 11 und 15 Uhr überhaupt nicht der Sonne ausgesetzt und in der übrigen Zeit mit UV-undurchlässiger Kleidung, Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme gut vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Ausserdem ist ein Schutz vor Mückenstichen erforderlich, da Krankheiten wie Malaria, Dengue- oder Gelbfieber auf diese Weise übertragen werden. Darüber hinaus sollten Sie Ihrem Kind regelmässig zu trinken anbieten, um die Gefahr einer Dehydrierung (Austrocknung), die bei Kindern sehr viel schneller eintritt als bei Erwachsenen, zu bannen. Lassen Sie gesunden Menschenverstand walten: Zum Beispiel unternimmt man mit einem kleinen Kind keine kilometerlange Wanderung durch die Wüste! Die Unternehmungen müssen an Alter und körperliche Widerstandskraft des Kindes angepasst sein.

Müssen eventuelle medizinische Einschränkungen je nach Gesundheitszustand des Kindes berücksichtigt werden?

Wie beim Erwachsenen können auch für Kinder gewisse Einschränkungen erforderlich sein. Kinder leiden jedoch nicht so oft an chronischen Krankheiten. Gegebenenfalls (z. B. bei Asthma) müssen die erforderlichen Medikamente in ausreichender Menge mitgeführt und an verschiedenen Stellen (im Koffer,in der Handtasche) aufbewahrt werden.

Darüber hinaus kann es nützlich sein, vom Kinderarzt ein Zertifikat (oder eine Verschreibung) mit der Krankheitsbezeichnung und den verschriebenen Medikamenten ausstellen zu lassen.

Welche Vorsichtsmassnahmen sind ausserdem zu treffen?

Falls ein Baby nicht gestillt wird, muss gewährleistet sein, dass jederzeit unter hygienisch einwandfreien Bedingungen ein Fläschchen zubereitet werden kann. Für Reisen im Auto ist ein dem Alter des Kindes entsprechender Kindersitz erforderlich. In Flugzeugen werden im Allgemeinen sogenannte „Baby Baskets“ (Babykörbe) zur Verfügung gestellt. Beim Sinkflug zum Anfliegen der Landefläche sollte darauf geachtet werden, dass das Kind etwas zu nuckeln oder zu kauen hat, um den Druckausgleich in den Ohren zu erleichtern. Wenn Ihr Kind leicht verschnupft ist, sollten Sie Nasentropfen bei sich haben, denn die Klimaanlage im Flugzeug kann die Schleimhäute austrocknen.

Was tun, wenn das Kind im Ausland krank wird?

In diesem Fall sollten Sie schnell einen Arzt aufsuchen. Falls Ihr Kind nach der Rückkehr Fieber bekommt, sollten Sie ebenfalls sofort zum Kinderarzt gehen. Bei Malaria zum Beispiel bestehen gute Heilungschancen, wenn die Behandlung rasch eingeleitet wird.

Ist es weniger riskant, für kurze Zeit zu verreisen als über einen längeren Zeitraum?

Nein, nicht wirklich. Im Gegensatz zu dem, was Eltern oft annehmen, passen sich Kinder bei einem längeren Aufenthalt besser an die neuen Lebensumstände an, denn sie haben Zeit, neue Orientierungsmuster und Gewohnheiten anzunehmen, insbesondere was den Schlaf betrifft.

Was ist in Bezug auf Impfungen zu beachten, wenn man mit Kindern in ferne Länder fliegen will?

Das Kind sollte alle Routine-Impfungen erhalten haben. Allerdings muss das Kind mindestens 9 Monate alt sein, um gegen spezifische Tropenkrankheiten, wie z. B. Gelbfieber geimpft werden zu können. Bestimmte Impfungen, z. B. gegen Tollwut, werden für Kinder besonders empfohlen, denn die meisten Kinder lieben Tiere und möchten sie streicheln oder mit ihnen spielen.

Die potentiellen unerwünschten Wirkungen dieser Impfungen sind die gleichen wie beim Erwachsenen. Aber sicher ist die Angst vor der Spritze – vor allem, wenn mehrmals geimpft werden muss – das grösste Hindernis, das es zu überwinden gilt.

