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All Posts in Category: Prävention

Ich bin fest entschlossen, mit dem Rauchen aufzuhören!

Tabakentwöhnung und Gewichtszunahme – sind Sie betroffen?

Viele Raucher, die eine Tabakentwöhnung in Betracht ziehen, befürchten eine Gewichtszunahme, wenn sie aufs Rauchen verzichten. Tatsächlich bestehen hier starke Ungleichheiten.

«Ich habe Angst zuzunehmen!», ist eines der am häufigsten angeführten Argumente all derjenigen, besonders Frauen, die mit dem Rauchen aufhören möchten, aber es nicht schaffen. Eine Tabakentwöhnung ist zweifelsohne mit einer Gewichtszunahme verbunden. Bislang weiss man zwar noch nicht ganz genau, warum das so ist, aber es gibt mittlerweile einige Erklärungsansätze.

Manchen Studien zufolge regt die Einstellung des Nikotinkonsums den Körper an, «Kalorien schneller zu verbrennen» bzw. wird dadurch der Reflex der Nahrungsmittelaufnahmeausgelöst, um «das Verlangen nach einer Zigarette zu kompensieren». In anderen Untersuchungen wird nachgewiesen, dass die durch die Nikotinentwöhnung hervorgerufenen Stoffwechselveränderungen nur kurze Zeit anhalten, und die Wiederaufnahme einer gesunden Lebens- und Ernährungsweise in Verbindung mit dem Rauchstopp sogar eine bessere Umverteilung des Körperfettes ermöglicht.

Nur keine Angst!

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Die Grippe – ein ungebetener Gast

DerWinter steht vor der Tür – wie verhält man sich richtig in Sachen Grippeimpfung?

Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Laut WHO ist eine Impfung die wirkungsvollste Massnahme, um sich vor der Krankheit oder einem schweren Verlauf zu schützen. Es gibt sichere und wirksame Impfstoffe, die seit mehr als 60 Jahren verwendet werden. Bei gesunden Erwachsenen erreicht der Grippeimpfstoff eine Schutzwirkung von 70 bis 90 % gegen die spezifischen Krankheitserscheinungen. Bei älteren Menschen können die Schwere der Krankheit und die mit ihr einhergehenden Komplikationen um bis zu 60 % verringert werden. Das
Risiko, infolge einer Grippe zu sterben, sinkt um bis zu 80%.
Besonders wichtig ist eine Impfung für Menschen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Komplikationen der Grippe haben, und für Menschen, die mit Angehörigen einer Risikogruppe
zusammenleben oder sich um solche Personen kümmern.

Für die folgenden Personengruppen empfiehlt die WHO eine jährliche Impfung (geordnet nach Priorität):
1. Bewohner von Alters- und Pflegeheimen (ältere oder behinderte Menschen)
2. ältere Menschen im Allgemeinen
3. Menschen mit chronischen Erkrankungen
4. andere Personengruppen wie beispielsweise schwangere
Frauen, medizinisches und pflegendes Personal, Personen mit zentralen Funktionen in der Gesellschaft sowie Kinder zwischen sechs Monaten und zwei Jahren

In der Schweiz hat die saisonale Grippe jedes Jahr rund 200’000 Arztbesuche, 5’000 Spitalaufenthalte und, je nach Intensität der Epidemie, zwischen 400 und 1’000 Todesfälle zur Folge.

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Drogensucht

Anlässlich der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2012 erklärten 29 % der Männer und 17 % der Frauen über 15 Jahre, bereits illegale Drogen konsumiert zu haben.2007 waren es 25 % der Männer und 15 % der Frauen. Bei den meisten handelte es sich lediglich um Cannabis.

Der Anteil der Personen, die mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis konsumiert haben, hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum geändert. Im Vergleich zu 2002 hatte ein nur geringfügig höherer Anteil der befragten Personen mindestens einmal Cannabis konsumiert, nämlich 3,1 % der Männer und 2,3 % der Frauen.

