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Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper: Fit bleiben im Alter

Dass wir mit jedem Atemzug älter werden, lässt sich nicht vermeiden, dennoch können wir dafür sorgen, dass Körper und Gehirn fit bleiben. Viel Bewegung, eine geeignete Ernährung und gute zwischenmenschliche Beziehungen sind das Erfolgsrezept für einen angenehmen Lebensabend.

Der Zahn der Zeit geht an niemandem spurlos vorbei. Ab dem 65. Lebensjahr lassen unsere Vitalfunktionen nach. Das Risiko, dass die Funktionstüchtigkeit unserer Organe und Gewebe von verschiedenen Krankheiten beeinträchtigt wird, steigt. Aber auch ohne Langlebigkeitspille können wir aktiv dazu beitragen, möglichst lange topfit zu bleiben.

REGELMÄSSIGE BEWEGUNG UND AUSREICHENDE ERNÄHRUNG

Es ist allseits bekannt, dass körperliche Betätigung die Gesundheit fördert. Natürlich ist es am besten, wenn man sich bereits in jungen Jahren ausreichend bewegt, aber es ist nie zu spät, um damit zu beginnen. Körperliche Fitness bringt viele Vorteile: geringeres Risiko, an Arthrose oder Osteoporose zu erkranken, straffere Muskeln, besseres Gleichgewicht (und somit geringere Sturzgefahr), darüber hinaus weniger Herz-Kreislauf Erkrankungen und ein stärkeres Immunsystem.

Zweitens ist es wichtig, gut und in ausreichenden Mengen zu essen, um altersbedingten Gesundheitsproblemen entgegenzuwirken: Bei Senioren und insbesondere bei sehr betagten Personen ist Unterernährung ein häufig auftretendes Problem. Eine ausreichende Kalorienzufuhr mit hochwertigen Fettstoffen muss unbedingt gewährleistet sein, um eine Schwächung des Körpers zu vermeiden. Deshalb ist es ratsam, die Speisen mit Öl oder Butter anzureichern bzw. Käse und Eier zu verzehren. Bei Appetitmangel empfiehlt es sich, mehrmals täglich kleine Portionen zu essen.

Darüber hinaus neigen ältere Menschen dazu, zu wenig zu trinken; die tägliche Aufnahme von mindestens 1,5 Liter Wasser ist unbedingt erforderlich, um eine Dehydratation zu vermeiden. Von übermässigem Alkoholgenuss wird abgeraten, aber gegen ein Gläschen Rotwein pro Tag ist nichts einzuwenden, zumal aus zahlreichen Studien hervorgeht, dass die darin enthaltenen Antioxidantien und die appetitanregende Wirkung die Lebenserwartung verbessern.

GEHIRNTRAINING STIMULIERT DIE NEURONEN

Mit zunehmendem Alter nimmt auch die kognitive Leistungsfähigkeit ab. Die Geschwindigkeit, mit der Informationen verarbeitet werden, lässt nach, die Konzentrationsfähigkeit und das Erinnerungsvermögen nehmen ab. Geistige Aktivitäten tragendazu bei, den kognitiven Abbau zu verlangsamen, wobei es keine Rolle spielt, für welche Art von geistiger Betätigung Sie sich entscheiden: Lesen, Kreuzworträtsel lösen, Scrabble oder Schachspielen, Kinobesuche oder die Teilnahme an Konferenzen ermöglichen älteren Menschen, geistig rege zu bleiben. Intensive intellektuelle Aktivitäten geben dem Leben einen Sinn und tragen dazu bei, der als «Neuronenkiller» geltenden Alltagsroutine ein Schnippchen zu schlagen. Ausserdemwurde nachgewiesen, dass dadurch die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit verzögert wird.

Es ist also auf jeden Fall von Vorteil, sich ständig neue Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen. Entgegen der landläufigen Meinung hängt unsere Lernfähigkeit keineswegs vom Alter ab. Somit steht fest, dass das Auffassungsvermögen der Senioren durch den kognitiven Abbau nicht beeinträchtigt wird. So zum Beispiel ist die Aufnahme eines Studiums eine Herausforderung, die betagte Menschen wieder aufblühen lässt. Aus diesem Grund wurden «Universitäten des dritten Lebensalters» geschaffen, damit Rentner ein Studium in einem geeigneten Rahmen aufnehmen können.

DIE BEDEUTUNG DES SOZIALEN UMFELDS

Soziale Beziehungen spielen eine entscheidende Rolle, um die körperliche, geistige und psychische Gesundheit aufrechtzuerhalten. Zahlreiche Studien haben die negativen Auswirkungen der Einsamkeit auf das allgemeine Wohlbefinden aufgezeigt und kommen allesamt zur Schlussfolgerung, dass soziale Isolation die Krankheitsanfälligkeit erhöht. Zwischenmenschliche Beziehungen regen uns hingegen an, regelmässig auszugehen, gut zu essen, uns zu bewegen, weiterhin unseren Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen und uns mit anderen auszutauschen.

Die Anwesenheit von nahestehenden Personen – ob Freunde oder Familienmitglieder – tut uns auf jeden Fall gut. So ist zum Beispiel die Betreuung der Enkelkinder eine ausgezeichnete Möglichkeit, «am Ball zu bleiben» und seine Lebenserfahrung mit den jüngeren Generationen zu teilen. Wer keine Familie in der Nähe hat, kann Clubs oder Vereinen beitreten, um Gleichgesinnte kennenzulernen. Menschen sind soziale Wesen, die ihr ganzes Leben lang ein starkes Kommunikationsbedürfnis haben. Für ältere Menschen ist es besonders wichtig, gesellschaftliche Beziehungen zu pflegen, um das Selbstvertrauen zu stärken und ihren Platz in der Gesellschaft zu behaupten.

Quelle:www.planetesante.ch / Abbildung: Freepik, Macrovector