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Fünf einfache und effiziente Meditationsübungen

Es gibt viele verschiedene Meditationstechniken, sie alle haben jedoch das Ziel, sich selbst besser kennenzulernen und den eigenen Geist zu beruhigen: einfach dazusitzen, im gegenwärtigen Augenblick zu verweilen und allen aufsteigenden Gedanken, Empfindungen und Emotionen gegenüber offen zu sein, ohne zu urteilen. Nachfolgend haben wir fünf Meditationsübungen für Sie zusammengestellt, die Sie ausprobieren können, um herauszufinden, welche am besten zu Ihnen passen.

1. ÜBUNG: ATEMMEDITATION
Setzen oder legen Sie sich bequem hin und schliessen Sie die Augen. Atmen Sie ruhig und tief, und konzentrieren Sie sich ausschliesslich auf Ihre Atmung. Spüren Sie, wie Sie ein- und ausatmen, wie die Atemluft durch Ihre Nase in die Lungen strömt, wie sich Ihr Bauch hebt und senkt … Wenn störende Gedanken auftauchen, jagen Sie diese nicht weg, halten aber auch nicht daran fest, sondern lassen sie einfach vorbeiziehen wie Wolken, und konzentrieren sich so schnell wie möglich wieder auf Ihre Atmung. Diese scheinbar sehr einfache Übung kann zu Anfang schwieriger als angenommen sein, weil Ihre Gedanken unaufhörlich umherschweifen. Halten Sie durch, und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit geduldig immer wieder auf Ihre Atmung zurück. Je öfter Sie üben, desto eher wird sich der Erfolg einstellen. Als Hilfestellung können Sie auch zählen, und zwar folgendermassen: 1 einatmen, 1 ausatmen, 2 einatmen, 2 ausatmen … usw. bis 10. Wenn Ihre Gedanken mit Ihnen durchgegangen sind, beginnen Sie wieder bei 1. Üben Sie zu Anfang nur wenige Minuten und steigern Sie die Zeit, sobald es Ihnen leichter fällt, sich zu konzentrieren.

2.ÜBUNG: MEDITATION MIT BEWUSSTER KÖRPERWAHRNEHMUNG
Diese Übung besteht darin, Ihre Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Teile Ihres Körpers zu lenken.

Setzen oder legen Sie sich dazu bequem hin und schliessen Sie die Augen. Atmen Sie ruhig durch die Nase ein und langsam durch den Mund wieder aus. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Körperteile: zunächst auf den Kopf, Ihren Schädel, die Ohren, Nase, Augen und Lippen. Konzentrieren Sie sich nun auf Ihren Hals und die Innenseite Ihrer Kehle, leiten Sie Ihre Aufmerksamkeit zu den Schultern weiter, dann den Rücken hinab über die Beine bis hinunter zu den Zehen. Kurz gesagt, «scannen» Sie Ihren Körper von oben bis unten und achten Sie dabei auf Ihre Empfindungen: Verspüren Sie Schmerzen im Rücken, nehmen Sie die Atemluft wahr, die in Ihre Lungen strömt, spüren Sie, wie Ihre inneren Organe arbeiten, empfinden Sie ein Unbehagen … Üben Sie zu Anfang nur 5 bis 10 Minuten und steigern Sie die Übungsdauer nach und nach.

3. ÜBUNG: MEDITATION MIT DEN WAHRNEHMUNGEN DER SINNE
Setzen Sie sich bequem hin und atmen Sie ruhig, wie in den vorherigen Übungen. Konzentrieren Sie sich nun auf einen Ihrer Sinne, zum Beispiel das Gehör. Was hören Sie? Was empfinden Sie dabei? Fahren Sie damit ein paar Minuten lang fort und lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit dann auf einen anderen Sinn: die visuelle Wahrnehmung, den Tastsinn, den Geruchssinn … und Sie können ebenso verfahren, wenn Sie essen oder trinken. Sinn der Übung ist, die verschiedenen Sinneseindrücke bewusst wahrzunehmen.