Gesundheitsförderung bei Kindern trägt zur Suchtprävention bei

Ziel der Gesundheitsförderung ist, die anzuregen, auf ihre eigene Gesundheit zu achten, gesunde Lebensgewohnheiten anzunehmen und nicht nur ihre Lebensbedingungen, sondern ebenfallsdie für die Gesundheit entscheidenden sozialen und wirtschaftlichen Faktoren zu verbessern. Die in diesem Rahmen empfohlenen Massnahmen sollen den Menschen helfen, ihre sozialen Kompetenzen sowie ihre körperlichen und intellektuellen Fähigkeiten besser zu nutzen. Diese Kompetenzen und Fähigkeiten sind ebenfalls bei der Drogenprävention massgeblich.

Gesundheitsförderung und Suchtprävention sind keine klar voneinander zu trennende Bereiche, denn die Prävention hat nicht nur zum Ziel, die individuellen bzw. umweltbedingten Risikofaktoren zu reduzieren, sondern soll auch die Schutzfaktoren verstärken.

Einer der besonders wichtigen Aspekte der Suchtprävention ist die Verbesserung der psychosozialen sowie der Lebenskompetenzen. Durch die Förderung der psychosozialen Kompetenzen wird ebenfalls die Verbesserungvon Gesundheit, Lebensqualität und Wohlbefinden gefördert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Liste von zehn Fähigkeiten erstellt, die in den Bereich Lebenskompetenzen fallen:

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Zahnhygiene: Tragfeiler der Prävention von Munderkrankungen

Weltweit leiden 60 bis 90 % der Schulkinder sowie fast alle Erwachsenen an Karies und 30 % der 65- bis 74-Jährigen haben keine eigenen Zähne mehr. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Erkrankungen des Mundes und der Zähne gerade in armen und benachteiligten Bevölkerungsgruppen stärker verbreitet sind.

Selbst wenn sich die Situation in der Schweiz nicht ganz so alarmierend darstellt, sind die Risikofaktoren für Erkrankungen des Mundes und der Zähne dieselben wie anderswo: ungesunde Ernährung, Rauchen, übermässiger Alkoholkonsum und unzureichende Mundhygiene.

Diese Risikofaktoren sind dieselben wie für die vier wichtigsten Kategorien chronischer Erkrankungen: Herz-Kreislauf- und Krebsleiden, Erkrankungen der Atemwege und Diabetes. Darüber hinaus sind Munderkrankungen oft mit chronischen Krankheiten verbunden.

Vorsorge und Behandlung

Es ist durchaus möglich, gleichzeitig die Häufigkeit der Munderkrankungen und anderer Leiden durch Bekämpfung der üblichen Risikofaktoren herabzusetzen:

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Sie legen Wert auf einen gesunden Mund? Dann lassen Sie das Rauchen bleiben!

Jedermann weiss, dass Tabakrauch die Zähne gelb verfärbt und unangenehmen Mundgeruch hervorruft, aber die anderen negativen – und sehr viel schwerwiegenderen – Auswirkungen des Rauchens sind oftmals unzureichend bekannt. Tabakrauch schwächt die Alarmsignale der Mundhöhle und oft erkennen RaucherInnen erst sehr spät, dass sie an einer Entzündung oder Infektion leiden. Tabakrauch ruft Parodontitis hervor – eine Entzündung des Gewebes, das den Zahn im Kieferknochen verankert – was zu Zahnfleischschwund und zur Ablösung des Zahnfleisches (Attachmentverlust) sowie zu Zahnausfall führen kann. Parodontitis schwächt die körpereigenen Abwehrkräfte des Mundes, wodurch bestimmte Zahnbehandlungen erschwert werden. Darüber hinaus begünstigt die Entzündung Mundkrebs, vor allem Zungen- und Wangenkrebs. Diese Erkrankungen sind äusserst schmerzhaft und können sehr ernsthafte Folgen haben. Die Behandlungen sind extrem teuer und die Kosten werden nicht von der Grundversicherung übernommen.

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Was hat Übergewicht mit Treppen zu tun?