Verreisen Sie nicht ohne eine passende Reiseapotheke

Bevor Sie Ihre Reiseapotheke bestücken, möchten wir Ihnen hier einige Ratschläge mit auf den Weg geben. Je nach Urlaubsort, Ihrem Alter oder dem Alter Ihrer Kinder, oder falls Sie unter einer besonderen Krankheit leiden, empfiehlt es sich, den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einzuholen. In bestimmten Fällen ist – selbst dann, wenn Sie bei bester Gesundheit sind – eine vorbeugende Behandlung angezeigt (Impfungen usw.). Stimmen Sie den Inhalt Ihrer Reiseapotheke auf Ihren Urlaubsort, aber auch auf die Dauer der Reise ab, und entscheiden Sie sich falls möglich eher für Medikamente in fester Form (Pastillen, Tabletten, Kapseln). Bitten Sie Ihren Apotheker anhand der ebenstehenden Tabelle um Hilfe bei der Zusammenstellung einer auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Reiseapotheke. Sie werden in Ihrer Apotheke noch weitere Produkte finden, die Ihnen nützlich sein könnten: Tabletten zur Wasserdesinfektion, Präservative, eine Schere, eine Pinzette, Sicherheitsnadeln, eine Rettungsdecke, eine Taschenlampe und Kompressionsstrümpfe bei schweren Beinen auf längeren Flugreisen.

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Reisedurchfall während des Urlaubs – ein echter Wermutstropfen…

Unter den häufig auftretenden Unannehmlichkeiten eines Aufenthaltes im Ausland nimmt der auch als „Turista“ oder „Montezumas Rache“ bekannte Reisedurchfall eine ganz besondere Stellung ein, weil er die Traumferien schnell in einen Albtraum verwandeln kann. Es gibt jedoch einige Grundregeln, deren Einhaltung dabei helfen kann, einer solchen Erkrankung zu entgehen, und glücklicherweise stehen auch wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, falls es doch einmal so weit kommen sollte.

Reisedurchfall wird im Wesentlichen durch Bakterien oder Viren in der Nahrung verursacht. Darüber hinaus tragen auch die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten und mangelnde Hygiene zur Entstehung dieser Erkrankung bei. Je nach Ort wird davon ausgegangen, dass zwischen 20 und 50 % der Feriengäste betroffen sind. Die Symptome wie zum Beispiel Bauchkrämpfe, Übelkeit, Fieber, Blut im Stuhl und allgemeines Unwohlbefinden treten in der Regel am 3. oder 4. Ferientag auf. Sie fallen zumeist nicht sonderlich schwer aus und sind nach etwa vier Tagen vorüber. Sollten indes schwerwiegendere Symptome auftreten (starke Bauchschmerzen, hohes Fieber, Dehydrierung), muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Das Wichtigste: Hygiene!

Die üblichen Hygienemassnahmen, die wir nachstehend noch einmal aufführen, sind so weit wie möglich einzuhalten: Persönliche Hygiene: Zum Zähneputzen sollten Sie unbedingt Trinkwasser verwenden, und vor dem Essen und nach der Toilette müssen auf jeden Fall die Hände gewaschen werden. Lebensmittelhygiene: a. Falls es sich bei dem zur Verfügung stehenden Wasser nicht um abgefülltes und sterilisiertes bzw. desinfiziertes Wasser handelt, muss es unbedingt abgekocht werden. Keine Eiswürfel in Getränke geben. Für Abenteuerreisende gibt es spezielle Kapseln, mit denen sich Wasser desinfizieren lässt (der Geschmack ist allerdings gewöhnungsbedürftig!). Milch sowie alle Milchprodukte müssen pasteurisiert sein. b. Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte dürfen nicht roh oder halbgar verzehrt werden. Auch Gemüse muss vor dem Verzehr gekocht werden. Rohes Obst sollten Sie selbst schälen. Achtung auch bei Sorbets.

