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Haarausfall: besser vorbeugen als heilen!

Alopezie ist ein medizinischer Fachausdruck für Haarausfall, der zur teilweisen oder völligen Haarlosigkeitführt. Kahlköpfigkeit ist die häufigste Alopezieform und betrifft hauptsächlich Männer. Dieses natürliche Phänomen ist sehr oft auf eine erbliche Veranlagung zurückzuführen. Andere Alopezieformen können auf ein gesundheitliches Problem hinwiesen oder beispielsweise durch die Einnahme von Medikamenten verursacht werden.

Auf Griechisch bedeutet alôpex «Fuchs». Das Wort Alopezie verbildlicht den starken Haarausfall bei Füchsen im Frühjahr.

Zurzeit werden mehrere Untersuchungen durchgeführt, um die Ursachen der Kahlköpfigkeit besser zu verstehen. Die Erbanlage scheint ein massgeblicher Faktor zu sein. Bei Männern wird Kahlköpfigkeit durch männliche Sexualhormone (Androgene) wie zum Beispiel Testosteron beeinflusst. Testosteron beschleunigt den Lebenszyklus der Haare.Im Laufe der Zeit werden diese immer feiner und kürzer. Die Haarfollikel schrumpfen und stellen die Haarproduktion schliesslich ganz ein. Darüber hinaus scheinen bestimmte Haartypen in höherem Masse vom Testosteronspiegel beeinflusst zu werden. Die Gründe für Kahlköpfigkeit bei Frauen wurden weit weniger erforscht. Auch Frauen produzieren Androgene, aber in sehr geringer Menge. Bei manchen Frauen könnte die Kahlköpfigkeit auf einen überdurchschnittlich hohen Androgenspiegel zurückzuführen sein, aber der Hauptfaktor ist und bleibt die erbliche Veranlagung (zum Beispiel wenn die Mutter, die Schwester oder eine andere Verwandte an Kahlköpfigkeit leidet).

Es gibt kein Wundermittel, um Alopezie vorzubeugen, vor allem wenn diese erblichen Ursprungsist. Ein paar einfache Massnahmen tragen jedoch zu einer besseren Haargesundheit bei.

Richtige Haarpflege

– Die Haare regelmässig und sorgfältig pflegen.

– Kämme, Bürsten und anderes Haarzubehör sind persönliche Gegenstände, die man niemandem leihen sollte.

– Möglichst wenig chemische Produkte (Haarfärbemittel, Fixiermittel usw.) verwenden.

– Beim Frisieren oder beim Aufstecken der Haare mit Spangen usw. darf nicht übermässig an den Haaren gezogen werden.

Gesunde Ernährung

Mehrere Spurenelemente, insbesondere Magnesium, Calcium, Eisen, Kalium und Zink, sind für die Haargesundheit sehr wichtig.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist unerlässlich, um dem Mangel eines dieser Spurenelemente vorzubeugen.

Vermeidung von Stress

Bei Stress scheidet der Körper Androgene aus, deren übermässige Produktion die Kahlköpfigkeit fördert. Es ist wichtig, den Ursprung von Stress zu erkennen, um mit stressauslösenden Situationen besser umgehen zu können. Die Anwendung von Entspannungstechniken kann hier sehr hilfreich sein.

Schnell handeln

Es ist zwar in manchen Fällen möglich, den Haarausfall zu bremsen, aber dasNachwachsen neuer Haare erweist sich als wesentlich grösseres Problem.

Bei Chemotherapie bzw. Strahlentherapie

Manche Chemotherapien verursachen Haarausfall, wobei es jeweils auf die Art der Chemotherapie, ihre Dosierung, die Behandlungsdauer und andere persönliche Faktoren ankommt. Auch eine Strahlentherapie kann zum Verlust der Behaarung führen.Üblicherweise wachsen Körperbehaarung und Haare ein paar Wochen oder Monate nach Behandlungsende wieder nach. Allerdings besteht die Möglichkeit, die Auswirkungen solcher Therapien zu lindern. Hier ein paar Ratschläge:

  • mildes Shampoo und eine weiche Haarbürste verwenden
  • lassen Sie Ihr Haar an der Luft trocknen oder wählen Sie eine niedrige Temperatureinstellung,wenn Sie einen Fön verwenden
  • Das Färben der Haare und Dauerwellen sind nicht empfehlenswert

Tragen Sie eine Kühlhaube während der Chemotherapie, um die Blutzufuhr zu den Haarfollikeln zu drosseln. Bei manchen Krebsarten ist diese Methode allerdings kontraindiziert.