Treppen steigen oder die Rolltreppe benutzen? – Diese Entscheidung wirkt sich tatsächlich auch auf die Volksgesundheit aus!

Die Forscher Richard Ling (Concordia-Universität Montreal) und John Zacharias (Universität Peking) haben sich mit der Frage beschäftigt, welchen Einfluss die Anordnung der Treppen in Kaufhäusern auf unser Bewegungsverhalten hat.

Sie gingen von der einfachen Hypothese aus, dass zwischen der Wahl der Treppenbenutzung und der Entfernung zwischen Treppe und Rolltreppe ein Zusammenhang besteht. Sie bezogen in mehreren Kaufhäusern in Montreal Stellung und beobachteten 13 «herkömmliche Treppen» und 12 Rolltreppenpaare. Sie analysierten den Kundenfluss und erfassten die Vorlieben von 33‘793 Personen über einen Zeitraum von 35 Tagen.

Aus den Analysen ging hervor, dass eine Verdoppelung der Entfernung zwischen den beiden Treppenarten etwa doppelt so viele Besucher veranlasst, die normale Treppe zu benutzen. «Die Ergebnisse dieser Studie bieten interessante Ansätze für die Gestaltung öffentlicher Anlagen im Hinblick auf die Gesundheitsförderung», erklären die Autoren.

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Die Sonne scheint wieder: einfache Tipps, um die Haut zu schützen

Trotz Präventionskampagnen und nationaler Früherkennungstage ändert sich wenig: Hautkrebserkrankungen nehmen in der Schweiz stetig zu, ihre Anzahl verdoppelt sich alle zwanzig Jahre. Gleich nach Norwegen hält unser Land in diesem Bereich sogar europaweit einen traurigen Rekord. Dabei würde es in den meisten Fällen genügen, sich vor der Sonne zu schützen und die Besuche im Sonnenstudio auf ein vernünftiges Mass zu begrenzen, um der Entstehung solcher Hauttumore vorzubeugen.

Sonnenkapital

Wenn das Thema Hautkrebs angeschnitten wird, denkt man sofort an die braunen Flecken mit unregelmässigen Formen, die für Melanome typisch sind. Es handelt sich dabei tatsächlich um «die gefährlichste aller Hautkrebsarten, denn die Metastasen können sehr schnell auf das Drüsengewebe sowie auf Lymph- und Blutbahnen übergreifen», erklärt Renato Panizzon, ehemaliger Leiter der Dermatologischen Abteilung im CHUV Lausanne.

Zwei andere Krebsformen – Basalzellkarzinome (Basaliome) und Plattenepithelkarzinome (Spinaliome) – treten zwar häufiger auf, sind jedoch weniger gefährlich. «Sie äussern sich durch kleine, weiterwachsende Knoten, deren Oberfläche sich im ersten Fall glatt und im zweiten rau anfühlt», erläutert der Honorarprofessor der Universitäten Lausanne und Genf. Beide entwickeln sich langsamer als Melanome und treten meist erst nach dem 50. Lebensjahr auf.

Ganz gleich, um welche Hautkrebsart es sich handelt, ihnen allen ist gemeinsam, dass sie in 80 % der Fälle durch ultraviolette Strahlen hervorgerufen wurden (die restlichen 20 % haben genetische oder noch nicht bekannte Ursachen). Wir alle besitzen bei unserer Geburt ein Sonnenkapital, das uns gegen die schädlichen Folgen der UV-Strahlung schützt. Sobald diese Reserven jedoch aufgebraucht sind, kann sich die Haut nicht mehr gegen die Angriffe wehren und die geschädigten Zellen regenerieren sich schlecht oder gar nicht mehr.