Behandlungsmöglichkeiten

Sollte Ihnen der Reisedurchfall trotz dieser Vorsichtsmassnahmen nicht erspart bleiben, gibt es Behandlungsmöglichkeiten, die Ihnen dabei helfen, diese missliche Lage zu überwinden. Zunächst einmal müssen Sie ausreichend Wasser und gesüsste oder gegebenenfalls Auch isotonische Getränke zu sich nehmen, da es bei Durchfall zu einem besonders grossen Verlust an Flüssigkeit und Mineralsalzen kommt, was zu einer Dehydrierung führen kann. Medikamente, die die Darmtätigkeit unterdrücken, verringern die Notwendigkeit, zur Toilette zu gehen. Die Wirkung von Probiotika zielt sowohl auf die Ursachen als auch auf die Symptome des Durchfalls ab. Mit ihrer Hilfe kann die Dauer der Erkrankung verkürzt und zugleich die Darmflora wiederhergestellt und ihre Aktivität geregelt werden. Eine antibiotische Behandlung kann auf Verschreibung des Arztes in Erwägung gezogen werden.

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Es lebe der Urlaub! (2.Teil)

Quallen, Seeigel, Fische: Was ist bei Stichen am Meer zu tun?

Im Meer zu baden und zu tauchen sind zweifelsohne besonders angenehme Freizeitbeschäftigungen, die jedoch gewisse Gefahren bergen. Was ist zu tun, wenn man sich an einer Koralle schneidet oder von einer Qualle, einem Seeigel oder einem Fisch gestochen wird?

Urlaub am Strand

Zum Strandurlaub gehört natürlich auch das Baden im Meer sowie das nicht immer problemlose Zusammenleben mit den Meeresbewohnern, das oft mit Stich- und Schnittverletzungen bzw. spitzen Seeigelstacheln im Fuss einhergeht. Nachfolgend eine von Professor Blaise Genton, Chefarzt der Abteilung Infektionskrankheiten des Universitätsspitals Lausanne, zusammengestellte Liste der gängigsten Unannehmlichkeiten, mit denen man am Strand konfrontiert sein kann, und ihre Behandlung.

Heisses Wasser gegen Quallenstiche

Vorsicht ist oberstes Gesetz. „Vermeiden Sie Strände, an denen Quallen gesichtet wurden“, empfiehlt Professor Genton. „Seien Sie vorsichtig und überzeugen Sie sich, dass keine Qualle in der Nähe ist, bevor Sie ins Wasser gehen. Quallen treten meist in Schwärmen auf.

Auch Kleidungsstücke wie z. B. Surf-T-Shirts, die als Sonnenschutz getragen werden, helfen Stiche zu vermeiden.“ Falls Sie trotz dieser Vorsichtsmassnahmen gestochen werden sollten, schaben Sie die Haut zunächst mit einem nicht allzu scharfkantigen Gegenstand ab, z. B. mit einer Kreditkarte. Dabei werden die Tentakel entfernt, die die Qualle eventuell auf Ihrer Haut hinterlassen hat. Danach müssen die betroffenen Stellen eine halbe Stunde lang in heissem Wasser gebadet werden. „Achten Sie darauf, kein kaltes Süsswasser zu verwenden, denn dieses würde die Gifttaschen zum Platzen bringen, die eventuell auf der Haut verblieben sind“, warnt der Arzt. „Die Wassertemperatur sollte 45 °C nicht überschreiten, um Verbrennungen zu vermeiden. Eine möglichst hohe Temperatur ist jedoch erforderlich, weil dadurch die von der Qualle in die Haut gespritzten Giftproteine gelöst werden.“ Ein Quallenstich verursacht Schmerzen und eine Hautrötung an der von den Nesselfäden der Qualle berührten Hautstelle. Die Symptome verschwinden meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Schmerzen können mit einer Kortisonsalbe gelindert werden.

 

Seeigelstiche mit Essig behandeln

Vor Seeigelstacheln kann man sich mit Wassersandalen oder Tauchschuhen schützen, aber vor allem, indem man aufpasst, wo man hintritt. Seeigel gibt es in verschiedenen Grössen. Einige von ihnen sind giftig und ihre Stiche sind schmerzhafter.

