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Richtige Verhaltensweisen im Umgang mit Grippe

DAS HÄNDEWASCHEN IST EINE DER WICHTIGSTEN MASSNAHMEN,UM DIE ÜBERTRAGUNG VON GRIPPEVIREN UND ANSTECKUNG ZU VERMEIDEN.
Auf unseren Händen tummeln sich Millionen von Bakterien, darunter auch einige Krankheitserreger. Häufiges Händewaschen rettet jedes Jahr zwischen 5 und 8 Millionen Menschenleben in Spitälern auf der ganzen Welt.

Unsere Hände sind ganz wesentlich an der Verbreitung von Krankheiten beteiligt. Sie übertragen die Krankheitskeime auf verschiedene Weise: entweder durch direkten (Händeschütteln) oder indirekten Kontakt beim Anfassen eines kontaminierten Gegenstandes (Glas, Türklinke, Geldschein, Handtuch usw.). Wenn Augen, Nase oder Mund mit keimverschmutzten Händen berührt werden, ist eine Selbstkontamination nicht auszuschliessen. Auch bei nahem Kontakt zu einer anderen Person, z. B. bei dem in Frankreich beliebten Begrüssungsritual mit Küsschen links und rechts auf die Wange, oder bei einem Kuss auf den Mund kann es zu einer direkten Übertragung der pathogenen (krankmachenden) Keime kommen. Eine weitere Übertragungsweise ist die sogenannte Tröpfcheninfektion, bei der die Krankheitserreger durch Husten, Niesen oder Sprechen der erkrankten Person durch die Luft und kleine Sekret-Tröpfchen weitergegeben werden. Tausende solch kleiner Tröpfchen verbleiben in der Raumluft, werden von Personen des näheren Umfelds eingeatmet und übertragen auf diese Weise Bakterien und Viren.

VIREN- UND BAKTERIEN-NESTER
Wenn eine kranke Person sich schnäuzt oder niest, sind ihre Hände anschliessend mit zehntausend bis einer Million Viren infiziert. Diese Zahlen sind deshalb so weit gefasst, weil sie von der Art des Virus, dem Krankheitsstadium und dem Alter der betroffenen Person abhängen. Bei Rhinoviren (Erkältungsviren) steigt die Viruslast in den ersten Tagen der Infektion steil an und erreicht zwischen dem zweiten und vierten Tag nach Auftreten der ersten Symptome ihren Höhepunkt. Aber Vorsicht: Ansteckungsgefahr besteht bereits ein bis zwei Tage vor dem Ausbruch der Krankheit und den ersten Symptomen, fünf Tage danach ist sie jedoch schon wieder gebannt. Bei der Grippe ist es ähnlich. Die Viruslast ist zu Beginn der Erkrankung besonders hoch, weil die Produktion von Antikörpern erst anläuft und unsere Immunabwehr noch nicht all ihre Kräfte mobilisiert hat. Menschen, die nie geimpft wurden oder wenig Kontakt mit dieser Art von Viren hatten, sind wesentlich ansteckender. Dies gilt für sehr kleine Kinder, die aufgrund der geringen Vorbelastung durch diese Viren und ihres weniger ausgereiften Immunsystems eine höhere Viruslast tragen. Deshalb ist die Virenkonzentration im Sekret niesender Kinder wesentlich höher.

Darüber hinaus vergessen die Kleinen oft, beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten, und sie waschen sich weniger häufig die Hände. Eine warme und feuchte Umgebung bietet den Viren und Bakterien hervorragende Lebensbedingungen, wodurch sie noch länger überleben können. Überhaupt fühlen sich Viren auf lebenden Oberflächen wie unserer Haut oder in Hautfalten wohler als auf unbelebten Flächen, auf denen sie schnell vertrocknen und absterben.

ÜBERLEBENSFRAGE
Tatsächlich muss das Grippevirus oder jede andere Bakterie erst in unseren Körper eindringen, um uns infizieren zu können. Nach dem Eindringen der Keime hängt die Widerstandsfähigkeit unseres Körpers hauptsächlich von seinem immunologischen Gedächtnis ab, das wir entweder bei früheren Infektionen oder durch Impfungen erworben haben.

Die wirksamste Massnahme, um sich vor Keimen zu schützen, ist häufiges und gründliches Händewaschen, entweder mit heissem Wasser und Seife oder, noch effizienter, mit einer hydroalkoholischen Lotion. Dank der Lotion werden innerhalb von nur 15 Sekunden 100 000 bis eine Million Bakterien eliminiert. Mit Wasser und Seife werden vergleichsweise nur rund tausend bzw. einige Tausend Bakterien ausgeschaltet. Denken Sie auch daran, eine gewisse Distanz zu wahren. Halten Sie sich in mindestens einem Meter Entfernung zu Personen auf, die an einer Atemwegsinfektion leiden, und achten Sie auf angemessene Hygiene.

Quelle: www.planetesante.ch