Die geeignete Sonnencreme auswählen

Damit es erst gar nicht so weit kommt, muss die Haut frühzeitig vor Sonnenstrahlen geschützt werden. „Natürlich geht es nicht darum, sich nun überhaupt nicht mehr der Sonne auszusetzen“, betont der Lausanner Dermatologe Renato Panizzon. „Vielmehr sollte man sich die Gewohnheiten der Bevölkerung im Mittelmeerraum zu eigen machen und zwischen 11 Uhr und 15 Uhr nicht in die Sonne gehen.“ Wenn die Sonne scheint, sollte man sich mit T-Shirt und Short bekleidet im Schatten aufhalten, einen Hut tragen, zum Schutz der Augen die Sonnenbrille nicht vergessen und auf die unbedeckten Hautstellen Sonnencreme auftragen.

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Tabakprävention: Selbst ältere Menschen ziehen Nutzen aus der Entwöhnung

Natürlich ist es besser, nie mit dem Rauchen anzufangen. Aber es ist nie zu spät, um wieder damit aufzuhören. Eine deutsche Studie zeigt, dass auch ältere Personen, die das Rauchen einstellen, ihr Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko reduzieren.

Es ist bekannt, dass Raucher ein doppelt so hohes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko haben wie Nichtraucher. Aber oft wird vergessen hervorzuheben, dass ehemalige Raucher meist wieder zum gleichen Risiko-Niveau zurückfinden wie Personen ihrer Altersklasse, die nie geraucht haben. Dabei darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass Raucher im Durchschnitt sehr viel früher mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen konfrontiert sind als Personen, die nie geraucht haben, bzw. denen es gelungen ist, sich von der Sucht zu befreien. Die Neuheit besteht heute in der Tatsache, dass anhand einer Studie nachgewiesen werden konnte, wie schnell und deutlich sich die positiven Auswirkungen (insbesondere auf Herz und Kreislauf) beim Einstellen des Tabakkonsums bemerkbar machen.

Die tägliche Tabakdosis und die Anzahl der Jahre

Um es kurz zu fassen: Das Herzinfarktrisiko eines 60-jährigen Rauchers ist ebenso hoch wie das eines 80-jährigen Nichtrauchers. Darüber hinaus besteht für den 60-jährigen Raucher ebenfalls dasselbe Hirnschlagrisiko wie für einen 70-jährigen Nichtraucher. Natürlich haben Dosis und Dauer der Tabakabhängigkeit ebenfalls Auswirkungen auf das Ausmass des Risikos, an Herz- und Gefäßkrankheiten zu erkranken: Je mehr Zigaretten ein Raucher täglich über einen längeren Zeitraum konsumiert, desto höher ist das Risiko des Auftretens von Hirnschlägen und Herzinfarkten.

Die neue Studie ist das Ergebnis der Analyse einer deutschen, 8’807 Personen im Alter von 50 bis 74 Jahren einschliessenden Kohorte, die zu Beginn der Studie noch nie einen Herz- oder Hirninfarkt hatten. Die Vergleiche wurden zehn Jahre später angestellt. Die deutschen Autoren hatten dabei die wesentlichen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Alkoholkonsum, Bildungsniveau, körperliche Bewegung sowie Blutdruck, Diabetes, Cholesterinspiegel, Grösse und Gewicht berücksichtigt. Die Kohorte bestand aus 17,2% Rauchern, 31,7% ehemaligen Rauchern und 51,1% Nichtrauchern, die nie zur Zigarette gegriffen hatten. Am Ende der Studie hatten 261 der untersuchten Personen einen Herzinfarkt erlitten, 456 einen Hirnschlag und 274 waren einem kardiovaskulären Ereignis zum Opfer gefallen und verstorben. Im Vergleich zu den Personen, die nie geraucht hatten, wurden die Risikoraten in aufsteigender Reihenfolge wie folgt ermittelt: Hirnschlag (2,12), Infarkt (2,25) vorzeitiger Tod (2,45).

Innerhalb von fünf Jahren verschwindet das erhöhte Risiko fast vollständig

Nun wurde aber festgestellt, und das ist der wichtigste Punkt der neuen Erkenntnisse, dass das erhöhte Risiko innerhalb von fünf Jahren nach Aufgeben des Rauchens fast völlig verschwindet. Im Vergleich zu Personen, die weiter rauchen, reduziert sich das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko innerhalb von fünf Jahren nach der letzten Zigarette um 40%. Die Ergebnisse dieser Studie haben konkrete und direkte Auswirkungen: Die Programme zur Tabakprävention, deren Zielgruppe bislang aus jungen Erwachsenen bestand, sollten nun auch auf ältere Personen ausgedehnt werden.