 

„Die Behandlung eines Seeigelstiches ist relativ einfach“, erklärt der Facharzt. „Entfernen Sie zunächst die grossen Stacheln und baden Sie anschliessend die betroffenen Körperstellen eine halbe Stunde lang in Essig. Die Stacheln bestehen nämlich aus Kalk, der vom Essig aufgelöst wird.“ Falls die betroffene Körperpartie schwer einzutauchen ist, können auch mit Essig getränkte Kompressen aufgelegt werden.

Fische, die man tunlichst meiden sollte

Je nach Region gibt es unterschiedliche giftige Fische. In Europa sind vor allem Petermännchen und diverse Rochen vertreten. Im Pazifik und im Indischen Ozean geht die Gefahr von Rochen, giftigen Skorpionfischen und Steinfischen aus (ein Stich des Letzteren ist äusserst schmerzhaft). Keiner dieser Fische ist für Menschen lebensgefährlich, es gibt jedoch Ausnahmefälle bei Kindern. „Wenn Sie wissen, dass diese Fischarten an der von Ihnen gewählten Badestelle vorkommen, sollten Sie wirklich genau schauen, wo sie hintreten“, empfiehlt Professor Genton. „Steinfische z. B. tarnen sich zwar effizient, können jedoch bei genauem Hinsehen entdeckt werden. Das gleiche gilt für Rochen. Von Skorpionfischen hingegen werden oftmals Taucher gestochen.“ Die von diesen Fischen produzierten Giftstoffe sind thermolabil, was bedeutet, dass sie durch Hitze zerstört werden können. Falls Sie von einem solchen Fisch gestochen wurden, ist die Behandlung demnach die gleiche wie bei Quallenstichen. Die betroffene Körperstelle muss in möglichst heissem Wasser gebadet werden, im Fall eines Steinfisches bis zu anderthalb Stunden lang.

 

Scharfe Korallen

Von Korallen hervorgerufene Schnittwunden sind bei unerfahrenen Tauchern und Schnorchlern in der Anfangsphase sehr häufig. „Beim Tauchen zappeln viele Anfänger herum“, erklärt Blaise Genton, „sie vergessen dabei ihre Umgebung oder stützen sich an Korallen ab, um ihre Tauchermaske aufzusetzen, und schneiden sich dabei.“ Ein etwas dickerer Taucheranzug (für Taucher) und Flossen oder Tauchschuhe (für Schnorchler) Aktuell mindern die Verletzungsgefahr. „Das Wichtigste ist jedoch, seine Schwimmfähigkeit wirklich zu beherrschen, indem man lernt, richtig zu tauchen“, so der Facharzt. Bei diesen Schnittwunden treten schnell Hautreizungen auf, denn die Korallen setzen Sporen frei. Auch hier muss der Schnitt mit heissem Wasser gespült werden. Solche Wunden infizieren sich leicht und müssen deshalb im Auge behalten werden. Da die entsprechende Stelle anschwillt, sieht es zunächst so aus, als würde sich der Zustand der Wunde verschlimmern. Falls jedoch nach vier bis fünf Tagen keine Besserung eingetreten ist, muss eine Antibiotika-Behandlung eingeleitet werden. Schnittwunden dieser Art heilen erst nach rund 14 Tagen ganz aus.

 

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Der Eurokurs wirft viele Fragen auf

Seitdem die Aufhebung der Kursuntergrenze von 1,20 Schweizer Franken für 1 Euro am 15. Januar angekündigt wurde, ist dieses Thema in aller Munde, und in bestimmten Wirtschaftssektoren liessen die Folgen nicht lange auf sich warten. Alle machen sich Gedanken darüber, ob sie zu den Gewinnern oder zu den Verlierern dieser Entscheidung gehören werden, der Eurokurs ist seither jedoch wieder leicht angestiegen. Es schien uns interessant, diese Frage vom Standpunkt der Apotheken aus zu betrachten.

 

Wie steht es um die Medikamentenpreise?

