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Tabak schadet der Mund- und Zahngesundheit

Rauchen ist ausgesprochen schädlich für die Mund- und Zahngesundheit, insbesondere für Mundschleimhaut, Zahnfleisch und Zähne. Die meisten Probleme lassen sich jedoch durch regelmässige sorgfältige Mundhygiene und Kontrolltermine beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker vermeiden.

Die Gesundheit von Mund und Zähnen ist eng mit unserer Lebensqualität und unserem Wohlbefinden verbunden. Mangelhafte Mundhygiene wirkt sich nicht nur auf unser eigenes Wohlbefinden negativ aus, sondern belastet auch unser Umfeld.

ERKRANKUNGEN IM MUND- / ZAHNBEREICH: 

Wenn Sie unter einem der folgenden Symptome leiden, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen:

– Schlechter Atem (Halitosis)

– Durch die Inhaltsstoffe von Zigaretten verursachte gelbe, fleckige Zähne 

– Geschmacks- und Geruchsbeeinträchtigungen

– Mundtrockenheit, Speichelmangel

– Verlust der Mundschleimhaut-Elastizität: Die weichen Gewebe werden faserig

– Lockerung des Halts im Zahnbett, Beweglichkeit der Zähne (oder Parodontitis)

– Zahnkaries

ERKRANKUNGEN DES MUNDRAUMS UND DER ZÄHNE

Tabak beeinflusst die Physiologie der Mundhöhle und führt zu erheblichen Veränderungen des Mund-
ökosystems. Mundhöhlenkrebs steht in engem Zusammenhang mit dem Konsum von Tabak, Zigaretten, Pfeife oder Kautabak. Schweizweit werden jährlich einige 1.000 Neuerkrankungen von Mundhöhlen- oder Rachenkrebs (oropharyngeales Karzinom) verzeichnet. Davon sterben etwa 400 Personen innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose – vor allem, weil die im Bereich der Zunge, des Gaumens und des Kiefers auftretenden Tumoren meist erst spät diagnostiziert werden.

PARODONTALE ERKRANKUNGEN

Gingivitis ist eine durch Zahnbelag (Biofilme) verursachte, lokale Entzündung des Zahnfleischs. Wird sie rechtzeitig festgestellt, lässt sie sich mit gründlicher Zahnhygiene meist vollständig beseitigen. Bei Rauchern kann sie sich zu einer akuten, schmerzvollen Form entwickeln, der ulzero-nekrotischen Gingivitis.

Bei Paradontitis ist die Entzündung bereits weiter fortgeschritten. Sie äussert sich durch die Zerstörung des sich nach und nach vom Zahn lösenden Stützgewebes um einen oder mehrere Zähne. Der Abstand zwischen Zahn und Zahnfleisch wird grösser, was zu einer Lockerung des Zahns und zu Zahnausfall führen kann. Die Zähne selbst erscheinen länger. Die Parodontitis hängt oft mit dem Zahnstein und dem Zahnbelag zusammen, der sich unter dem Zahnfleischrand befindet. Wie Untersuchungen belegen, ist das Risiko einer Paradontitis bei Rauchern viermal höher als bei Nichtrauchern.

Zahnkaries entsteht durch Bakterien, die aus den in der Nahrung enthaltenen Kohlehydraten Säuren bilden. Normalerweise werden diese Säuren zwar durch den Speichel neutralisiert. Bei geringem Speichelfluss, einer reduzierten Neutralisierungsleistung oder einer zu grossen Bakterienmenge kann es jedoch zu erhöhter Kariesaktivität kommen.

TIPPS FÜR DIE ZAHNHYGIENE

Neben der eigenen regelmässigen Kontrolle des Mundinnenraums sind Kontrolltermine beim Zahnarzt oder Dentalhygieniker (mindestens einmal pro Jahr) entscheidend. Denken Sie daran: Je früher eine Schädigung festgestellt wird, desto besser lässt sie sich behandeln. 

DIE ZWEI GRUNDREGELN FÜR EINE GUTE ZAHNHYGIENE:

– Die Zähne dreimal putzen – morgens, mittags und abends, jeweils nach den Mahlzeiten.

– Einmal täglich die Zahnzwischenräume mit einem geeigneten Hilfsmittel säubern. Verwenden Sie hierfür z. B. Zahnfaden, kleine Bürstchen für die Zahnzwischenräume oder Zahnstocher – entscheidend ist, dass sich die Speisereste aus den Zahnzwischenräumen restlos beseitigen lassen.

Das Rauchen erhöht nicht nur die Kosten der Zahnhygiene, sondern führt auch bei Zahnbehandlungen zu unangenehmen Begleiterscheinungen. So heilen zum Beispiel die Wunden nach einer Zahnextraktion bei Rauchern deutlich langsamer ab. Werden Implantate gesetzt, treten insbesondere im Oberkiefer wesentlich häufiger Komplikationen auf. Dazu gehören Entzündungen des umliegenden Gewebes (die so genannte Periimplantatis) oder sogar der Verlust des Implantats. Darüber hinaus misslingen bei Rauchern Implantationen deutlich häufiger als bei Nichtrauchern. Dennoch kann mit dem Rauchstopp eine günstigere Entwicklung erwartet werden.

Quelle: www.stop-tabac.ch / Illustration: Freepik