Diese Daten bestärken die Ergebnisse einer anderen kürzlich veröffentlichten Studie, die zu dem Schluss kommt, dass das Rauchen im Durchschnitt 10 Lebensjahre kostet. Durchschnittlich ist einer von vier vorzeitigen Todesfällen auf Tabakkonsum zurückzuführen. Die in den Vereinigten Staaten durchgeführten Forschungen gelangen zu dem Schluss, dass mit Einstellen des Rauchens vor Vollendung des 40. Lebensjahres rund 90% dieser zehn Jahre verlorenen Lebens wieder zurückgewonnen werden können.

Dreissig Millionen junge Leute beginnen jedes Jahr zu rauchen

Das bedeutet jedoch nicht, dass das Rauchen bis zum 40. Lebensjahr keine Gefahren birgt. An erster Stelle steht dabei die Summe der Schwierigkeiten denen jeder Raucher gegenübersteht, der den Konsum seines legalen Lieblingsgiftes einstellen möchte. Jedes Jahr beginnen weltweit rund dreissig Millionen junge Menschen zu rauchen.

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Stress und Arbeit – Die Praxis der Achtsamkeit

Stress gilt als eine für unsere Zeit typische Krankheit, zu deren Bekämpfung die Meditationstechnik der «Achtsamkeit» (oder «Mindfullness» auf Englisch) eine wertvolle Hilfe sein kann, wie von Guido Bondolfi, Dozent der Psychiatrischen Fachabteilung des Universitätsspitals Genf (HUG), bestätigt wurde.

Was ist Achtsamkeit im Vergleich zur Entspannung?

Die Achtsamkeit ist eine Meditationspraxis. Im Gegensatz zu Entspannungsübungen, die einen Zustand der geistigen und körperlichen Entspannung zum Ziel haben, hat «Mindfullness» kein definiertes Ziel. Bei der Achtsamkeit kommt es allein darauf an, unseren gegenwärtigen inneren Zustand ohne Werturteil wahrzunehmen. Dies wird erreicht, indem man seine Aufmerksamkeit auf eine körperliche Empfindung lenkt.

Dieser Ansatz wird erfolgreich im Kampf gegen Rückfälle von Depressionen, zur Stressbekämpfung und gegen Angststörungen eingesetzt. Welchen Nutzen bietet diese Methode im Alltag?

Mit Achtsamkeit kann man seine Emotionen leichter erkennen und Abstand schaffen, um nicht mit Automatismen auf die Stress auslösende Situation zu reagieren, sondern mit klarem Kopf eine Entscheidung zu treffen und im Einklang mit sich selbst zu handeln. Dadurch wird verhindert, dass man mit dem Strom der Emotionen mitgerissen und in eine unerwünschte Kettenreaktion eingebunden wird. Sokrates sagte: «Erkenne dich selbst» – Achtsamkeit geht in die gleiche Richtung.

Achtsamkeit erfordert eine regelmässige Praxis von rund 40 Minuten pro Tag. Ist das nicht ein Hindernis?

Es ist durchaus möglich, weniger Zeit für das tägliche Training aufzuwenden, aber die Regelmässigkeit ist sehr wichtig. Praxis ist der Weg, der zum Erfolg führt! Es handelt sich dabei um eine relativ leicht zu erlernende Methode, mit der die Lebensqualität verbessert werden kann. Man braucht nur ein wenig Motivation.

Entspannung: acht Techniken, um sich zu entspannen

Wie kann man sich nach einem Schul-, Uni- oder Arbeitstag schnell entspannen? Wir haben acht Übungen und Tipps für Sie zusammengestellt, um sich zu entspannen und von körperlicher Erschöpfung zu erholen.