Wenn von Medikamenten die Rede ist, muss der Medikamentenmarkt und sein Einfluss auf die Gesamtwirtschaft betrachtet werden. Die Schweiz exportiert zurzeit wesentlich mehr Medikamente als sie importiert. Die Handelsbilanz weist über 40 Milliarden Franken exportierte Medikamente auf, wovon etwa die Hälfte in die Europäische Union ausgeführt wird. Aus diesem Grund muss innerhalb der Pharmaindustrie zwischen den Importunternehmen, für die der aktuelle Wechselkurs von Vorteil ist, und den Exportunternehmen, die dem Druck der meist europäischen Käufer standhalten müssen, unterschieden werden.

Der bei den in der Schweiz erstattungsfähigen Medikamenten eingesetzte Preisanpassungsmechanismus sieht eine regelmässige Anpassung an die durchschnittlichen Preise der Nachbarländer (Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich, Niederlande, Dänemark, Grossbritannien) vor, und zwar alle

 

drei Jahre für patentgeschützte Medikamente und alle zwei Jahre für Medikamente, deren Patent abgelaufen ist. Heute beträgt der für den Preisvergleich herangezogene Wechselkurs 1,24 Schweizer Franken für 1 Euro; sollte sich der Eurokurs auf einem niedrigeren Level stabilisieren, muss der Schweizer Franken wahrscheinlich nach unten korrigiert werden. Die Preise der erstattungsfähigen Medikamente werden administriert, das heisst sie werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) nach Verhandlungen mit dem Hersteller festgelegt. Im Gegensatz dazu sind die Preise nicht erstattungsfähiger Medikamente frei.

 

Gehören Apothekenkunden zu den Gewinnern oder Verlierern?

Anders als in der Presse zu lesen war, nahmen viele Heilmittelhersteller Preissenkungen vor, vor Allem bei nicht erstattungsfähigen Medikamenten. Diese Preisrückgänge sind für die Apothekenkunden eindeutig von Vorteil. Die Preise der erstattungsfähigen Medikamente wurden seit 2006 ständig gesenkt, einerseits aufgrund der abgelaufenen Patente (die Originalpräparate wurden durch Generika ersetzt) und andererseits infolge des Preisvergleichs mit den Nachbarländern. Dieser Trend wird aller Voraussicht nach anhalten, bei den Generika wird er sich sogar beschleunigen. Die neu auf dem Markt eingeführten Medikamente (was immer seltener der Fall ist) hingegen sind teuer; der hohe Preis wird als Innovationsprämie betrachtet, um dem Hersteller die Deckung der Forschungskosten zu ermöglichen (die Forschungskosten für ein neues Medikament betragen schätzungsweise 1 Milliarde Franken). Angesichts der oben angeführten Gründe ist der Kursrückgang des Euro gegenüber dem Schweizer Franken für den Apothekenkunden von Vorteil.

 

Und Ihr Apotheker?

Der Verkauf von Medikamenten verschafft dem Apotheker zwei Einkommensquellen (vereinfachte Darstellung): zum einen die Vertriebsmarge, die direkt vom Preis des verkauften Medikaments abhängt; zum anderen die leistungsbedingte Abgeltung, mit der die Beratungstätigkeit des Apothekers abgegolten wird. Die mit dem Betrieb einer Apotheke zusammenhängenden Fixkosten (Gehälter, Miete, Verwaltung usw.) entsprechen einem Grossteil der Kosten, wovon etwa 60% allein auf Lohnnebenkosten entfallen. Die variablen Kosten (Lagerbestand usw.) machen nur einen kleinen Teil der Nebenkosten aus.

Das bedeutet, dass eine Preissenkung der Medikamente einen Einkommensverlust für den Apotheker bedeutet, da Arbeitsaufwand und Fixkosten gleich bleiben. Diese Situation wurde von einer Studie der KOF (Konjunkturforschungsstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich) bestätigt, der zufolge etwa ein Drittel der Schweizer Apotheken nicht mehr rentabel sind.

pharmacist working with the computer

 

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