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Leben mit einer Allergie

Die Diagnose ist eindeutig: Sie leiden an einer Allergie und müssen Ihr Leben dementsprechend anpassen. Allergen-Vermeidungsmassnahmen sind zwar meist erfolgreich, oft erweist es sich jedoch trotz aller Vorsicht als unmöglich, jeden Kontakt mit dem Allergieauslöser hundertprozentig zu vermeiden.

Die Kontrolle des Umfelds und die damit einhergehenden Vorkehrungen sind nichtsdestoweniger unerlässlich bei der Behandlung einer allergischen Erkrankung. Die genaue Bestimmung und anschliessende Vermeidung der allergieauslösenden Faktoren gehören ebenso zum Behandlungsplan wie die verschriebenen Arzneimittel.

Abgesehen von Pollen, die zu flüchtig sind, um unter Kontrolle gebracht werden zu können, ist es im Allgemeinen sinnvoll, alle Reize (wie zum Beispiel Zigarettenrauch) sowie allergene Substanzen wie Milben, Schaben, Schimmelpilze oder Haustierhaare usw. zu meiden bzw. zu bekämpfen. Bei Katzenhaaren sind solche Massnahmen allerdings selten sofort wirksam, weil diese als ausgesprochen hartnäckig gelten.

In einem Grossteil der Fälle reicht es auch nicht aus, weniger Kontakt mit den allergieauslösenden Substanzen (Allergene und Reizstoffe) zu haben, um sich von den Allergiesymptomen zu befreien, dennoch sind die vorbeugenden Massnahmen keineswegs vergeblich: Meistens kann dadurch die Einnahme von Medikamenten reduziert werden, was kein geringer Vorteil ist.

INFORMATIONEN ÜBER POLLEN EINHOLEN
Da es kaum möglich ist, den Kontakt mit Pollen vollständig zu meiden, ist es sinnvoll, sich über die Pollenbelastung zu informieren und einige Grundregeln zu beachten, um ihre Auswirkungen auf ein Mindestmass zu begrenzen. Die Blütezeiten der verschiedenen Pflanzen und Bäume werden von den Spezialistinnen und Spezialisten von Meteo Schweiz fortlaufend unter die Lupe genommen. Die Pollenfluginformationen werden regelmässig über verschiedene Kommunikationskanäle und Medien zur Verfügung gestellt: Apotheken, Schriftpresse, Radiosender, Internet, Smartphone-Apps usw. Dies sind sehr wertvolle Informationen, z. B. um einen Ausflug planen zu können!

EIN PAAR ANTI-POLLEN-TIPPS
Auch wenn es unmöglich ist, den Pollen gänzlich zu entfliehen, können Sie ihre Auswirkungen jedoch durch folgende Massnahmen in erträglichen Grenzen halten:

  • Schlafen Sie mit geschlossenem Fenster, da die Pollenkonzentration gerade am frühen Morgen besonders hoch ist.
  • Meiden Sie Zugluft.
  • Fahren Sie mit geschlossenen Fenstern im Auto und schalten Sie die Belüftung im Fahrzeuginnenraum aus.
  • Geben Sie das Rasenmähen und -harken auf.
  • Vermeiden Sie Outdooraktivitäten wie z. B. ein Picknick im Grünen, insbesondere bei warmem, trockenem und windigem Wetter.
  • Legen Sie eine Pause in den Bergen ein: Der Pollenflug ist dort nicht ganz so intensiv, und vor allem setzt die Blütezeit der Gräser einen Monat später als in der Ebene ein (Mitte Juli / Mitte August).
  • Hüten Sie sich vor dem Chlor in Schwimmbädern, der die oft schon stark gereizten Nasen- und Augenschleimhäute zusätzlich angreift.
  • Widerstehen Sie tapfer dem schrecklichen Juckreiz, den Sie verspüren: Wer Nase und Augen reibt, verstärkt die Symptome.
  • Stellen Sie das Rauchen ein: Zigarettenrauch verschlimmert die Schwellung der Nasenschleimhäute.
  • Waschen Sie sich nach einem Aufenthalt im Freien die Haare.

Quelle: www.planetesante.ch