Atmen

Die Atmung ist eines der besten Mittel, um sich zu entspannen. Lebenserfahrene Menschen erklären, dass die Atmung das Bindeglied zwischen Körper und Geist ist. Sie lehren, dass die Qualität eines Lebens von der Qualität der Atmung abhängt. Dabei handelt es sich um eine tiefe Bauchatmung. Anfängern wird empfohlen, dazu die Hand auf den Bauch zu legen, um zu spüren, wie sich die Bauchdecke im Rhythmus der Atmung hebt und senkt.

Sich auf den Bauch konzentrieren

Durch Konzentration können wir die Spannungen im Körper lösen. Dazu wird die Aufmerksamkeit auf den Bauch gelenkt. Zu Anfang kann es hilfreich sein, dem Heben und Senken des Bauches mit dem Blick zu folgen.

Präsent sein

In fast allen Methoden, die innere Harmonie anstreben, werden wir dazu aufgefordert, uns zu konzentrieren. Es geht also weniger darum, abzuschalten, als unsere Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes zu lenken: auf unsere Gliedmassen, die Atmung, einen Gedanken, auf bestimmte Klänge oder Musik, auf Anweisungen, die auf einem Tonträger aufgezeichnet wurden, bestimmte Bewegungen, Empfindungen oder Bilder, auf die Flamme einer Kerze oder ein Objekt usw. Dank dieser Gegenwärtigkeit den Dingen und den Menschen gegenüber wird das tägliche Leben viel schöner.

Muskeln massieren

Durch Massage können wir unsere Muskeln entspannen. Man kann sich selbst massieren oder sich von jemandem massieren lassen. Eine sanfte Ganzkörpermassage kann über eine Stunde dauern.

Beruhigende Musik hören

Sanfte Musik eignet sich hervorragend zur Entspannung.

Eine Körperhaltung einnehmen, bei der die Muskeln sich entspannen können

Wenn wir unter Stress stehen, sind alle unsere Muskeln extrem angespannt. Man kann diese Spannungen jedoch zumindest teilweise lösen, indem man eine Haltung einnimmt, die eine möglichst geringe Muskelanspannung erfordert. Im Liegen oder Sitzen können die meisten Muskeln gelockert werden, und die meisten Entspannungstechniken empfehlen diese beiden Positionen. Darüber hinaus sind Yoga, autogenes Training oder Sophrologie ausgezeichnete Inspirationsquellen, was Entspannung anbelangt.

An eine entspannende Situation denken

Die Augen schliessen und an einen ruhigen, bekannten oder unbekannten Ort denken, z. B. ein Bachufer. Sich an diesem Ort umschauen und dem leisen Plätschern des Wassers lauschen.

Kontemplationsübungen

Sie zielen darauf ab, das Aufsteigen und Vorbeiziehen der eigenen Gedanken wie ein Zuschauer zu beobachten.

Young woman on couch and listen to the music

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10’000 Schritte pro Tag!

Wie viele Schritte machen Sie am Tag? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, jeden Tag 10’000 Schritte zu machen. Das hört sich zwar zunächst sehr viel an, aber die meisten von uns bringen es an einem normalen Tag bereits auf etwa die Hälfte (4’000 bis 6’000 Schritte). Das bedeutet, dass es ausreichen würde, täglich 4’000 bis 6’000 Schritte mehr zu gehen, um die von der WHO empfohlene Zahl zu erreichen. Dies entspricht etwa 30 Minuten körperlicher Betätigung.

Gehen ist das beste Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Gehen kostet nichts und erfordert keine besondere Ausstattung, sondern lediglich eine kleine Änderung unserer Gewohnheiten. Zum Beispiel:

  • Morgens etwas eher aus dem Haus gehen, um ein Stück des Wegs zur Arbeit zu Fuss zurückzulegen, ebenso abends auf dem Nachhauseweg;
  • das Auto ein paar Strassen von der Arbeitsstelle entfernt abstellen und den Rest des Wegs mit schnellem Schritt laufen;
  • nach dem Mittag- oder Abendessen eine Viertelstunde hinausgehen und eine Runde im Stadtviertel spazieren gehen;
  • einen Teil seiner Einkäufe in einem zu Fuss erreichbaren Geschäft in der Nähe machen, anstatt in Hyper- oder Supermärkten einzukaufen, zu denen man unweigerlich mit dem Auto fahren muss;
  • so oft wie möglich die Treppen hinauflaufen, statt die Rolltreppe oder den Fahrstuhl zu benutzen.

