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Sport in jedem Alter

Eine wachsende Zahl von Rentnerinnen und Rentnern betätigen sich körperlich, was eine Reihe von Vorzügen für die Gesundheit mit sich bringt. Allerdings empfiehlt sich vor der Wiederaufnahmedes Trainings ein Besuch beim Arzt.

Der Eintritt in den Ruhestand ist oft ein günstiger Zeitpunkt, um wieder mit dem Sport zu beginnen. Rentnerinnen und Rentner haben Zeit und möchten fit bleiben. Aber kann man sich mit 65 Jahren auf die gleiche Weise sportlich betätigen wie mit 20? Für all diejenigen, die ihren Körper ihr ganzes Leben lang regelmässig trainiert haben, lautet die Antwort «Ja». Jedoch wird Personen, die erst im Rentenalter mit einer körperlichen Betätigung beginnen, oder jenen, die ihre Trainingsintensität erhöhen möchten, empfohlen, sich zunächst ärztlich untersuchen zu lassen.

Mit fortschreitendem Alter sind Muskel-, Knochen- und Herz-Kreislauf-System weniger leistungsfähig. Bestimmte Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Osteoporose oder gar Herzprobleme können sich bemerkbar machen. Deshalb wird Senioren empfohlen, vor jeder körperlichen Betätigung Tests zur Risikoeinschätzung durchzuführen und insbesondere das Herz, den Kreislauf und die Gelenke testen zu lassen. Solche Untersuchungen können von einem praktischen Arzt durchgeführt werden. Sollten spezifischere Fragen bezüglich der angemessenen Ausübung eines Sports oder der Trainingsgestaltung auftreten, ist es allerdings sinnvoll, einen Sportmediziner aufzusuchen. Solche Fachärzte können den Ratsuchenden helfen, sich langfristig realistische Ziele zu stecken.

NICHTS GEHT ÜBER REGELMÄSSIGKEIT
Bei Sport und körperlicher Betätigung führt nur regelmässiges Training zum Ziel. Genau wie beim Einstellen des Rauchens werden echte Überlebensvorteile erst nach mehrjährigem Training erzielt. Aber die Anstrengungen lohnen sich allemal, denn sie wirken sich positiv auf die Lebensqualität aus, und ausserdem tritt die wohltuende Wirkung sofort ein! Die Lebenserwartung aktiver Senioren ist im Durchschnitt fünf Jahre höher als die von nicht aktiven Rentnern. Wer sich regelmässig bewegt, leidet seltener an Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterinspiegel und benötigt weniger Medikamente. Ausserdem trägt der Sport dazu bei, das Gleichgewicht besser halten zu können, was für die Sturz- und Unfallvorsorge entscheidend ist.

Die Motivation ist sehr wichtig: Es muss unbedingt eine Sportart bzw. eine körperliche Aktivität gewählt werden, die Spass macht und den körperlichen Kapazitäten der Person angemessen ist. So sollte jemand, der an Gelenkschmerzen leidet, sich eher dem Schwimmsport oder dem Radfahren zuwenden, statt Laufsport zu betreiben.

Einer in Frankreich durchgeführten soziologischen Studie zufolge wählen die meisten Senioren Aktivitäten wie Yoga, Wandern, Gymnastik, Radfahren oder Langlauf. Mit zunehmendem Alter werden kaum noch Gemeinschaftssportarten wie Fuss- oder Basketball oder gar Kontaktsportarten wie Karate oder Boxen ausgeübt. Diese Tatsache ist sicher darauf zurückzuführen, dass betagte Menschen wenig Bedarf an starken Emotionen haben – bei ihnen steht vor allem der Wunsch nach Regelmässigkeit, Routine und Sicherheit im Vordergrund.

SPORT FÖRDERT DAS SOZIALLEBEN
Überdies ist die positive Wirkung des Sports auf die Psyche älterer Personen zu betonen, insbesondere was das Sozialleben und das Selbstwertgefühl anbelangt. Deshalb ist es sehr bedauerlich, dass neuesten Statistiken gemäss nur 44 % der Schweizer mehrmals in der Woche Sport treiben. Darüber hinaus ist und bleibt die körperliche Betätigung massgeblich von der wirtschaftlichen und sozialen Stellung der Personen abhängig.

Quelle: www.planetesante.ch