4. ÜBUNG: MEDITATION MIT FARBEN
Der Meditation mit Farben wird nicht nur eine starke Wirkung auf den Körper nachgesagt, sondern sie soll ebenfalls den Gemütszustand und die Emotionen positiv beeinflussen. Diese Meditationsübung kann im Sitzen ausgeführt werden, wobei man ruhig und leise atmet und dann eine oder mehrere Farben gleichzeitig visualisiert. Man kann sich vorstellen, in der gewählten Farbe zu baden, vollständig in sie einzutauchen. Sie brauchen die Farben auch nicht unbedingt bewusst auszuwählen sondern können sie einfach auf sich zukommen lassen – die Farben, die Sie in diesem Moment benötigen, drängen sich manchmal von allein auf.

Nachfolgend die wichtigsten Farben, mit denen Sie meditieren können:

Weiss beruhigt, inspiriert und besänftigt. Weiss hilft den Geist zu befreien, und wirkt ausgleichend auf den Energiehaushalt. Diese Farbe ist gut geeignet, um mit der Meditation zu beginnen. Rot steht für Leidenschaft und Stärke. Rot wirkt auf die Emotionen in Zusammenhang mit Liebe, Sexualität und Sinnlichkeit ein, aber gibt auch Mut und Elan. Diese Farbe unterstützt den Blut- und Energiekreislauf. Orange steht für Wärme, Vitalität und Motivation und sorgt für gute Laune, Optimismus und Dynamik. Orange trägt dazu bei, die Energiereserven aufzutanken. Gelb steht für Sonne und Licht und wird sowohl mit dem Ego als auch der Gesundheit des Verdauungssystems assoziiert. Grün ist die Farbe der Natur. Sie verbindet den Menschen mit der natürlichen Energie der Erde. Sie wird mit der Gesundheit des Herzens in Zusammenhang gebracht. Hellblau steht für den Himmel, für Klarheit und Offenheit. Diese Farbe wird mit Männlichkeit, Energie des Vaters, dem Hals und den Atemwegen in Verbindung gebracht.

Wenn Sie eine konkretere Unterstützung für Ihre Meditation benötigen, können Sie ein Mandala verwenden. Die Farbkombinationen des Mandalas schaffen Harmonien und Kontraste, die als Hilfsmittel benutzt werden können. Vertrauen Sie einfach Ihrer eigenen Sensibilität und vielleicht stellen Sie dann fest, dass nicht alle Farben dieselbe Resonanz in Ihnen auslösen, und dass Sie in einem bestimmten Gemütszustand für bestimmte Farben empfänglicher sind als für andere.

5. ÜBUNG: TRANSZENDENTALE MEDITATION
Die transzendentale Meditation beruht auf dem Prinzip, dass der Geist von Natur aus nach Wohlbefinden trachtet und diesen Zustand durch Ruhe und Entspannung erreichen kann. Das Ziel der transzendentalen Meditation besteht also darin, inneren Frieden und völlige Gelassenheit herbeizuführen. Dies wird durch häufige Wiederholung eines Mantras, also eines abstrakten Tons, eines Wortes oder Satzes erreicht, das vorzugsweise von einem befähigten Lehrmeister vorgegeben wird.

Die Technik ist sehr einfach: Es genügt, sich zu setzen, die Augen zu schliessen, und ein Mantra im Geiste wiederholt nachzusprechen. Dazu kann man auch eine Mala – eine Gebetskette mit 108 Perlen, die zum Zählen der Mantras dient – verwenden: Das Mantra wir sooft wiederholt, bis man alle Perlen durchgezählt hat. Es empfiehlt sich, zweimal täglich zwanzig Minuten zu meditieren. Langfristig kann die transzendentale Meditation Zugang zu ungenutzten Ressourcen schaffen und auf diese Weise zur Steigerung von Intelligenz, Kreativität, Wohlbefinden und Energie beitragen.

Quelle: www.passeportsante.net