Gegen nachlassende Motivation hilft die Gesellschaft von ArbeitskollegInnen, FreundInnen, NachbarInnen, die uns bei den Spaziergängen begleiten: zu mehreren fällt die körperliche Bewegung leichter und vielleicht hat sogar jemand neue Parcours-Ideen.

Sie können sich ebenfalls einen Schrittzähler anschaffen. Einige Apps bieten diese Funktion als Option auf manchen Smartphones an, und die neuen vernetzten Uhren sind ebenfalls damit ausgestattet.

Falls Sie eine andere körperliche Betätigung als das Gehen ausüben möchten, sollten Sie Folgendes wissen:

  • 1 Minute Fahrradfahren = 150 Schritte
  • 1 Minute Schwimmen = 96 Schritte
  • 1 Minute normales Gehen = 90 Schritte

Empfehlungen in Bezug auf körperliche Betätigung

Körperliche Betätigung und Sport haben in allen Altersstufen eine besondere Bedeutung für Gesundheit und Leistung eines Menschen. Für Personen, die viel sitzen, zählt jede Handlung, die ihre körperliche Betätigung erhöht, weil diese direkt auf die Gesundheit einwirkt. So wird empfohlen, lange Sitzphasen regelmässig zu unterbrechen. Machen Sie zum Beispiel am Arbeitsplatz regelmässig Pausen und stehen Sie beispielsweise beim Telefonieren auf.

Darüber hinaus wirkt sich körperliche Betätigung positiv auf das psychische Wohlbefinden und die Lebensqualität aus. Aktive Menschen leben länger. Mit zunehmendem Alter sind sie ebenfalls auf intellektueller Ebene besser in Form und benötigen weniger Pflege. Bei Kindern sorgt regelmässige Bewegung für eine bessere körperliche Verfassung, mehr psychisches Wohlbefinden und ein kräftigeres Knochengerüst, ganz abgesehen vom positiven Einfluss, den Sport auf Körpergewicht und Risikoprofil bezüglich Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen ausübt.

Group of multi-ethnic people walking forward with shopping bags.

Jugendliche sollten sich täglich eine Stunde lang körperlich betätigen, Kinder noch wesentlich mehr. Darüber hinaus sollten Jugendliche mehrmals in der Woche Sportarten praktizieren, die ihre Knochen stärken, Herz und Kreislauf anregen, die Muskeln kräftigen, die Beweglichkeit erhalten und die Koordination verbessern.

Erwachsene sollten mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche eine körperliche Aktivität mittlerer Intensität ausüben. Diese grundsätzliche Empfehlung kann durch eineinviertel Stunden Sport bzw. intensive körperliche Aktivität oder durch eine Kombination von beidem ersetzt werden. Im Idealfall sollte die körperliche Betätigung über mehrere Wochentage verteilt sein. Personen, die bereits körperlich aktiv sind, wird empfohlen, auch ihre Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit zu trainieren, um Gesundheit, Wohlbefinden und Leistung zu steigern.

Ältere Menschen

Bei älteren Menschen gibt es sehr grosse Unterschiede. Robuste Senioren können mehr oder weniger den Empfehlungen der Erwachsenen folgen. Schwächere oder pflegebedürftige Personen leiden oft an mehreren Erkrankungen, funktionellen Störungen oder einem Mangel an Vitalität. Die Empfehlungen müssen also an die jeweilige Situation angepasst werden. Das Wichtigste ist, dass die älteren Menschen sich so viel wie möglich bewegen, selbst wenn sie die Grundempfehlungen nicht erreichen.

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