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Sonne: Kennen Sie Ihren Hauttyp?

Sowohl die Dauer des Sonnenbades als auch die Wahl des Sonnenschutzes hängen vom jeweiligen Hauttyp ab. Bei rothaarigen Menschen mit hellen Augen ist besondere Vorsicht geboten, denn ihre Haut ist längst nicht so gut gegen UV-Strahlen gewappnet wie die von dunkelhaarigen und braunäugigen Personen. Sobald die warme Jahreszeit beginnt, muss dieser Tatsache ernsthaft Rechnung getragen werden.

In der Dermatologie wird zwischen sechs verschiedenen Haut- bzw. sogenannten «Phototypen» unterschieden. Diese Klassifizierung ist angesichts der zahlreichen ethnischen Mischtypen äusserst theoretisch, gibt jedoch dennoch Auskunft über die Sensibilität der Haut gegenüber UV-Strahlung. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass jede Haut, unabhängig vom Phototyp, sonnenbrandgefährdet ist.

Während es bei den Phototypen 2 bis 6 ausreicht, die Haut langsam an die Sonneneinstrahlung zu gewöhnen, um sie besser vor den UV-Strahlen schützen zu können, ist dies bei lichtempfindlichen Menschen, die dem Phototyp 1 angehören (Rothaarige mit grünen Augen) nicht der Fall, weil ihre Haut als Reaktion auf die UV-Strahlen kein Melanin produziert und sich ihre Haut sofort und übergangslos rot färbt. Übrigens ist Melanin ein Molekül, das insbesondere in den Haaren und in der Haut vorhanden ist, und sie vor den aggressiven UV-Strahlen schützt. Wer dem Phototyp 2 (nordischer Typ) angehört, hat eine gewisse Chance, sich im Laufe des Sommers über eine goldbraune Hautfarbe freuen zu können, während Menschen der Phototypen 3 und 4 (Mischtyp und mediterraner Typ) sich lediglich zu Beginn der warmen Jahreszeit vor der Sonne schützen und im Hochsommer die Sonnenbestrahlung der heissen Mittagsstunden meiden sollten.

Inder und Afrikaner können getrost auf Sonnencreme verzichten, denn das Risiko, nach einem Sommer am Genfer See ein Melanom (Hautkrebs) zu entwickeln, ist bei ihnen äusserst gering. Bei den hellen Phototypen ist diese Gefahr jedoch dreimal höher. Allgemein wird geraten, sich vor allem in den Bergen nicht ohne Kopfbedeckung der Sonne auszusetzen und sich vor Sonnenstichen in Acht zu nehmen.

HAUTPATCHES UND APPS, UM SICH VOR DEN UV-STRAHLEN ZU SCHÜTZEN
Die verschiedenen Kosmetikmarken lassen sich ständig neue Mittel und Wege einfallen, um die Haut wirksam vor der Sonne zu schützen. Es gibt sogar selbstklebende Hautpatches, die direkt auf der Haut angebracht werden und bis zu fünf Tage dort verbleiben sollen, um die individuelle UV-Belastung genau mitzuverfolgen. Anschliessend wird das Patch mit einem Smartphone fotografiert und der Grad der UV-Einstrahlung mit Hilfe einer App ermittelt. Je nach Ergebnis wird der Benutzer gegebenenfalls aufgefordert, seine Haut mit einem Sonnenschutzmittel zu schützen. Vernetzte Objekte, Patches und andere Anwendungen sind tatsächlich recht praktisch, um sich bewusst zu machen, wie lange wir uns der Sonne aussetzen sollten und welche Risiken damit verbunden sind. Ohne diese elektronischen Hilfsmittel dürfte jedoch auch der gesunde Menschenverstand genügen, um ein vernünftiges Verhalten an den Tag zu legen.

Mehrere Apps bieten die Möglichkeit, den UV-Index nach geografischen Regionen zu berechnen, da die Intensität der Sonneneinstrahlung von Ort zu Ort verschieden ist. Eine Faustregel gilt jedoch in jedem Fall für die Phototypen 2, 3 und 4: Während der Mittagsstunden möglichst im Schatten bleiben, regelmässig Sonnencreme mit einem Schutzfaktor von mindestens 25 auftragen, Kindern ausserdem ein UV-dichtes T-Shirt anziehen und einen Sonnenhut und eine Sonnenbrille tragen. Hier sei daran erinnert, dass selbst die sogenannten Sunblocker bzw. Sonnencremes mit sehr hohem Lichtschutzfaktor zur Mittagszeit gegen Tropensonne nicht viel ausrichten können!

Quelle: www.planetesante.ch / Abbildung: Freepik, Macrovector